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'Jena Shall Burn' – Dreier mit bitterem Beigeschmack

von Norman Seidler | 03.05.15 - 16:53 Uhr

Vier Tore in der Ferne, drei Punkte beim FC Carl Zeiss Jena. Magdeburg, was willst du mehr?

 

Über 2.000 FCM-Fans (5.731 Zuschauer) unterstützten ihren Club in Thüringen, wo Blau-Weiß gegen die Uluc-Elf aus Jena ran musste.

 

Der FCC in neuer Montur: Schwarze Trikots mit dem Aufdruck „Heaven Shall Burn“, einer Metal-Musikband, getreu dem Motto „unterstütze deine lokale Band.“

Veränderungen gab es beim 1. FCM, da Fuchs nach abgesessener Gelbsperre zurückkehrte und auch Felix Schiller nach auskurierter Krankheit wieder auf das Feld konnte. Opfer wurde Steffen Puttkammer, der im Spiel gegen Bautzen seine fünfte gelbe Karte kassierte und wie Fuchs eine Woche zuvor auf der Tribüne Platz nehmen musste.

 

Während Jena mit der Marschroute enterte, schnelle Bälle vorn zu verwerten, spielte Magdeburg sein eigenes Spiel herunter.

 

Die Gastgeber hatten optisch und vom Ballbesitz im ersten Abschnitt auch Vorteile, doch den Startschuss setzte Christian Beck mit dem 0:1 in der 17. Minute, als die tolle Kombination von Fuchs auf Kruschke, der den Goalgetter bediente, belohnt wurde. Beck schob an FCC-Keeper Berbig vorbei ins Netz. 

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Nils Butzen erzielte die Treffer drei und vier und damit seine ersten beiden für den FCM in dieser Saison – Foto: www.sportfotos-md.de

 

Jena stachelte mit schnellen Bällen nach vorn, egal ob Eismann, Jovanovic oder Pieles. Das führte zu einer Schrecksekunde, als letztgenannter Johannes Pieles frei vor Jan Glinker auftauchte. Glinker legte sein volles Gewicht in den klärenden Schuss und Schiedsrichter Alexander Sather erklärte, dass der Ball gespielt wurde.

Unglücklicherweise zog sich Jan Glinker bei dieser Aktion in der 27. Minute eine Verletzung im Knie zu und musste sechs Minuten später gegen Matthias Tischer ausgewechselt werden. Seine Diagnose vom MRT wird am Montag erwartet.

 

Davon ließ sich der Club nicht beeindrucken und netzte kurz vor dem Seitenwechsel doppelt. Heaven Shall Burn, das Paradies in Jena ging in Flammen auf.

Zunächst half Carl-Zeiss-Kapitän Pierre Becken mit einer Kopfballrückgabe, die im eigenen Tor landete (43.), dann hämmerte Butzen aus spitzem Winkel in die Maschen (45.).

 

Der Drops war fast gelutscht. Die knapp 2.000 mitgereisten Magdeburger, die zum Einlauf der Mannschaften eine Schal-Choreo mit dem Banner „Blau-Weiße Fussballmacht präsentierten“, hatten allen Grund, in der zweiten Hälfte ordentlich zu feiern.

 

Zwar erhöhte Jena die Bemühungen, doch lediglich Wiezik (75.) und Jovanovic (79.) hatten Großchancen, scheiterten jedoch am Schlussmann der Magdeburger.

 

Der FCM zeigte sich oben auf und hatte Möglichkeiten zum 0:4. Dies ließ jedoch bis zur 86. Minute auf sich warten, als Butzen im Getümmel über Tormann Berbig zum Endstand hob und die Gästekurve in den Himmel erhob.

 

Faden Beigeschmack hatte nicht nur eine weitere Verletzung beim FCM (Marcel Schlosser erlebte nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel in der 67. Minute das Saisonaus), sondern fanden auch mehrere Böller zum Halbzeitpfiff den Flugweg in den Magdeburger Block und verletzten zahlreiche Blau-Weiße, die behandelt werden mussten. Darunter befand sich auch ein Mädchen.



Fazit: Magdeburg hält auch in der schweren Auswärtsaufgabe in Jena den Kopf oben und behauptet die Spitzenposition in der Regionalliga Nordost. Wir freuen uns auf den BFC Dynamo!

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