
Schwach, Krampf, 1. FC Magdeburg! Knüpft da jemand an die Hinrunde an? Am heutigen Abend verlieren die Kicker von Ronny Thielemann mit 1:0 bei Schlusslicht Energie Cottbus II und haben damit ihre schwache Form aus der Hinserie unterstrichen.
Gleich zu Anfang der Knaller in der Aufstellung: Dawid Krieger, der Stürmer der Magdeburger, der in der Hinrunde magere vier Tore erzielte und nicht gerade mit Sprintqualitäten glänzte, auf der linken Außenbahn als Flügelflitzer.
366 Zuschauer "verirrten" sich ins Stadion der Freundschaft. Fünf Minuten verspätet muss Schiedsrichter Pflaum zur Pfeife greifen: FCM-Anhänger in verspäterer Anreise.Auf Seiten der Cottbuser ein lockeres 4-4-2 System von Trainer Vasile Miriuta, dessen Sohn Marco im Mittelfeld ran darf. Dazu als linker Verteidiger der Ex-Chemnitzer und Neuzugang René Trehkopf.
Beide Mannschaften starten wenig spektakulär. Die erste Möglichkeit für die in Rot spielenden Gastgeber durch Andy Hebler via Freistoß aus 23 Metern. Dieser geht gut zwei Meter am Kasten vorbei (4. Minute).
Danach lange Zeit nichts. Die Partie plätschert vor sich hin und nur wenig lichte Momente im Spiel beider Mannschaften. Das erste "Schüßchen" des FCM kommt von Neuzugang Jovanovic von der rechten Strafraumseite, doch sein Ball rollt links am Tor vorbei (20. Spielminute).
Das Spiel bisher total offen, kaum Ideen oder gar Chancen aus beiden Mittelfeldabteilungen.
Die größte Möglichkeit in Hälfte eins hat Patrick Bärje (33. Minute) für Magdeburg, der im Flügelwechsel mit Dawid Krieger steht. Er kann aus rund sechs Metern Tordistanz links vor dem Kasten von Marvin Gladrow abschließen, doch der Keeper im gelben langärmeligen Gewand ist per Fußabwehr zur Stelle und kassiert den Ball danach mit den Händen ein.
Drei Minuten später nochmal Jovanovic mit einem scharfen Querpass von rechts, doch Gladrow entschärft direkt im Tiefgang.
Letzte erwähnenswerte Möglichkeit vor dem Seitenwechsel ist ein Kopfball von Max Süßenbach in der 37. Minute, der gut drei Meter links am Tor von Matthias Tischer vorbeimarschiert.
Richtig schwache Halbzeit von beiden Teams, doch wer dachte "es muss doch jetzt besser werden", hatte sich verdammt getäuscht.Den Wiederanpfiff verschlafen die Magdeburger in den weissen Trikots direkt. So erobern die Cottbuser den Ball und von rechts entert die Flanke hoch in den FCM-Strafraum. Noch ehe Tischer einschreiten kann erfolgt der Pfiff von Markus Pflaum, der die Partie kleinlich pfeift: Elfmeter.
Marco Kurth zieht den zum Kopfball hochsteigenden Andy Hebler an der Schulter, der Elfmeter korrekt.
Diesen verwandelt der gefoulte dann auch selbst: Tischer springt zwar in das linke Toreck, kann aber nicht mehr an den Ball gelangen. Konsequenz: das 1:0 für Cottbus II in der 46. Minute.
Ein Aufbäumen des 1. FC Magdeburg danach Mangelware. Ohne Leidenschaft preschen einige Spieler zwar nach vorn, können aber oft nicht auf Mithilfe zählen. Hervorzuheben ist der Kampf von Velimir Jovanovic, der als einziger den vollen Willen zeigte. Doch der beste Magdeburger wird in der 77. Minute ausgewechselt.
Die Cottbuser spielen folgerichtig zurück gezogen und lauern auf Konter, sind aber selbst spielerisch nicht in der Lage den Sack zu zu machen.
Beim FCM kann man noch einen Fernschuß von Tobias Becker aus der 64. Minute erwähnen. Der Abschluss kommt nach einer Wright-Flanke von rechts zu stande, die im Rückraum bei dem Spieler mit der 6 landet. Doch er trifft den Ball nicht optimal und somit nur ins Toraus.
Spiel- und niveauentsprechend haut Jovanovic einen Freistoß aus rund 25 Metern Torentfernung aus halblinker Position in der 73. Minute in die Cottbuser Mauer.
Eine Minute später kommt FCM-Kapitän Hackenberg nach einer Becker-Ecke von rechts an den Ball. Doch sein Abschluss rauscht durch den Strafraum in das linke Toraus.
In der letzten Minute geht auch der Schuß von Wright gut zwei Meter am Tor von Gladrow vorbei.
So bleibt es beim 1:0 für Cottbus, dessen Sieg heute Abend am meisten stört. Diese Partie hatte keinen Sieger verdient und war ganz schwach. Die rund 230-250 Magdeburger Anhänger applaudierten der Mannschaft beim Gang in die Kurve...
Eine Pressekonferenz nach dem Spiel gab es nicht. Am Ende besser so?
Die Elf von Vasile Miriuta hat nun Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben getankt und hätte bei einem möglichen Abstiegskampf einen Big Point gelandet.
Beim FCM dürfen sich die Neuzugänge schon einmal an hängende Köpfe gewöhnen. Nächste Chance für die Kicker von der Elbe ist das Heimspiel gegen den FC St. Pauli II am Sonntag, den 26.02.2012.