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Ernüchterung in Karlsruhe - Mangelnde Chancenverwertung kostet Punkte

von Nicole Otremba | 29.10.17 - 21:00 Uhr
Cactus Reisebüro

Leider war auch dieses Auswärtsspiel nicht erfolgreich. Wir möchten allerdings ein paar persönliche Worte mit dem Spielbericht kombinieren, denn heute war irgendwie alles anders.

"Der Wind, der Wind, das himmlische Kind"

Ja, der Wind hatte uns den Spieltagssonntag etwas durcheinander gewirbelt. Nachdem unser Wecker um 4 Uhr morgens klingelte und wir als Team mitten in der Nacht unabhängig voneinander nach draußen schauten, bogen sich Bäume und Äste. Es stürmte ohne Unterlass und sogar mitten in der Stadt konnte man die Naturgewalt spüren. Die Wetterwarnungen rissen nicht ab. Der Deutsche Wetterdienst sorgte zudem mit Pushnachrichten dafür, dass man dies auch nicht überlas und die Warnung stand im Raum "Gehen Sie nicht unnötig nach draußen".

Da standen wir nun und schauten und die Sorgenfalten hinterließen Furchen im Gesicht. Wir wussten, dass hunderte Clubfans sich gemeinsam auf den Weg machten, um unseren Club siegen zu sehen. Doch wir sind in uns gegangen und haben für uns selbst und unsere Familien entschieden, dass wir uns dieser Gefahr nicht aussetzten. Gleichzeitig hofften wir auch, dass alle heile im Wildparkstadion ankamen, die sich dieser Gefahr doch stellten. Mit zerissenen Gefühlen stellten wir unsere Taschen beiseite.

Getrennt und doch vereint

Der Wind hatte uns dennoch zusammengetrieben, wir sind unserer Arbeit nachgegangen und haben alle möglichen Kontakte genutzt, um euch zu informieren. Wir hoffen, es ist uns irgendwie gelungen. Glaubt uns, auch uns blutete das Herz, als wir unseren Club nur von der Ferne anfeuern konnten. Nicht weniger aufgeregt waren wir, als unser Team in Rückstand geriet und wir hofften, dass uns noch dieses eine Tor gelingen würde. Wir waren mental nicht zu Hause, in den sicheren vier Wänden ... wir waren irgendwie doch fast selbst im Wildparkstadion.

Unsere Clubfans, die zahlreich erschienen sind, sangen und feuerten unser Team an, so dass man erneut ein Heimspiel daraus machte. Es ging durch durch Mark und Knochen, diese Stimmung, die auch uns immer und immer wieder Gänsehaut verursacht, sprang zu uns über und wir zitterten. Die Bilder trudelten nur so bei uns ein. Ein Dank an Alle, die uns an diesem Auswärtsspiel teilhaben ließen. Das hat es uns alles etwas einfacher gemacht und unser "schlechtes Gewissen", was wir eigentlich nicht haben sollten, weil die Vernuft siegte, wurde doch etwas kleiner.

Erneute Niederlage bringt Ernüchterung

Der Club zaubert leider heute auch wieder nicht so, wie wir ihn zu Beginn erlebten. Karlsruhe stürmte von Beginn an und als wir die ersten Minuten überstanden, da kamen wir besser ins Spiel. Doch freistehend vor dem Karlsruher Tor schaffte es Björn Rother nicht, den Ball im Netz zappeln zu lassen. Auch weitere Möglichkeiten blieben ungenutzt. Ein hohes Bein und ein Tritt mit dem Stollen in den Oberschenken von Christian Beck ließ uns zusammenzucken. Beck spielte durch, doch das Hämatom wird kommen.

Dann kurz vor der Pause der Rückstand. Mist. Wieder so kurz davor und wieder ein Anrennen. Das taten sie dann auch in der zweiten Hälfte, doch der Ball wollte nicht ins Tor. Stattdessen nutzten auch die Karlsruher ihre wenigen Chancen und vergaben diese, hier noch ein Tor zu erzielen.

Am Ende blieb es bei einer Niederlage. Der Karlsruher SC hat mit seiner bisher besten Leistung auch uns in die Knie gezwungen und verursachte die dritte Niederlage in Folge für den 1.FC Magdeburg. Wenn man auf die nächsten Gegner schaut, dann wird es mit Wiesbaden und Köln auch nicht einfacher.

Doch was wir hier noch schreiben wollen. Von diesem Spiel wird es ja nun keine Bilder geben. Ja, auch wir sind untröstlich, aber wir hatten uns entschieden. Vielen Dank an alle Fans, die unsere Entscheidung akzeptierten. Vielen Dank an alle Clubfans die vor Ort waren und uns die Stimmung nach Magdeburg gebracht haben. Wir werden am kommenden Wochenende wieder für euch vor Ort sein. 

Gedanken zum Club

Sollten einige Medien von "Krise" sprechen, denen sei gesagt ... Meister sind noch nicht vom Himmel gefallen. Es wussten alle unbewusst, dass der Saisonstart schon irgendwie etwas Magisches hatte und jeder weiß, dass wir auch noch mit Niederlagen leben müssen. Doch wenn diese kommen, dann tun sie dennoch weh. Klar, hatten wir uns mehr erhofft, aber nun ist der Club wieder angekommen, wo er herkommt. Wir sind halt ein Arbeiterverein und erarbeiten uns Punkt um Punkt. Und unsere Spieler sind gewillt wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Das werden sie auch schaffen, denn sie haben ein funktionierendes Trainer- und Betreuerteam an ihrer Seite. Nach jedem Tief kommt ein Hoch.

Der Sturm zieht vorüber ... die Sonne kommt raus ... so wird auch unser Club wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

Geduld, liebe Freunde. Habt Geduld!

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