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Glinker, Glück und jede Menge Leidenschaft - Auswärtssieg in Unterhaching

von sportfotos-MD | 01.04.18 - 12:06 Uhr
Cactus Reisebüro

Unterhaching - Vor 5.000 Fans im Alpenbauer Sportpark entführt Blau-Weiß einen extrem dreckigen, aber ebenso wichtigen Auswärtssieg. Das goldene Tor erzielte Philip Türpitz zwölf Minuten vor dem Ende nach Vorarbeit der kurz zuvor eingewechselten Marcel Costly und Felix Lohkemper. Jan Glinker hielt den Club in der ersten Halbzeit durch mehrere ganz starke Paraden im Spiel. Durch die rote Karte für Welzmüller (nach Notbremse gegen Düker) wechselte das Momentum in Richtung Magdeburg.

Einer der am häufigsten auf Pressekonferenzen genutzte Satz lautet, dass die Trainer ein Spiel mit verschiedenen Halbzeiten gesehen haben. Heute gab es ein Paradebeispiel dafür. Komischerweise fiel dieser Satz diesmal nicht auf der PK. Härtel musste auf die angeschlagenen Handke (Adduktoren) und Weil (Oberschenkelprobleme) verzichten. Beim vierten Spiel in 11 Tagen stellte unser Coach entsprechend häufig um. 

Blau-Weiß hatte durch Nico Hammanns Freistoß zwar die erste Gelegenheit des Spiels (6.). Nachdem dieser knapp am Pfosten vorbeistrich spielte im Anschluss nur noch die Spietvereinigung. Der omnipräsente Sascha Bigalke bediente nach gut zehn gespielten Minuten Hain, der den Ball aus zentraler Position über das Tor jagte. Fünf Minuten später war es der Mittelfeldmotor der Rot-Blauen persönlich, der nach Vorarbeit des Ex-Dresdners Müller die lange Ecke nur um Zentimeter verpasste. Mit dem frühen Pressing der Bayern hatte der Club allerhand Probleme. Entlastungsangriffe waren Mangelware. Stattdessen hatte Haching durch Hain (25.) und durch Bigalke weitere Möglichkeiten (33.) Eine Minute später war es dann passiert. Kiomourtzoglous Schuss aus der zweiten Reihe konnte Glinker nur prallen lassen. Bigalke war zur Stelle und schob ein. Die Fahne war zu unserer Freude oben - Abseits. Tendenziell war es wohl eher gleiche Höhe. Schwein gehabt Blau-Weiß. Allerdings hatte Schiedsrichter Dingert zuvor einen klares Foul an Pick nicht mit Elfmeter geahndet. Also doch so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit. Bis zur Pause konnte sich der Club noch einige Ecken erarbeiten, die aber alle im Nichts verpufften. Sekunden vor dem Pausengong war es wieder Glinker, der überragend einen Hain-Schuss entschärfte.

In der 49. Minute ereignete sich dann die wohl spielentscheidende Szene, als Welzmüller den enteilten Düker nur per Notbremse stoppen konnte und von Dingert glatt rot sah. Unterhachings Trainer Claus Schromm reagierte sofort und brachte mit Taffertshofer für Außenstürmer Porath einen defensiven Spieler. Blau-Weiß hatte nun die Hoheit im Mittelfeld ohne aber zwingende Szenen herausspielen zu können. Einzig Türpitz konnte Königshofer prüfen (67.). Dann setzte ein heftiger Hagelschauer ein. Kurz nachdem dieser durchgezogen war, bediente der nur eine Minute zuvor eingewechselte Lohkemper Türpitz, der seinen linken Torpedo für seinen 11. Saisontreffer ins Hachinger Netz beförderte. Nicht nur im Himmel brauchen alle Dämme, sondern auch im mit ca. 1.300 Kehlen sehr gut gefüllten Magdeburger Bock. Mit Herz und Leidenschaft brachten unsere Jungs diesen Sieg über die Runden. Es war kein schönes Spiel, aber aufgrund der immer enger werdenden Abstände des Spitzen-Quartetts extrem wichtig.

Am nächsten Sonnabend haben wir im direkten Aufstiegsduell den SC aus Karlsruhe vor der Brust. Bis dahin - Sport frei. 

Die Stimmen der Trainer:

Jens Härtel:

„Unter dem Strich haben wir einen glücklichen und dreckigen Arbeitssieg gelandet. Wir wussten im Vorfeld, dass die Trauben hier sehr hoch hängen. Auch für mich persönlich – es war mein 10ter Anlauf gegen Unterhaching. Die neun davor habe ich ob als Spieler oder als Trainer alle verloren. Die rote Karte in der zweiten Halbzeit hat uns sicherlich in die Karten gespielt. In der ersten Halbzeit war Unterhaching schon die bessere Mannschaft und hatte die klareren Möglichkeiten. Bis auf die Elfmetersituation und ein Standard haben wir da zu wenig angeboten. Es war das vierte Spiel in 12 Tagen – das schüttelt man nicht so ohne weiteres weg. In der zweiten Hälfte wurde das Spiel von unserer Seite ein bisschen besser, ohne dass es jetzt richtig gut war. Nach dem Wechsel haben wir mehr Speed reingebracht, Druck aufbauen können und in der Phase auch das Tor machen können. Am Ende haben wir alles rausgepresst und wir nehmen hier einen glücklichen Sieg mit. In dieser Phase ist es aber egal ob glücklich oder nicht."

Claus Schromm:

"Gratulation an Magdeburg zum Sieg. Sie haben jetzt schon drei Punkte mehr als am Ende der letzten Spielzeit. Die erste Halbzeit war bis auf den Halbzeitstand richtig gut von uns. Mit der roten Karte hat sich dann das Spiel gedreht. Mit der Power die bei Magdeburg von der Bank kommt, hat Magdeburg dann am Dreier geschnuppert. Wenn man bei der ersten Halbzeit am Ende als Verlierer vom Platz geht, darf man sich nicht beschweren. Es war nett und schön, aber nicht ekelhaft und nicht effektiv. Wir haben uns einfach nicht belohnt. Außer schöne Aktionen und einigen Großchancen war es zu wenig. Am Ende des Tages muss der Ball halt drin sein. In sofen toi, toi, toi für Euch."

 

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