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FCM: Duell der Gefühle benötigt Magdeburger Rückendeckung

von Norman Seidler | 11.03.15 - 17:42 Uhr

Neun Siege in Serie, wer soll den FCM derzeit stoppen? Der ZFC Meuselwitz?

 

Plötzlich war der 1. FC Magdeburg mitten drin im Geschehen. Die Tabellenspitze vor der Brust, denn 27 Punkte wurden heimisch und auswärts gehamstert.

 

Vor der Brust: elf Spiele, das letzte entscheidende Drittel der Saison bricht an und der Club reist zum Angstgegner nach Zipsendorf. Das Duell lautet nicht nur ZFC gegen FCM, sondern auch Demuth gegen Härtel – Mentor gegen Zögling.

 

Ende Oktober ging alles ganz schnell. Marco Kämpfe musste seinen Trainerstuhl in Zipsendorf räumen und war plötzlich arbeitslos. Der ZFC stand mit sieben Punkten Rückstand zum rettenden Ufer mitten im Abstiegskampf. Der 43-Jährige, der zuvor beim FC Carl Zeiss aushalf, brachte es auf eine Amtszeit von sechs Monaten. Die Thüringer zauberten die prompte Lösung aus dem Hut: Dietmar Demuth. Der alte Hase hatte schon den VfL Wolfsburg, den FC St. Pauli, die Braunschweiger Eintracht und den Chemnitzer FC unter seinen Fittichen. Das Glanzstück legte der heute 60-Jährige Querfurter 2009/2010 mit dem SV Babelsberg 03 hin, als er in die 3. Liga aufstieg.

Einer war die ganze Zeit mit dabei und stand dem Trainer von Anfang bis Aufstieg zur Seite. Er ging den Weg gemeinsam, weiß wie Dietmar Demuth tickt.

 

Nun trifft Jens Härtel auf seinen Mentor, mit dem er gut vier Jahre Seite an Seite die Bank drückte, die Taktiken entwarf und die Einheiten leitete. Das Duell Meuselwitz-Magdeburg ist auch ein persönliches Ding, selbst, wenn es beide Trainer verneinen werden. Querfurt gegen Rochlitz, am Freitag um 19 Uhr gilt es.

 

Der ZFC schob seit der Demuth-Beauftragung drei Siege aus acht Partien, davon zwei gleich zu Beginn. Verloren hat Demuth mit seiner Mannschaft jedoch nur zwei Male und trotzte in diesem Jahr bereits den Spitzenkandidaten Zwickau und Nordhausen jeweils ein Remis ab. Platz 14 ist keine tabellarische Genugtuung, doch behalten werden sie ihn, den Dietmar. Die nackten Zahlen zur Bluechip-Arena sind für diese Saison schnell dargelegt: drei Siege, ein Remis, fünf Niederlagen, Zuschauerschnitt 881.

 

Letzte Woche kamen die Zipsendorfer mit einem 0:3 beim Berliner AK unter die Räder. Da gilt es einerseits, wieder zu punkten. Andererseits weiß Demuth, dass er gegen den FCM nichts zu verlieren hat. Genau so holten seine Mannen wohl die beiden Remis gegen Nordhausen und Zwickau. Und genau das darf dem 1. FCM am Freitag unter Flutlicht nicht passieren.



Magdeburg wird in der Pflicht sein und muss punkten, um weiter Feuer im Spitzenrennen der Regionalliga Nordost zu entfachen. Ein Auswärtserfolg hängt nicht zuletzt am Mannschaftskapitän. Marius Sowislo hat seinen kurzfristigen Ausfall vor der Plauen-Partie verkraftet und wird auf dem Platz stehen, um seine Jungs wieder anzuführen. Diese müssen sich nach der etwas faden Plauener-Suppe wieder ganz neu motivieren, um im engen Zipsendorfer Kessel zu bestehen, wo Magdeburg schon so manche Schlacht hergeben musste. Gefragt sind dabei die Fingerspitzen des Trainers Jens Härtel. Was hat er gegen seinen Lehrer aufzubieten?

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