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Ein Spiel mit zwei Gesichtern, aber einem Sieger - Dem Club

von Nicole Otremba | 26.08.17 - 17:30 Uhr
Cactus Reisebüro

Fazit nach diesem Heimspiel in wenigen Worten:

Schneller Wechsel durch eine Verletzung, zwei verschiedene Halbzeiten, viel Frust durch Entscheidungen, viele Chancen und am Ende ein haushoher Sieg. Was vergessen?

Wir arbeiten das Spiel mal auf

An diesem Heimspieltag waren 14.834 Magdeburger Fans im Stadion. Gästefans? NULL. Wenn man die Spielerfreundinnen hinzunimmt, dann konnte man diese an einer Hand abzählen und die Verwandten an der anderen Hand. Gehört hat man sie nur einmal. Beim Gegentor. Aber bis dahin hatte der Club von der ersten Minute alles im Griff.  Die Stimmung auf den Rängen war gut und kam so richtig in Fahrt, als sich gleich ein paar Chancen erarbeitet wurden. Doch dann gab es nach zwei Minuten eine Schrecksekunde. Bei einem Standard wurde Felix Schiller in Richtung Tor gedrückt und knallte ungebremst mit der rechten Hüfte gegen den Torpfosten. Er blieb liegen, musste behandelt werden und Richard Weil lief sich schnell ein. Es war auch relativ schnell klar, dass Felix Schiller nicht mehr weiterspielen konnte. Er wurde, beidseitig gestützt, auch sofort ins Krankenhaus gefahren.

Schneller Wechsel und viele Chancen

Richard Weil kam somit nach 5 Minuten zu seinem Einsatz und keiner auf den Rängen hatte die Befürchtung, dass da irgendetwas anbrennen würde. Er fügte sich auch sogleich ein und die Offensive stürmte weiter nach vorne. Björn Rother versuchte es dann eine Minute später mit einer Bogenlampe aufs Tor und Bremens Torhüter Eric Oelschlägel lenkte den Ball, bevor dieser eingeschlagen wäre, noch zur Ecke. Dann zog Philip Türpitz ab und der Ball knallte an den Pfosten (13.). Türpitz kam richtig in Fahrt und setzte den Ball mehrmals neben das Tor. 

Das Stadion sang weiter und studierte ganz nebenbei sogar noch ein neues Lied ein. Doch dann kippte die Stimmung nach 30 Minuten und die Zuschauerränge kommentierten einige strittige Entscheidungen mit einem Pfeifkonzert. Das war auch der Punkt, an dem Block U das Stadion kaum noch für sich gewinnen konnte, weil der Fokus einzig und alleine dem Geschehen auf dem Rasen galt. Es dauerte knapp 5 Minuten bis das Stadion wieder geschlossen sang und somit das Team anpeitschte. Dann lief es auch wieder und der Run auf das Bremer Tor setzte sich fort.

Verdiente Führung und blöder Ausgleich

Als dann viele schon gedanklich in der Halbzeitpause waren, brachte Tobias Schwede eine Ecke in den Strafraum und der Ball kam zu Dennis Erdmann, der den Ball dann humorlos in die Maschen haute (37.). Er genoss für sich das Tor und das Stadion kochte mal wieder. Doch als wirklich schon viele an der Bratwurstbude standen und die Bestellung aufgaben, passierte Nils Butzen ein Stockfehler und er legte für Thore Jacobsen auf, der das Geschenk dankend annahm und den Ausgleich zur Halbzeitpause markierte.

Plötzlich hörte man den Bremer Anhang und alle schauten verdutzt auf die Tribüne, wo denn der Jubel herkam. Nach diesem Spielverlauf war dies ein vollkommener Schock, doch damit musste das Team nun umgehen. Unverändert ging es in die zweite Halbzeit und dann sahen die Fans auch ein ganz anderes Spiel.

Komplett andere 2.Halbzeit

Bremen kam besser ins Spiel und der Club ließ sich tiefer hinter hineindrängen. Viele kleine Foulspiele der Gäste trugen eher dazu bei, dass die Stimmung auf den Rängen noch mehr angeheizt wurde. Block U versuchte alles, alle Fans wieder mitzunehmen und gemeinsam den Support nach vorne zu treiben, doch durch die Aktionen der Bremer wurde dies immer wieder "unterbunden". Somit gab es nach langer Zeit mal wieder eine Phase im Spiel, wo man merkte, wie es ohne Support des kompletten Stadions ist. So fühlt man sich also in anderen Stadien. Wir sehnten uns nach unserem HKS zurück und mussten aber bis zur 70. Minute warten.

Sturmlauf in den letzten 20 Minuten

Christian Beck verließ zerknrischt und mit sich selbst hadernd den Platz und schickte dafür Julius Düker auf den Rasen. Das brachte plötzlich einen Schwung ins Spiel, welchen keiner erwartet hatte, aber jeder gerne mitnahm. Dann kam auch noch Felix Lohkemper für Tobias Schwede und plötzlich waren die beiden frischen offensiven Leute gefragt. Von der Abwehr her kam ein Ball zu Nils Butzen, der einen Sprint über rechts ansetzte und dann den mitlaufenden Philip Türpitz hinter sich am Rande der Strafraumgrenze sah, den Ball abspielte und zuschaute, wie Türpitz für Julius Düker den Ball auflegte. Düker schob ins leere Tor und brachte somit die 2:1 Führung (77.). Der Jubel war megagroß. Alles feierte, vergoß Bier und freute sich. Bevor der Lautsprecher die Führung durchgab, war es wieder Düker der in den Strafraum zog und gefoult wurde. Schiedsrichter Winter zeigte sofort auf den Punkt. Elfmeter für den Club und Philip Türpitz schob erstmal selbstbewusst Richard Weil und Nico Hammann zur Seite. Er legte sich den Ball auf den Punkt und versenkte diesen ohne Humor in die Maschen (81.). Den wollte er. Den bekam er. 

Späte Weichen auf Sieg

Damit war das Spiel entschieden, doch es gab ja noch Felix Lohkemper, der sich dann dachte, dass er auch noch ein Tor machen wollte, seine Chance in der 91.Minute nutzte und den Ball zum 4:1 versenkte. Bremen war geschlagen und die Magdeburger ließen sich nach Abpff feiern. Zu Recht.

Somit ging der 1.FC Magdeburg mit einem 2. Tabellenplatz in die Landespokalwoche. Am kommenden Wochenende wird Trainer Jens Härtel dann den Spielern den Vorzug geben, die sonst nicht zum Zuge kamen. Am Samstag darauf geht es gegen Hansa Rostock weiter.

Aber heute geniessen wir den Tag, die vier Tore und die drei Punkte.

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