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Von der Leichtigkeit des Seins - Meppen entführt einen Punkt

von Nicole Otremba | 27.01.18 - 17:00 Uhr
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Nach dem Spiel gab es die obligatorische Pressekonferenz. Untermalt wurde diese durch Kabinenmusik und Gesängen der Meppener Mannschaft, die im Raum nebenan ihren Punkt feierten. Trainer Jens Härtel stellte sich den Fragen der Journalisten und verteidigte seine Jungs. Meppens Trainer Christian Neidhart lauschte den Worten und grinste erstmal leicht in sich hinein. Auch er war, wie seine Mannschaft, glücklich über den gewonnenen Punkt. Härtel analysierte die taktische Marschroute und alle hörten angespannt zu. Doch dann sprang sogar Herr Neidhart seinem Trainerkollegen in die Bresche und fragte ernsthaft, warum man soviel Negatives an der Mannschaft des 1.FC Magdeburg sucht. Wenn man den Platz gesehen hat, dann weiß man, warum die Bälle hoch und weit durch die Arena geflogen sind.

Doch auch eine Frage wurde "indirekt" gestellt "Wo ist diese Leichtigkeit geblieben?" 

Vom Ende ganz nach vorne und wieder auf Anfang

Vor dem Spiel waren die Magdeburger Fans noch alle positiv gestimmt. Das Team wollte ihre Niederlage aus Erfurt wieder gutmachen. So strömten auch knapp 15.000 heimische Fans in die Arena. Endlich ist die Winterpause vorbei und es geht wieder los. 

Man erwartete den Club, den man in der Hinrunde sah. Man hatte das Jubeln im Ohr und die Lobeshymnen auf den Lippen. Doch das Spiel begann und es war alles wieder mal anders. Zum Einen war der Aktionstag der Fanszenen in ganz Deutschland. Man protestierte 12 Minuten still gegen die Vorstöße des DFB. Ohne Fanutensilien und ohne Stimmung. Somit glich die Partie zu Beginn einem Testkick der besseren Art. Nach 12 Minuten setzte dann aber der Support der Magdeburger ein. Laut und lauter wurden die Anfeuerungen durch die Arena getrieben. 

Hin. Her. Hin. Her. Hin. Her.

Das Spiel wurde besser. Die Clubspieler spielten nach vorne und Meppen stand tief hinten drin. Immer wieder verloren sie Bälle, aber eroberten diese wieder und es ging nach vorne. Meppen verteidigte mit Mann und Maus. Doch richtige gefährliche Torchancen gab es lange nicht. Erst nach 26 Minuten ging der Ball von Julius Düker knapp links am Torpfosten vorbei. Danach weitere Möglichkeiten, doch die Hundertprozentige fehlte im Spiel. Es blieb beim torlosen Unentschieden zur Pause und alles hoffte auf die Initialzündung in der zweiten Halbzeit.

Dennis Erdmann ließ dann alle im Stadion aufspringen. Sein Schuß landete allerdings am linken Dreiangel und der Ball flog wieder zurück aufs Feld. Wenn es nicht klappt, dann auch mit Pauken und Trompeten. Das Spiel selbst drehte sich dann plötzlich und Jan Glinker musste rettend eingreifen, als er den Ball mit den Fingern auf die Torlatte und das Netz lenkte (53.). Das war knapp. Doch es wurde kurioser. Die Bälle wurden reihenweise verloren, die Pässe landeten am Fuß des Gegenspielers und zu guter Letzt wurden Flanken geschlagen, die ins Seitenaus gingen.

Kein Happy End

Die Fans auf den Tribünen wurden unruhig. Die Schiedsrichterentscheidungen kleinlicher und so heizte sich die Stimmung unfreiwillig von ganz alleine auf. Es folgten Foulspiele um Foulspiele. Freistöße um Freistöße, aber die 100%igen Chancen hatten eher die Gäste auf ihrer Seite. Das der Ball nicht ins Tor ging hatten sie auch einem gut aufgelegtem Jan Glinker zu verdanken. Er vereitelte die wenigen, aber gefährlichen Situationen und hielt uns im Spiel.

Vorne bekamen aber auch Tobias Schwede und Philip Türpitz nichts in die richtigen Bahnen gelenkt, die für Julius Düker und Michel Niemeyer in die Partie kamen. Die Zeit verrann und Meppen spielte auf Zeit. 

Wir fassen uns heute mal kurz. Das Spiel endete Unentschieden und wir haben keine Tore gesehen. Wir haben einen Punkt und es steht das nächste Auswärtsspiel in Würzburg auf dem Programm. Leichter sieht anders aus.

Und was ist mit unserer Leichtigkeit? 

Diese unerträgliche Leichtigkeit, die unsere Spieler auf den Rasen zauberten und den Magdeburger Anhänger verzückten?

Wir suchen mal nach dieser und hoffen, dass wir schnell fündig werden.

Herr Härtel? Bitte übernehmen Sie!

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