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Landespokalsieg für die U19 nach Elfmeterkrimi

von Nicole Otremba | 06.05.18 - 23:30 Uhr
Cactus Reisebüro

Ein Bericht aus der Sicht einer Fotografin und gleichzeitig Anhängerin des 1.FC Magdeburg:

Im Nachgang muss ich sagen, dass ich froh war, den kleinen Umweg über Thale nach Hause gemacht zu haben. Als ich erfuhr, dass das Pokalfinalspiel der U19 in Thale stattfindet, habe ich mal schnell "googlemaps" zu Rate gezogen. Mein Kind hatte zufällig um 13 Uhr ein Spiel in Gernrode. Als mir die Fahrtzeit von "Sie brauchen 13 Minuten" aufleuchtete, wurde meine Familie schnell überredet und so ging es von Sportplatz zu Sportplatz.

Ich brauchte 16 Minuten, was aber an den Sonntagsfahrern lag, die meinten, sie müssten sich mit 60km/h die Landschaft anschauen. Nun gut. Mein Puls raste und als mein Auto stoppte waren bereits 55 Minuten des Pokafinales gespielt.

"Toll" dachte ich mir. Bei einem Stand von 2:2 auf der Anzeigetafel habe ich wohl glatt vier Jubelszenen verpasst. Nun denn. Ich rollte unter den Augen von vielen Magdeburger Fans den Fotokoffer über die Tartanbahn des SV Stahl Thale und begann zu fotografieren. Zwischendurch begrüßte ich noch freundlich den Schiedsrichter Tim Kohnert aus der Ferne. Man kennt sich. Soviel Zeit musste sein.

Das Spiel war ausgeglichen. Schöne Zweikämpfe konnte ich festhalten und dann kurz vor Schluß der regulären Spielzeit ein Abseitstor des Halleschen FC. "Puhhhhh" - Glück gehabt. Eigentlich hatte mein Bauchgefühl mir von Anfang an gesagt, dass es der Club schaffen würde, denn irgendwie war ich öfter beim Spiel gegen den Halleschen FC vor Ort (auf den Nebenplätzen) und ich habe nur Siege fotografieren dürfen. Nun denn ... der Abpff kam und es ging in die Verlängerung.

Schnell den Sitzplatz und Fotoposition gewechselt und so starteten die letzten 2x 15 Minuten Spielzeit. Genug Zeit, um schöne Spielszenen aufzunehmen und auch die Trainerbank zu beobachten, die sich zwischen "Stehen und Hocken und Sitzen" aufgrund der Aufregung nicht so recht entscheiden konnte. Die Spannung konnte man spüren, lautstark wurden die Jungs auf dem Platz angefeuert. "Reden, Leute. Ihr müsst REDEN", war der meistgehörteste Satz von der Seite. Die Jungs pumpten und versorgten sich aufgrund der sommerlichen Temperaturen, immer wieder schnell mit Wasser. Durchhalten, war die Devise.

Dann wurde es lauter auf der Bank des Halleschen FC. Ein Stürmer stemmt sich mit einem Kopfball gegen den Magdeburger Torhüter Maximilian Heidel und bleibt liegen. Der Linienrichter und auch Schiedsrichter pfeift die Situation nicht ab und lässt das Spiel weiterlaufen. Zu Recht. Da ich natürlich meinen Finger auf den Auslöser hatte, konnte ich sogar nach Spielschluß dem Schiedsrichtertrio das Beweisfoto liefern. Kein Elfmeter.

Nach den ersten 15 Minuten der Nachspielzeit, folgten die letzten kräftezehrenden Spielminuten des Landespokalfinales. Auch hier konnten keine richtigen Chancen herausgespielt werden. Die Kraft ließ nach und so kam es, wie es kommen musste. Das undankbare Elfmeterschiessen musste entscheiden.

Dieses bekam ich dann nur im Rücken mit, denn die Kamera auf den Trainer und Betreuerstab gerichtet, reichten mir die Reaktionen, ob der Ball drin war oder nicht. Torwart Heidel hielt gleich den ersten Ball, dadurch war ein Matchpoint bereits gelegt. Als alle Magdeburger trafen und auch ein Hallenser nicht zum 5:5 ausgleichen konnte, war der Matchball da. Der Schuss danach brachte dann alle Dämme zum Brechen und es gab kein Halten mehr.

Jubel-Trubel-Heiterkeit beim 1.FC Magdeburg. Diskussionen mit Schiedsrichter und Spielern auf der anderen Seite. Dennoch stand man sich bei der Siegerehrung Spalier und bedachte sich gegenseitig mit Respekt. So soll es sein.

So hatte sich der Ausflug nach Thale für mich und meinen Anhang dann doch noch gelohnt. Ich hatte wieder einen Sieg fotografieren dürfen, habe glückliche Spieler und einen noch glücklicheren Anhang gesehen, die ihre Sprösslinge mit Kuchen und Küsschen bedachten.

So nah dabei zu sein hat halt auch Vorteile. Und da ich weiß, dass die Jungs immer total happy sind, wenn sie die Bilder bei uns abrufen können, habe ich meine Nachtruhe halt einfach mal gekürzt und bis Mitternacht an den Bildern gearbeitet. Verrückt? Nein. Es ist ein geliebtes Hobby.

Schöne Woche noch!

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