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Sport im Osten - Montagsmail- : 1. FC Magdeburg Historische Chance verkannt?

von MDR Sport im Osten | 31.03.14 - 15:04 Uhr

Lieber 1. FC Magdeburg,

den 2. Juni 2007 werde ich nie vergessen. Mit einem Sieg gegen St. Pauli wäre der 1. FC Magdeburg in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Sekunden vor Schlusspfiff der Ball am rechten Pfosten vorbei. Es blieb beim 1:1. Die Jubelparty wurde abgesagt. Heute weiß man, dass die Weichen auf Jahre Richtung Regionalliga gestellt waren.

Den 30. März 2014 werde ich auch nie vergessen. Sieben Jahre später. Endlich  wieder eine Chance, den 1. FCM auf der Drittligakarte zu verankern. Und wieder platzen die Träume. 1:2 in Neustrelitz. "War ja der Tabellenführer." oder "Kann ja passieren." Diese Sätze waren nach dem Spiel zu hören. Mir haben sie nicht gefallen. Wurde die historische Chance nicht erkannt? Jena hatte noch keinen Investor, Zwickau hat kein Stadion, Hertha II die Hinrunde verbummelt. Und der FCM hat Beck. So ein Toregarant kommt nicht wieder. Natürlich wird er den Klub bei Nichtaufstieg verlassen. Der Rahmen dieser Saison hätte passen können.  

"Es geht nicht um alles"


Andreas Petersen. (Archiv)
Trainer Andreas Petersen hat vor dem Spiel gesagt: "Es geht nicht um alles." Sein Kollege Thomas Brdaric hat sich anders vor seine Mannschaft gestellt: "Ich muss meinem Kollegen widersprechen. Jungs: Dieses Spiel wird die Saison entscheiden." Seine Mannschaft hatte ein klares Ziel. Als der Neustrelitzer Stürmer Jovanovic den schnellen Ausgleich erzielte, wurde das FCM-Dilemma auf dem Platz deutlich. Alles auf Sieg? Oder ist auch ein Unentschieden gut? Die Mannschaft spielte, als wisse sie es nicht. 65 kostbare Spielminuten wurden verschenkt. Die Spielidee fehlte. Und fünf Minuten vor Schluss kassierte der 1. FCM ein brillantes Gegentor. Das kann dann tatsächlich passieren.

Härtel wäre der richtige Mann


Alle Realisten wissen: Die Saison ist weg. Sportdirektor Mario Kallnik muss nun dafür sorgen, dass es bis zum nächsten denkwürdigen Spiel nicht wieder sieben Jahre dauert. Und, dass es beim nächsten Mal erfolgreich ausgeht. Er hat in den letzten Jahren den Gedanken, "Ich bin stolz, für den FCM zu spielen", durch den Leistungsgedanken ersetzt. An dieser Stelle muss der Klub weiterarbeiten. Jens Härtel wäre der richtige Trainer dafür. Er hat beim Berliner AK mit einer klaren Vorstellung vom Fußball überzeugt.

Auf die Anhänger ist Verlass

Der Verein kann sich auf die breite Unterstützung der Anhänger verlassen. Die dürfen sich als einzige Sieger in der schmerzlichen Niederlage fühlen. Neustrelitz war im Ausnahmezustand. 400 Polizisten sicherten das Residenzstädtchen. Und nahmen die Magdeburger Fans schon am Bahnhof in Empfang. Erste Böller flogen. Da stieg ein "Vorsänger" der Magdeburger Anhänger mit einem Megafon auf die Umrandung der Blumenrabatte und hielt ein Brandrede: "Seid Ihr zum ersten Mal dabei? Ihr könnt gleich wieder nach Hause fahren?" Einer der sturmerprobten Mecklenburger Polizisten staunte: "Das habe ich so noch nie erlebt." Es war der Auftakt für einen starken Auftritt der Magdeburger Fans. Auch in der turbulenten Schlussphase blieben die negativen Emotionen nur auf dem Rasen. Respekt dafür!

 

Danke Eik Galley für diese Montagsmail!

 

Quelle: Sport im Osten

 



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