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Party Nummer DREI kann starten - Der Pokalsieger heisst 1.FC Magdeburg

von Nicole Otremba | 21.05.18 - 19:45 Uhr
Cactus Reisebüro

Pokalfinale im Germerstadion

Das altehrwürdige Heinrich-Germer-Stadion war Austragungsort des diesjährigen Pokalfinales des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt. Nach den Partywochen wurde der Fokus noch einmal ganz klar auf den Pokalsieg gelegt. Dafür hat der Trainer Jens Härtel gesorgt.

Nachdem alle verreisten Spieler wieder wohlbehalten in der Landeshauptstadt zurückgekhert sind, wurde seit Mitte der letzten Woche wieder trainiert. Das Pokalfinale gegen den Oberligisten 1. FC Lok Stendal stand auf dem Programm und man sollte sich immer vor unterklassigen Gegnern hüten. Auch wenn die Stendaler noch um den Klassenerhalt kämpfen, so war die Motivation natürlich eine ganz Andere. Der Club konnte mit dem Pokalsieg den Titel Nummer 12 sichern. Die Stendaler hätten ihren vierten Triumph feiern können. Geklappt hat es nicht. Das Ergebnis am Ende liest sich knapper, als der Spielverlauf zeigte. Doch beide durften sich bereits vor Anpfiff über die Teilnahme im DFB Pokal freuen.

Das letzte Spiel der Saison

Tiefstehende Stendaler ließen den Club kommen und wollten dann über Konter ihre Chance nutzen. Mit viel Ballbesitz versuchten die Magdeburger auch immer wieder den Ball in die Offensive zu spielen, doch ein Fünfer-Abwehrriegel verhinderte dies (immer wieder). So versuchten es Marcel Costly, Florian Pick und auch Christian Beck, den Ball hinter Torhüter Lukas Kycek zu bringen. Die 3.800 Zuschauer mussten sich somit in Geduld üben. Der fehlende Support von Block U wurde durch einige sangesfreudige Clubfans versucht zu kompensieren, doch die stimmgewaltige Front fehlte. 

Stürmer Niclas Buschke sorgte zudem immer wieder für Gefahr im Magdeburger Strafraum, da der kleine, wenige Stürmer keine Scheu vor den Drittligakickern hatte. Doch nach einer halben Stunde durften die anwesenden Clubfans endlich jubeln. Pick brachte den Ball über die linke Seite in den Strafraum, wo Beck dann zur umjubelten Führung vollendet (29.). Danach gleiches Spiel. Wieder Pick über die linke Seite, aber dann waren die Stendaler aufmerksamer und klärten den Ball rechtzeitig aus dem Strafraum.

Bis zur Pause hatte der Club gefühlt 80% Ballbesitz. Immer und immer wieder spielten sie hinten herum und suchten die Anspielstationen. Stendal stand tief in der eigenen Hälfte und haute die Bälle aus der Gefahrenzone. Der Club versuchte es mit feinem Doppelpassspiel, Stendal mit langen und weiten Bällen. Zum Ende der ersten Halbzeit änderten dann auch die Magdeburger ihr Spiel und brachten das ein- oder andere Mal lange Bälle in die Spitze. Leider weiterhin ohne Erfolg.

Knappe Führung zur Pause, trotz überwiegenden Ballbesitz

Nach der Pause kamen die Härtelschützlinge dann motiverter aus der Kabine. Der Ball wurde im Minutentakt vor des Gegners Tor gespielt, doch entweder vergaben Beck und Co knapp oder Stendals Torwart Kycek vereitelte die Torchance. Doch dann hätte es prompt durch einen eigenen Fehler zum Ausgleich kommen können. Dennis Erdmann, heute in der Innenverteidigung zu finden, mit einem Stockfehler und plötzlich war Buschke mit Ball an ihm vorbei. Auch Torwart Mario Seidel wurde umrundet, doch Erdmann rannte zurück und den Torschuß von Buschke fing Erdmann noch vor dem Übertreten der Torlinie ab und klärte diesen lässig an der Torauslinie und hielt ihn im Spiel (59.). Das war aber mit die größte Chance, die der Club zuließ. 

Auf unserer Seite hatte Philip Türpitz dann vier Minuten später die Möglichkeit sich in die Torschützenliste einzutragen (63.). Er startete in den Strafraum, ließ zuerst einen und dann einen zweiten Gegenspieler aussteigen, doch statt eines Schussversuches, versucht er auch Nummer Drei zu umrunden. Er scheiterte und der Ball war weg. Er haderte mit sich und dem Spielgerät, kam nicht so recht ins Spiel und zu seinen Chancen. Denn auch zwei Minuten später versuchte er einen Freistoß an der Mauer vorbei ins Tor zu zirkeln, doch Kycek ahnte die Ecke und fing den Ball (66.). 

Magdeburg mit Minimalaufwand zum Erfolg

Es folgten dann in regelmäßigen Abständen die Wechsel in beiden Teams. Stendals Trainer Körner zog dreimal die Möglichkeit, Trainer Härtel hingegen wechselte nur zweimal aus. Die Ersatzbank zudem nicht voll besetzt und mit einem "Rückkehrer", denn Co-Trainer Silvio Bankert war auf dem Spielerbogen zu finden. Auf dem Feld immer wieder das gleiche Bild. Der Club rannte die Abwehr an, es gab Torchancen, doch Kycek war zur Stelle. So liefen die Minuten im Germerstadion herunter. Schiedsrichter Tim Kohnert hatte letztendlich nur einmal die gelbe Karte gegen unseren Kapitän Marius Sowislo zeigen müssen und pfiff nach 93 Minuten die Partie ab.

Der Club gewann das Pokalfinale verdient, wenn auch "nur" mit 1:0. Gefährdet war dieser Sieg eigentlich nicht. Hätte der Patzer von Erdmann doch zum Gegentor geführt, hätten wir wahrscheinlich einen Club erlebt, der mal kurz das Tempo angezogen hätte und dann auch mit Wucht und Willen ein weiteres Tor gemacht hätte. So hatten die Spieler auch nach 93 Minuten genug Kraft, um gleich in die Kamera zu lächeln und den Pokalsieg zu feiern. Feiern können sie, denn das haben sie in den letzten Tagen und Wochen schon oft zelebriert. 

Aufsteiger - Drittligameister - Pokalsieger

Nun heisst es Abschied nehmen. Abschied nehmen von einer überaus erfolgreichen Saison und einigen Spielern. Es geht in die Sommerpause. Eine Sommerpause die sich Trainer und Spieler verdient haben, die aber die Fans überhaupt nicht mögen. Doch es steigert die Vorfreude auf das was kommt ... eine neue Saison mit neuem Kader und in einer neuen Liga.

Bis dahin. Sport Frei.

Sport Eleven
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