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DREI Elfmeter - FÜNF Tore - EIN Sieg _ Die Party geht weiter

von Nicole Otremba | 17.04.18 - 22:30 Uhr
Cactus Reisebüro

WAS ... WAR ... DAS ... DENN ... BITTESCHÖN?

Wir sahen einen Club, der das Spiel souverän herunter spielte. Jena hatte nichts entgegenzusetzen. 8.194 Zuschauer auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld schwankten zwischen Frust und Erstaunen. 820 Gästefans feierten einfach 90 Minuten lang und der Jenaer Fanblock imponierte selbst uns mit ihrem (ironischen) Support a la "Man muss sich auch mal selbst auf die Schippe nehmen". Zu Verlieren gab es für sie nichts mehr. Für uns schon. Nun aber von Anfang und da war ne ganze Menge passiert.

Ecke um Ecke 

Das Spiel begann mit einer Eckenparade für Jena. Es gab in den ersten drei Minuten gleich drei Ecken nacheinander, ehe Marcel Costly in den gegnerischen Strafraum eindrang und den Ball knapp über das Tor zog (4.). Eine weitere Ecke folgte für die Gastgeber, aber gefährlich waren sie erstmal nicht. Nach den ersten 10 Minuten zogen wir das Tempo im Spiel an und die Zweikämpfe wurden härter. Schiedsrichter Tobias Reichel hatte bereits gut zu tun und er sollte noch mehr Arbeit bekommen.

Elfmeter um Elfmeter

Nachdem Philip Türpitz im Vorwärtsgang unsanft und rüde gestoppt wurde, das Spiel aber weiterlief, nutzte Marcel Costly die Berührung im Strafraum und kam zu Fall. Der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt und richtig glauben konnte es kein Clubfan. Der FCM und ein Elfmeter? Das gibt es doch in dieser Saison gar nicht. Philip Türpitz trat an und Jenas Torhüter Jo Coppens ließ den Ball abprallen. Zum Glück stand aber Türpitz im Nachschuß goldrichtig und versenkte die Kugel im Nachgang im Netz. 1:0 nach 16 Minuten. 

Im Gästeblock gab es kein Halten mehr. Jubel, Trubel, Heiterkeit und die ersten "Auswärtssieg"-Rufe wurden immer lauter. Die nichtvorhandene Stadionuhr zeigte 20 Minuten Spielzeit und Christian Beck wurde ebenfalls im Strafraum gelegt. Kein Elfmeter, sagte Schiri Reichel und ließ weiterspielen. Wir zweifelten schon daran, ließen unseren Gefühlen aber keinen Freiraum und hofften auf weitere (andere) Tore. Da Costly schon Erfahrung und er immer und immer wieder den Drang nach vorne hatte, zog er wieder in den Strafraum, um seine Schußposition zu finden und wurde erneut gefoult. Erneut zeigte Schiri Reichel auf den Punkt. Wieder trat Türpitz an und dieses Mal machte er es besser und verwandelte direkt zum 2:0 (24.min).

Tor um Tor

Der Club spielte befreit auf. Die Tribüne diskutierte jede Schiedsrichterentscheidung und der Gästeblock feierte weiter. So zogen die Stürmer immer weiter in Richtung Thüringer Strafraum. So auch Christian Beck, der den Ball bekam und diesen nicht mehr hergeben wollte. Er machte einen Haken links und einen Haken rechts und wieder nach links und wieder nach rechts ... da hatte er die Jenaer Abwehr ganz schön schwindelig gespielt und legte sich den Ball auf links, um diesen dann sensationell zum 3:0 zu versenken (35.). Es waren noch 10 Minuten zu spielen und der Club fuhr etwas zurück und ließ Jena kommen. Passiert ist bis zur Pause allerdings nichts mehr.

Der Club stellt die Weichen auf Sieg

Mit einem Pfeifkonzert wurde die Schuldigen (in den Augen der heimischen Fans) in die Kabine verabschiedet. Das Schiedsrichtergespann um Tobias Reichel hatte keinen guten Stand bei den Zuschauern, obwohl sie ihn bereits bei zwei Spielen als Spielleiter hatten.

Nach der Pause hofften die Hausherren auf einen besseren Spielverlauf. Doch Andrè Hainault machte dies gleich nach 2 Minuten, nach dem Wiederanpfiff, zunichte. Eine Ecke von Nico Hammann wurde noch aus dem Strafraum geklärt, doch dann stand Hainault goldrichtig und zog aus dem Rückraum ab. Der Strahl ging direkt ins Tor. 4:0 nach 47 Minuten und das ließ sich der Club natürlich nicht mehr aus der Hand nehmen. 

Da im Spielverlauf nun alle 10 Minuten ein Tor fiel, hatten sich dann die Jenaer gedacht "Och-machen wir doch auch mal Eines" und trafen zuerst den Pfosten. Den Abpraller nutzte aber Maximilian Wolfram, um den Ball im Netz zum zwischenzeitlichen 1:4 (57.) unterzubekommen. Die Hausherren schöpften Hoffnung, doch Costly war der heutige Spielverderber der Jenaer und holte den Elfmeter Nummer DREI heraus.

Völlig berechtigt schritt erneut Philip Türpitz zum Elfmeterpunkt und traf zum 5:1 aus Magdeburger Sicht (60.). Somit war der Torabstand wieder hergestellt und der Club spielte das Spiel dann locker herunter. Auf dem Rasen passierte nicht mehr allzu viel. Einige Foulspiele wurden seitens der Fans mit Unmut bedacht, doch Trainer Jens Härtel schickte ab der 69. Minute seine junge Garde (für Türpitz, Costly und Beck kamen Lohkemper, Pick und Laprevotte) auf den Platz, um Spielpraxis zu sammeln.

Das Spiel ist entschieden _ die Ränge feierten

Zum Ende hin gab es die schönsten Momente auf den Rängen. Beide Fanblöcke direkt nebeneinander supporteten ordentlich. Magdeburg feierte und Jena machte sich über sich selbst lustig. Doch die Art imponierte auch uns und ließ uns etwas schmunzeln. So zählten sie plötzlich von Drei auf EIns herunter und jubelten und klatschen, wie nach einem Tor. Es fiel nur keines. Dann folgte ein "Scheiss FCM" gen unserer Kurve und unsere Fans reagierten mit einer Verneigung und Applaus zurück. Am Ende sangen sie "Gegen Jena kann man mal verlier`n" und hüpften und feierten, als wenn es für sie 5:1 stehen würde.

Unsere Kurve sang dann auch noch "Schiesst ein Tor, Club. Bitte schiesst ein Tor, Club. Denn wir wollen siegen, bis die Fetzen fliegen". Da stand es auch bereits 5:1. Ob es an der fehlenden Anzeigetafel lag, dass man etwas durcheinander war oder einfach dachte, man träumte hier und konnte es nicht glauben? Wir fanden es einfach nur passend und lustig zugleich. 

Fazit

So ein entspanntes Spiel haben selbst wir lange nicht erleben dürfen. Wir bekommen so viele Elfmeter, wie fast in der ganzen Saison, dabei glaubten wir schon, dass wir gar keine mehr bekommen. Die Zeit lief herunter ohne das das Herz einmal aussetzte. Wir fragen uns ... Fand dieses Spiel überhaupt statt oder weckt uns gleich jemand? Egal. Sollte es so sein, dann träumen wir halt einfach weiter.

Bis Samstag! Im HKS.

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