2.400 Clubfans erleichtert nach späten Ausgleich in Mannheim

Eindrücke vom Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim

2.400 Clubfans erleichtert nach späten Ausgleich in Mannheim

02.02.2020von Nicole OtrembaFußball
2.400 Clubfans erleichtert nach späten Ausgleich in Mannheim

Die Stimmung schwankte sehr oft während der Partie. Von Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt. Auf beiden Seiten. 

Vor der Partie hatten viele Magdeburger Anhänger noch Bauchschmerzen. Nach dem Auftritt unserer Elf im letzten Heimspiel wollte man wieder ein Chancenfestival sehen. Natürlich auch Tore. Es wurde während der Woche viel gesprochen und diskutiert. Am Ende zählen die Punkte, die der Club dann sammeln kann. Der Druck war dementsprechend groß.

Die Aufstellung war demnach so keine Überraschung. Trainer Wollitz ersetzte nur den gelbgesperrten Timo Perthel und brachte Leon Bell Bell in die Partie. Dieser machte seine Sache auch sehr gut. Am Rest änderte er nichts und gab den gleichen Spielern wieder die Chance sich zu beweisen. Mannheim dagegen stand mit stolzer Brust auf dem Rasen und wollte die Serie ausbauen und das achte Spiel in Folge nicht ohen Punkte sein. 

So gaben alle von Beginn an richtig Gas. Die Fangruppierungen auf den Tribünen und auch die Spieler auf dem Rasen. Und da hatte der Club gleich die besseren Chancen, doch der Ball wollte einfach nicht über die Linie, sondern schrammte knapp am Torpfosten vorbei. Zu schön wäre es gewesen. Dennoch half es alles nichts. Es kamen weitere Flanken und Bälle in die Box, die jedoch schnell vereitelt wurden. Kurz darauf folgte eine Phase, wo der Schiedsrichter zeigen wollte, dass nach seiner Pfeife gespielt wurde. Er verteilte schnell viele gelbe Karten und nahm so den Zündstoff aus der Partie.

2.400 Magdeburger sangen und hüpften ohne Unterlass. Doch sie konnten ihrem Team auch nicht unter die Arme greifen und den Ball ins Tor schiessen. Das Blatt wendete sich und plötzclich musste Morten Behrens auf der Hut sein. Doch die Abwehr vor ihm und er waren auf der Höhe und vereitelten gute Chancen der Hausherren. Mit einem 0:0, was für die Clubfans eindeutig zu wenig war, ging es in die Halbzeit.

Danach legte das Wollitz-Team los wie die Feuerwehr. Druck auf den Gegner. Schnelles Pressing. Pässe von rechts, Pässe von links. Flanken in den Strafraum, doch das Glück fehlte. Und wenn es auf dem Feld gut für uns lief, dann kam immer wieder der Nackenschlag. Und dieser ereilte uns wieder. Schneller Konter der Hausherren über die linke Seite und dann ein Pass auf den, völlig freistehenden, Sulejmani, der an Behrens den Ball ins Tor schob. Entsetzen bei den Clubfans. Jubel bei den Mannheimern. Eine Chance. Ein Tor. Es war zum Verzweifeln. Mit "FCM Erwache"-Rufen wollten sie ihr Team zurückholen, doch die nächsten Minuten waren zerfahren. Immer und immer wieder spielten die Mannheimer auf unser Tor zu, doch auch soe neigten zu verfrühten Abschlüssen und Fehlpässen. 

Das stärkte unsere Jungs dann wieder, die gerade in den letzten Minuten fast sekündlich auf des Gegners Tor zuliefen. Doch unsere Verzweiflung wurde immer größer, denn aus aussichtsreichen Positionen fand der Ball den Weg nicht ins Tor. Erst als die letzte Minute anbrach und wir schon mit gesenktem Haupt die katastrophale Rückfahrt vor Augen hatten, kam es zu einem schnell ausgeführten Freistoß, der in den Strafraum zu Manni kam. Der sah sich zu vielen Gegenspielern gegenüber und legte zurück zu Sören Bertram, der an Timo Königsmann rechts vorbei ins Tor traf. Ausgleich in der letzten Spielminute. Und es gab noch eine Nachspielzeit, die sogar noch zum Lucky Punch gereicht hätte, aber ... 

Es blieb beim Unentschieden. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen und der Club muss nun Punkt um Punkt sammeln und weiterhin den Blick nach unten haben. 

Am Ende lächelten doch viele mitgereiste Fans. Einen Punkt gerettet. Wenigstens etwas. Man ist ja mittlerweile schon mit wenig zufrieden.

Na dann ... der Blick geht zum nächsten Spiel.

Die Stimmen nach dem Spiel:

Einmal-Immer.