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Himmelblau gegen Blau-Weiß - Konzentriert und Geschlossen zum Erfolg?

von Nicole Otremba | 30.11.17 - 21:28 Uhr
Cactus Reisebüro

Drei Spiele Sperre und 1.500 Euro Strafe. So lautete das Strafmaß, welches in dieser Woche beim 1.FC Magdeburg ins Haus flatterte. Betroffen war und ist unser offensiver Mittelfeldakteur Philip Türpitz. Gerade ins Spiel gekommen, durfte er nach einer sehr kurzen Zeit wieder den Platz verlassen. Somit kann er vor der Winterpause leider kein Spiel mehr bestreiten und muss auch leider beim Auswärtsspiel in Chemnitz zuschauen.

Zum Zuschauen verdammt

Philip Türpitz, der Neuzugang, der endlich seine Mannschaft um sich gefunden hat und spielerisch aufblüht. Am meisten freute er sich auf die Partien gegen seinen alten Arbeitgeber, dem Chemnitzer FC. Doch nun ist er leider zum Zuschauen verdammt. Er wird seinem neuen Verein beide Daumen drücken, dass endlich ein Sieg in Chemnitz eingefahren werden kann. Das war in den letzten beiden Jahren ja nicht der Fall. Beide Auswärtsspiele waren Punkteteilungen (0:0 und 1:1). In Magdeburg ein gesetzter Mann, war er in Sachsen doch zusehends auf der Reservebank wiederzufinden.

Der Chemnitzer FC im wiederholten Umbruch

Man setzte alles auf die Karte und verlor (fast) alles. In der letzten Saison lebte man etwas über den eigenen Verhältnissen. Gute Spieler kosten Geld und dieses ging den Chemnitzern dann unweigerlich aus. Der sportliche Erfolg kam nicht, obwohl der Kader gut bestückt war. Die Geldprobleme wurden sogar ein Politikum und spaltete die Stadt. Die Stadt gab eine Finanzspritze, doch die Probleme blieben. Der Spruch "Der Letzte macht das Licht aus" passte zum wiederholten Male, doch sie standen immer wieder auf und das Licht blieb an.

Nach der Saison gingen die Spieler. Die Probleme blieben. Stammspieler wie Alexander Bittroff (zu KFC Uerdingen), Berkay Dabanli (Rot-Weiß Erfurt), Anton Fink (Karlsruher SC), Björn Jopek (Würzburger Kickers), Dennis Mast (Würzburger Kickers) und auch Tim Danneberg (VfL Osnabrück) suchten sich neue Arbeitgeber. Sie verließen das "sinkende" Schiff, denn keiner wusste so richtig wie es weitergeht. Die sportlichen Ziele waren verpasst, der Verbleib in Liga 3 aber (sportlich) gesichert.

Zur neuen Saison wurden junge, unverbrauchte Spieler verpflichtet, die auch in den finanziellen Rahmen passten. Um Topspieler Daniel Frahn laufen nun ehemalige Regionalligaspieler auf. Aber auch Okan Aydin (kam aus Erfurt) und Fabio Leutenecker (MSV Duisburg) schlossen sich den Sachsen an.

Weiterhin unruhige Zeiten in Chemnitz

Aus den Schlagzeilen kam der Chemnitzer FC allerdings nicht. Auch jetzt ist neben der sportlichen Krise auch von einer Führungskrise die Rede. Der Vorstand tritt zurück und will den Verein dadurch wieder in ruhigeres Fahrwasser bringen. Die Lizenz konnte mit finanziellen Nachweisen nun erstmal gesichert werden. Sportlich gesehen müssen sie sich allerdings strecken.  Nachdem Horst Steffen, ein erfahrener Trainer, das Ruder am 01.07.2017 übernahm, hoffte man auf die sportliche Wende. Doch der Verein ist weiterhin stark gefährdet in die Abstiegszone zu rutschen.

Gegen die ostdeutschen Konkurrenten allerdings sahen sie bisher immer gut aus. Und so ist es auch für unseren 1.FC Magdeburg mehr als gefährlich.

Bitte kein Zwickau 2.0

Kommen wir also zu unserem Club. Sportlich und auch finanziell läuft es bei unseren Blau-Weißen. Der 2. Tabellenplatz ist schön und möchte auch nicht mehr hergegeben werden. Doch es gab auch Rückschläge. Eher Nackenschläge. Niederlagen wie in Großaspach und gegen Karlsruhe können wir noch unter "passiert mal" einstufen. Doch der Auftritt in Zwickau war mehr als indiskutabel. Viele erinnerten sich damals an die Auswärtspartie bei Energie Cottbus. Stark abstiegsgefährdet suchten die Cottbuser nach ihrer Form und fanden beim 1.FC Magdeburg plötzlich das Tor und gewannen 3:0 gegen eine Clubmannschaft, die komplett neben sich stand. Aufbauhilfe Ost?

Zwickau stand in dieser Saison auch ganz unten drin, als der Blau-Weiße Tross nach Sachsen fuhr. Bei richtig kaltem Wetter gefror einem auch das Gesicht ein, als das Spiel eine Wendung nahm, die keiner hatte voraussehen können. Eine Niederlage, die nicht hätte passieren dürfen. Spielerisch nicht schön anzusehen flogen die Bälle nur hoch und weit durch das Zwickauer Stadion. Kurzpassspiel am Fuß? Fehlanzeige. Der Club versuchte, wurde aber gestört und musste die Punkte dort lassen.

Unser Club ist unbesiegbar ...

Gleiches kann nun auch in Chemnitz passieren. Doch hoffen und denken wir, dass die Mannschaft so gestärkt ist, dass man das eigene Spiel durchziehen kann. Können tun sie es. Zeigen sollen sie es uns auch.

Trainer Härtel muss nur auf Philip Türpitz verzichten, ansonsten sind alle wieder fit. Die Krämpfe bei Christopher Handke sind raus und auch Christian Beck hat seine kleineren Blessuren überstanden. Richtige Fußballer wollen halt spielen. Und unser 1.FC Magdeburg hat ein Ostduell vor der Nase, was noch einmal mehrere Prozentpunkte extra herausholt.

Unvergessen sind zudem die Gesangseinlagen, die die Magdeburger Fans irgendwie in Chemnitz immer präsentieren. Ob es ein Minutenlanges "Unser Club ist unbesiegbar..." nach Spielschluß oder ein sponantes "Döpp-Döp-Döp" nach dem nichtgegebenen Tor für die Hausherren ist. Der Block ist voll, er singt und hüpft und macht einfach gute Laune.

Achja ... der Gästeblock ist wieder ausverkauft. Sangesfreudig sind sie immer noch und hüpfen dürfen sie ja auch. Na dann!

GEBT ALLES! Für die 3 Punkte.

Sport Frei!

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