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Weil erlöst permanent anrennenden Club gegen Münster

von Christian Stolze | 10.03.17 - 21:22 Uhr
Cactus Reisebüro

Richard Weil beschert dem FCM vor 17.741 Zuschauern bei Flutlicht einen perfekten Start in die englische Woche. Der Münsteraner Stephane Tritz rutscht in der 67. Minute Tarek Chahed unglücklich in die Beine. Schiedsrichter Florian Heft zeigte sofort auf den Punkt. Richard Weil versenkte den Strafstoß absolut souverän links oben im Eck. Genau so muss ein Elfer geschossen werden - keine Eierei, einfach die Pille mit Schmackes ins Glück.

Jens Härtel brachte im Vergleich zum letzten Wochenende den genesenen Kath für den gesperrten Schwede. Laprevotte kam gegen seien Ex-Verein zu seinem Startelfdebut und ersetzte Löhmannsröben. Taktisch gesehen rutschte Niemeyer auf die Schwede Position und Kath gab den linken Flügelstürmer - das nach dem Abgang von Ernst bewährte 3-4-3 System. Benno Möhlmann ließ defensiver spielen als in der letzten Partie und musste zudem die gesperrten Rizzi und Schwarz ersetzen.

Beide Teams starteten sehr diszipliniert in die Partie. Das Geschehen spielte sich bis zur 15. Minute fast ausschließlich zwischen den Strafräumen ab. Dann hatte Niemeyer einen Geistesblitz und schickte Tarek Chahed auf die Reise. Sein Sololauf endete erst kurz vor Schulze Niehues im Münsteraner Tor - Chahed hatte sich den Ball etwas zu weit vorgelegt und konnte so durch einen Verteidiger entscheidend am Torschuss gehindert werden. Münster stand sehr tief und machte es dem FCM sehr schwer vor das Tor zu kommen. Man fühlte sich ein wenig an das Mainz-Spiel erinnert. Der letzte Pass war stets zu ungenau und die Flanken von Butzen, Niemeyer und Handke gingen alle in die Wüste. Becks Torschuss aus der Drehung war für Niehues aber auch kein Problem (21.). Und Münster??? Die Adler hatten nach 35 gespielten Zeigerumdrehungen ihren ersten Torschuss durch den bei einer Ecke aufgerückten Innenverteidiger Schweers. Zingerle hatte keine Probleme den Ball aus der Luft zu fischen. 

RW
Weil haute den Ball mit Autorität in den linken Winkel.
Unverändert gingen beide Teams in die zweite Halbzeit. Blau-Weiß operierte weiter vorzugsweise mit hohen Bällen und die Münsteraner lauerten auf Konter. Jens Härtel: "In der Zweiten wollten wir immer weiter Druck machen und sind aber durch unnötige Ballverluste in einige Konter gelaufen. Wenn es dumm läuft, liegen wir da hinten und es wird ganz schwer das Spiel wieder zu drehen." In der spielentscheidenden 67 Minute foulte Tritz dann Chahed und Richard Weil traf vom Punkt für drei Punkte.

Alles in allem war es ein dreckiger aber extrem wichtiger Sieg für Blau-Weiß, bevor es am kommenden Dienstag zur Reserve von Werder Bremen geht.

Die Stimmen der Trainer:

Benno Möhlmann (Münster):

„Für uns ist es grundsätzlich momentan so etwas schwierig die Auswärtssituation anzugehen, da wir auch in den vergangenen Spielen nicht so erfolgreich waren. Wir haben heute eine gute defensive Kompaktheit gehabt, die sich in der zweiten Halbzeit sogar noch verbessert hat und wir noch aggressiver angelaufen sind. Unter dem Strich haben wir sehr wenig zugelassen. Meine Jungs haben gut gekämpft und haben durch einen unglücklichen Elfmeter die Partie verloren. Unglücklich deshalb, weil er einfach beim Abstoppen wegrutscht und einem Spieler der aus dem 16er herauslaufen will in die Beine rutscht. Die Regeln keinen in dieser Situation leider kein Ausrutschen. Insofern kann ich mich da nicht beschweren, dass der Schiri so entschieden hat. Der Sieg war aus Magdeburger Sicht aber auch verdient, da ein großes Bemühen da war. Wir hätten aber ein Unentschieden mitnehmen können, wenn diese eine Situation nicht gewesen wäre." 

Jens Härtel (Magdeburg):

"Es war für uns ein eminent schwieriges Spiel, bei dem Münster noch tiefer stand als wir es eigentlich erwartet haben und uns die Spielkontrolle überlassen haben. Ganz viele Lösungsmöglichkeiten hatten wir nicht – einige gute haben wir herausgespielt, aber nicht genutzt. Wir wollten immer wieder zwischen die Linien kommen, was uns nicht immer geglückt ist. Insgesamt haben wir in der ersten Halbzeit defensiv aber auch gar nichts zugelassen und die Konter unterbunden. In der Zweiten wollten wir immer weiter Druck machen und sind aber durch unnötige Ballverluste in einige Konter gelaufen. Wenn es dumm läuft, liegen wir da hinten und es wird ganz schwer das Spiel wieder zu drehen. Irgendwie sind wir dann für unser engagiertes Spiel belohnt worden. Aufgrund der Platzverhältnisse sah es nicht immer gut aus – wichtig war, dass wir gewonnen haben. Gegen eine tief stehende Mannschaft ist es eben nicht ganz einfach sich Chancen am Fließband zu erarbeiten."

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