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Eine Niederlage haut uns nicht um - Sie macht uns STÄRKER

von Nicole Otremba | 15.09.17 - 23:00 Uhr
Cactus Reisebüro

Es passte heute irgendwie alles nicht richtig zusammen.

Der Weg nach Zwickau war Nervenaufreibend und lange. Gerade noch pünktlich zum Anpfiff konnte dann das Spiel beginnen. Beide Fanlager haben eine Choreo vorbereitet und der Blick auf die Aufstellungen ließ die Diskussionen aufkommen. Drei Änderungen hatten die Trainer vorgenommen. In die Startelf sind Kapitän Marius Sowislo, Felix Lohkemper und Julius Düker hereingerutscht. Zu Hause blieben überraschenderweise Florian Pick und Tobias Schwede. Reine Rotation?

Rotation

Aufgrund des anstehenden Spitzenspiels gegen den SC Paderborn, konnte man mit einer Rotation rechnen, aber Punkte abschenken wollte man definitiv nicht. Das dieses Spiel gegen den zweitplatzierten 1.FC Magdeburg nur 7.951 Zuschauer ins Stadion lockte (darunter 1.500 Magdeburger) ließ sogar den Trainer am Ende des Spiels nicht kalt. Er hätte gern ein ausverkauftes Haus gehabt, aber wie soll man noch mehr Zuschauer ins Stadion bekommen? Vor allem gegen wen? Zuschauerprobleme haben wir nicht, aber in diesem Spiel hatten wir Probleme bei der Durchschlagskraft. 

Das Spiel begann und die Fans erwarteten ein Chancenfeuerwerk gegen die Westsachsen. Die hatten sich allerdings die Taktik "Tief hinten drin und hohe und weite Bälle nach vorne" auf die Fahne geschrieben. Vorne stand ein schneller Stürmer und so wollte man den Club auskontern. Die Tore fielen allerdings durch Standards. Nicht gut verteidigte Standards. Von Flachpassspiel war da wenig zu sehen. Der 1.FC Magdeburg versuchte es wenigstens, doch wurde immer und immer wieder gestört.

Standards

So begann das Spiel ganz anders und man ahnte schon nach dem frühen 0:1 Rückstand (22.) das es hier schwer werden würde. Das Tor entstand durch eine der vielen Standards. Der Ball kam und rauschte durch die Stationen in der Abwehr durch und fand den Weg ins Tor. Der Jubel auf den Rängen groß, die Stimmung auf den Rängen kurzzeitig etwas lauter, doch der Magdeburger Fanblock gab weiterhin den Ton an. Trotz Rückstand. Das Gefühl ließ einen nicht los, dass man hier noch was holen könnte. Dies war aber scheinbar der Muntermacher, denn nun kamen die Magdeburger besser ins Spiel. Die Pässe ging von Station zu Station und wurden dann leider von der vielbeinigen Abwehr hoch und weit in den Zwickauer Nachthimmel geklärt.

Hoch und Weit vs Flachpassspiel

Als Magdeburger ist dies schon ungewöhnlich gewesen, dass so viele Bälle immer heruntergholt werden mussten. Die Bälle versprangen, sie wurden von den Zwickauern nach vorne gebolzt und sollten dort verwertet werden. Auf unserer Seite versuchten es auch Lohkemper, Düker und Türpitz, doch alle erwischten einen gebrauchten Tag. Das Miteinander passte nicht und Christian Beck fehlte. Dieser musste sich das von der Bank aus anschauen und sah den Ball auch, nach einer Ecke der Zwickauer, wieder im Tor. Der Eckball wurde hereingespielt, in den Rückraum geschlagen und dann aus der zweiten Reihe aufs Tor abgezogen. Da ein weiterer FSV Spieler allerdings bei Schußabgabe im Abseits stand, wurde das Tor nicht anerkannt (35.min). Glück für den Club auf dem Rasen, auf der Tribüne ging das Pfeifkonzert los. Der Schuldige war nun immer der Schiedsrichter.

Der Club kam weiterhin schleppend ins Spiel. Durch einige Unterbrechungen ließ das Schiedsrichtergespann dann auch noch etwas nachspielen, was die Gemüter noch mehr erhitzte, als ein Zwickauer Zuschauer eine Schiripfeife herausholte und zur Halbzeit pfiff. Da machten sich schon einige auf den Weg zur Würstchenbude. Doch das Spiel lief weiter und der Club bekam den Ball plötzlich doch noch über die Torlinie, nachdem mehrfach dieser von Torlatte, Pfosten oder Spieler vor der Torlinie gerettet wurde (45.).

Niederlage

In der Pause hofften die Magdeburger Anhänger, dass man diesen Rückstand noch aufholen konnte. Der Support ließ stimmungsmäßig nicht nach, man brachte etwas Licht in den dunklen Nachthimmel von Zwickau und blau-weiß war plötzlich auch im Stadionrund die dominierende Farbe. Dennoch lagen die favorisierten Magdeburger zurück und das sollte sich ändern. Dafür holte Trainer Härtel auch zum Doppelwechsel Christian Beck und Gerrit Müller an die Linie. Doch bevor sie aufs Feld kamen, mussten sie mit ansehen, dass der FSV Zwickau auf 3:1 erhöhte (63.). Nun begann das Anrennen. Aber wieder klärten Latte oder die Gegnerabwehr zielstrebig und ließen am Ende geknickte Clubspieler auf dem Rasen zurück.

Kurz vor Schluß bekam Beckus auch noch den Bodycheck von B.B. Bahn zu spüren, der heftig austeilte und ihm eine dicke Schläfe verpasste. Das Auge schwoll an, er musste zur Behandlung vom Platz und betrat diesen erst wieder, als der Schiedsrichter die Niederlage mit dem Abpfiff besiegelte. 

Fazit

Was bleibt nach der Enttäuschung zu sagen? Zuerst einmal ist noch nichts verloren. Es erinnerte einiges an Großaspach und an Energie Cottbus, als wir zu Regionalligazeiten mit einer indiskutablen Leistung dort 0:3 unterlagen und Schützenhilfe für Cottbus leisten wollten, der Abstieg von Energie aber dennoch nicht verhindert werden konnte. Und an Großaspach erinnerte uns dieses Spiel, weil durch Standards Tore erzielt wurden, die so wahrscheinlich nicht nochmal vorkommen werden. Der Club wurde eiskalt erwischt und alle sind wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Es war eine harte Landung, aber vielleicht auch gut. 

Doch aus der Fanbrille betrachtet bleibt uns nur Eines noch abschließend zu sagen: Musste es ausgerechnet gegen Zwickau sein? 

Wir freuen uns auf Dienstag. Da kommt der SC Paderborn in die MDCC-Arena. Wiedergutmachung ist angesagt. Vor einer großartigen Kulisse werden sich ihren Fehler wieder wettmachen wollen.

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