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DAS GIBT ES DOCH NICHT - Fragwürdige Entscheidungen kosten Punkte

von Nicole Otremba | 15.04.17 - 17:00 Uhr
Cactus Reisebüro

OHHHHH NÖÖÖÖÖÖÖ ...

... Gedanken sammeln ... Gedanken sortieren ... Enttäuschung pur ... ein Spielbericht aus der Fanbrille.

Kurz nach Abpfiff

... kommen mir strahlende Rostocker Fans entgegen. Das Schiedsrichtertrio wird mit Applaus verabschiedet. Applaus der dankbaren Sorte. Die Spieler von Hansa Rostock feiern und deren Trainer Christian Brandt spricht davon, dass sie es eigentlich verdient hätten, hier zu gewinnen. Ich stutze, gehe in mich und grübele. Bin ich hier im richtigen Stadion? Haben wir das gleiche Spiel gesehen und was bitte hat Herr Stark heute hier gepfiffen?

Wir spulen zurück ...

... vor Spielbeginn sind wir noch optimistisch. Zweitausend verrückte Magdeburger Anhänger fuhren an die Küste, um ihren Verein wieder bis aufs Letzte anzufeuern. Der Rest schaute zu Hause. Die Rostocker freuten sich auf dieses Spiel, kamen doch mit 20.400 Zuschauern so viele Fans ins Stadion, wie sie es in dieser Saison noch nicht erlebt hatten. 

Die Anfeuerungen waren dementsprechend laut. So kannten wir es bisher nicht bei Auswärtsspielen. Da der Gästeblock genau neben dem Heimfanblock ist, ist so in Deutschland schon einmalig und trägt nicht gerade zur optimalen Fantrennung bei. Unsere Fans gaben dennoch alles und feuerten ihre Jungs auf dem Platz ordentlich an. Der Club selbst fand schwer ins Spiel. Die Rostocker stellten sich nicht nur hinten rein, sondern versuchten immer ihren Offensivmann Stephan Andrist ins Spiel zu bringen. Unsere Offensive um Christian Beck, Tarek Chahed, Tobias Schwede und Michel Niemeyer konnten die Bälle nicht entscheidend nach vorne drücken. Rostocks Torwart Schuhen hatten gut zu tun, aber auch keine arg gefährlichen Bälle zu halten.

Nach diesen 20 Minuten stellte Trainer Härtel dann um und ließ Schwede mit Niemeyer die Positionen tauschen. Sogleich ging es besser nach vorne, doch es folgten die Minuten, wo eher das Schiedsrichtertrio alle Aufmerksamkeit auf sich hatte. Zweimal wurde Christian Beck von den Beinen geholt, es ertönte kein Pfiff. Auch Chahed wurde kurz darauf umgestoßen. Wieder kein Pfiff. Unsere Fans außer sich. Das Spiel lief weiter und als wir die 4. Ecke nach 38 Minuten auf das Tor bringen, war wohl ein Rostocker per Hand am Klären. Doch wieder kein Pfiff. Ärgerlich und mit zusammengezogenen Augenbrauen geht es in die Pause. Diskussionen unter uns brandeten auf. 

Noch mehr Fragezeichen in Halbzeit Zwei

Wir kommen richtig gut aus der Kabine, schieben den Gegner tief in die eigene Hälfte und kreiieren Torchance um Torchance. Ab der 60. Minute war es nur eine Frage der Zeit bis wir doch noch zum Erfolg kommen. Und wir sollten Recht behalten. Kurz vor unserem Tor hatte aber Rostock mit einem Vorstoß schon eine Großchance. Doch danach lief der Ball nach vorne und plötzlich stand Christian Beck frei vor Schuhen und schob den Ball links ins Tor ein (67.).

Dann folgte das Herzrasen. Das Spiel drehte sich. Rostock rannte an und wir zogen uns wieder tief hinten rein und verteidigten bis aufs Blut. Blut sollte nicht fließen, aber die gleiche Farbe wurde dann von Schiedsrichter Stark gezückt. Glatt Rot für Tobias Schwede. Stark entschied auf Handspiel im Strafraum. Es sollte die nächste Fehlentscheidung sein, aber als Tatsachenentscheidung stand dies nun fest und wurde nicht rückgängig gemacht. Leopold Zingerle entschied sich dann für die falsche Ecke und Hansa Rostock kam so zu ihrem Ausgleich (77.).

Dann schickte Härtel Felix Schiller auf das Feld. Wenigstens den Punkt halten und mitnehmen. Ärgerlich war es dennoch. Um uns herum jubelten und feierten sie. Wir saßen völlig enttäuscht auf den Plätzen und konnten es nicht glauben. Wieder die Führung nicht über die Runden gebracht. Wieder Punkte liegen lassen. Zudem Tobias Schwede für mehr als ein Spiel verloren und Kapitän Marius Sowislo ist mit seiner 5. gelben Karte auch gesperrt.

Abpfiff

Die Spieler diskutieren mit dem Schiedsrichter. Kurz darauf holte sich das Trainerteam die Jungs zum Kreis zusammen. Spricht mit ihnen. Sie gehen mit gesenktem Kopf zur Gästekurve, wo die Anhänger lauthals singen "OHHH FC Magdeburg - OHHHHHH FCM - stets an deiner Seite gehen wir durch dick und dünn ... ". 

Wir ringen gerade mit unseren Gefühlen. Zwischen Wut, Ärger, Enttäuschung und der Realität wissen wir, dass wir nicht geträumt haben, das Tobias Schwede die Karte absitzen muss und wir sogar noch um den 4. Platz (für die direkte DFB-Pokalteilnahme) bangen müssen. So eng ist es in der Liga. Die Trainer sitzen bei der Pressekonferenz. Rostocks Trainer Brandt meinte, er hätte hier heute verdientermaßen gewinnen müssen. Härtels Enttäuschung über den Verlauf kann man an seinem Gesicht ablesen. 

Und als wir dann noch von einem Hansaanhänger hören, dass das Ergebnis eigentlich vor Beginn egal gewesen ist und sie aber so uns Magdeburger in die Liga halten können, um die Zuschauer wieder ins Stadion zu bekommen, dann würden wir am liebsten aus dem Raum rennen. Darauf, dass wir anderen Vereinen das Stadion füllen sollen ... darauf können wir nun wirklich keine Rücksicht nehmen.

Danke Liga 3.

Wir fahren dann mal nach Hause. Vielleicht ist das Kontingent der Elfmeter ja doch nicht aufgebraucht und es gibt vielleicht doch keine Absprache bei den Schiedsrichtern untereinander und es gibt einen Fußballgott, der Vereine belohnt, die auch den Hinterbau für eine Liga 2 haben.

Macht`s gut. Auf ein Neues gegen Großaspach. 

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