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SIEG im Spitzenspiel - BECKUS mit Durchblick und Durchschlagskraft

von Nicole Otremba | 19.09.17 - 23:00 Uhr
Cactus Reisebüro

Dienstagabend und Spitzenspiel in der MDCC-Arena.

Das lockte auch 16.826 Zuschauer ins HKS und alle hofften, dass die Niederlage in Zwickau aus den Köpfen der Spieler ist. Diese ärgerliche Niederlage, die vielleicht zu einem guten Zeitpunkt kam. Dennoch war diese schwer zu verdauen, denn wie Niederlagen passieren, ist immer die entscheidende Sache. Doch im Spiel gegen Paderborn spielte das keine Rolle mehr. Alles auf Anfang und voller Fokus auf das Heimspiel gegen den Spitzenreiter.

Rotation - Teil ZWEI

Trainer Härtel rotierte gleich viermal in der Startaufstellung. Er nahm Christian Beck, Steffen Schäfer, Dennis Erdmann und Tobias Schwede wieder hinein und ließ einige andere Stammspieler auf der Bank. Die Gefahr, dass Erdmann und Rother sich die fünfte gelbe Karte abholen würden und somit für das Spiel in Aalen gesperrt sind, nahm der Trainer in Kauf. Leider traf dies dann auch ein, aber der Trainer ist dennoch optimistisch. Er hat genug gute Spieler auf der Bank, die ohne Qualitätsverlust ins Spiel rutschen können. So auch heute.

Paderborn mit besserem Start

In der ersten Halbzeit war die spielerische Überlegenheit beim SC Paderborn zu sehen. Der Club stand aber gut und sicher und Jan Glinker parierte wichtige und kritsiche Bälle, die auf das Tor kamen. Gleich nach dem Anpfiff, die Seitenwahl ging leider verloren, zeigte der Club aber, was er wollte. Ein schnelles Tor. Block U war gerade am Einklatschen, da lief Philip Türpitz über rechts und bediente den aussichtsreich startenden Butzen, doch die Abseitsfahne hob sich. Kurz darauf versucht es Türpitz selbst und Leopold Zingere konnte den Ball nur noch wegfausten. Die Konter der Paderborner liefen, wie so oft an diesem Abend, schnell nach vorne und waren gefährlich.

Von den Chancen hatten die Gäste ein Chancenplus, doch etwas anderes erhitzte die Gemüter im Stadionrund. Pfeifkonzerte und wilde Gestiken von den Rängen wurden auf das Spielfeld in Richtung der Paderborner und der Schiedsrichter geschickt. Viele Fouls wurden herausgespielt, mehr für die Gäste. Dennis Erdmann sah nach seinem ersten Foul im Spiel sogleich die gelbe Karte und immer und immer wieder hatten die Gäste den Pfiff auf ihrer Seite. Das erhitzte die Gemüter auf den Rängen und der Support wurde mehrfach durch Pfeifkonzerte unterbrochen.

Das Spiel lief weiter, zur Halbzeit stand weiterhin die Null und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Kurz vor der Pause wurde es noch einmal unruhig, denn zweimal wollten die Anhänger ein Handspiel im Strafraum gesehen haben. Beim ersten Mal hatte Schiedsrichter Benjamin Brand korrekt entschieden und weiterlaufen lassen. Beim zweiten Aufreger waren sich selbst, nach mehrmaligem Anschauen der Wiederholung, die Experten auch nicht einig. Der Arm des Paderborners war schon weiter oben und der Ball sprang komisch vom Körper weg, doch gepfiffen hatte Schiri Brand nicht. All das trug dazu bei, dass die Clubfans mit den Entscheidungen nicht ganz zufrieden waren.

Magdeburg kam in der zweiten Hälfte

Die erste Halbzeit war überstanden. Die Mannschaft motivierte sich in der Kabine selbst. Trainer Jens Härtel lief Gedankenverloren auf dem Platz umher und grübelte. Was wird er personell tun und wie wird er wechseln? Geht noch was nach vorne? Das Team kam unverändert aus den Katakomben. Unter Applaus bereiteten sie sich vor und gingen motiviert in die zweite Halbzeit. Doch auch Paderborn wusste sich zu helfen und nach vorne zu spielen.

Mehrmals kamen die Gäste um Wassey und Co dem Tor immer näher, doch das Tor war wie versiegelt. Und das war auch gut so. Dann klärte erneut Nils Butzen hinten in der Abwehr, will nach vorne gehen, und wird von Herzenbruch förmlich an der Seitenlinie abgeräumt. Der sah daraufhin gelb und der Freistoß wurde schnell von Glinker nach vorne geschlagen. Dann folgte ein Tor, wie aus einem Trainerlehrbuch. Der Ball ging zu Rother in die Mitte, er schob diesen schnell nach links raus zu Michel Niemeyer, der legte sich den Ball zuerst zurecht, sah dann aber Christian Beck rechts von sich im Strafraum stehen und schob den Ball rechts rüber. Damit stand Beckus frei vor Zingerle und schoss den Ball humorlos über den Scheitel ins Tor. Es war die 62. Minute und Beckus machte es mit Durchblick und Durchschlagskraft.

Den Felsbrocken, der von seinen Schultern fiel, den hörte man noch Kilometerweit, doch die Fans feierten ihn ausgelassen. Er genoss und spielte befreit weiter. Durch dieses Tor kam die Lockerheit beim Club zurück und es folgten einige gute Szenen, die zu einem weiteren Tor hätten führen können. Doch ein weiteres Tor erzielte der Club nicht. Die Paderborner aber auch nicht. Sie versuchten es in den letzten Minuten mehrfach, doch die Abwehr stand sicher und Schäfer, Hammann, Weil und Co hauten die Bälle im hohen Bogen nach vorne.

Nach vier Minuten Nachspielzeit erlöste der Abpfiff die mitzitternden Fans und bejubelten danach ausgiebig das Ergebnis und den hart erkämpften 1:0 Sieg gegen den Tabellenführer.

Der Anhang

Block U kam gut in Schwung, doch die Gästefans waren zwar nicht so zahlreich erschienen (ca 250), doch umso lauter. Durch die Pfeifkonzerte wurde der Support in der ersten Halbzeit öfter unterbrochen und Block U musste den Fans wieder einfangen, doch in den letzten 45 Minuten jagte ein Wechselgesang nach dem Nächsten durch das HKS. Sensationell war das Jagen des Ausrufs "FCM" durch die Blöcke und das Stadion. Es wurde lauter und lauter und schneller und schneller. Die Worte überschlugen sich und die Ohren klingelten. DAS war das HKS.

Nun heißt es auch in Aalen an die Grenzen gehen. Ohne Dennis Erdmann und Björn Rother. Die müssen unfreiwillig zu Hause bleiben und dürfen sich das Spiel am Fernsehen anschauen. Doch dafür werden die anderen ihre Chance nutzen.

Nun wird aber erstmal dieser Sieg genossen. Einmal-Immer!

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