Auswärtsniederlage - Club ohne Fortune in Würzburg

23. Spieltag der 3. Liga der Saison 2017/2018: FC Würzburger Kickers gegen 1.FC Magdeburg 1:0 (1:0)

Auswärtsniederlage - Club ohne Fortune in Würzburg

03.02.2018von Sportfotos-MDFußball
Auswärtsniederlage - Club ohne Fortune in Würzburg

Würzburg - Vor 6.670 Fans verliert der 1. FC Magdeburg mit 0:1 am Würzburger Dallenberg. Den Siegtreffer machte Orhan Ademi per Elfmeter für die Kickers, nachdem Christopher Handke den fränkischen Außenstürmer Göbel im Sechzehner gefoult hatte (42.). Handke brachte es nach dem Spiel wie folgt auf den Punkt: "In unserer aktuellen Lage ist es symptomatisch, dass wir so ein Spiel durch einen Elfmeter verlieren."

Erste Halbzeit

Beide Trainer rotierten dreimal im Vergleich zur Vorwoche. So brachte Jens Härtel Schiller, Türpitz und Schwede für Schäfer, Düker sowie Rother. Auch taktisch wurde auf das bisher so erfolgreiche 3-4-3 gewechselt. Die Teams hatten zu Beginn viel Respekt vor der jeweils gegnerischen Offensivpower. Würzburg wollte sich nicht wie im Hinspiel früh überrumpeln lassen. Und der Club agierte auch eher abwartend. So hatten beide Teams in der ersten halben Stunde nur jeweils eine gefährliche Möglichkeit. Niemeyer traf nach langem Pass von Weil nur das Außennetz (7.). Der Würzburger Müller setzte einen Freistoß aus 25 Metern rechts neben das Glinker-Gehäuse (12.). Die nächste blau-weiße Gelegenheit hatte Nico Hammann ebenfalls per Freistoß. Sein mit viel Effet getretener Ball ging knapp links vorbei (30.). Keeper Drewes wäre aber wohl zur Stelle gewesen. Bei diesem sehr umkämpften Kick übernahm in den letzten fünf Minuten vor der Pause Würzburg das Kommando. Traf Baumann noch das Außennetz (40.), war es dann zwei Minuten später passiert. Ademi schickte Glinker in die falsche Ecke und versenkte einen Foulelfmeter sicher flach rechts. Mit dem Abpfiff der ersten Halbzeit setzte der über rechts durchgebrochene Ahlschwede im Rücken der Abwehr Wagner in Szene. Seine Volley-Abnahme krachte knapp am Tor vorbei in die Bande.

Zweite Halbzeit

Zur Pause wechselte Härtel Neuzugang Costly für Hammnann ein, der nicht seinen besten Tag erwischte. Taktisch stellte er auf eine Viererkette um. In den ersten zehn Minuten nach dem Wechsel hatte der Club durch Schiller und Erdmann auch gute Ausgleichsmöglichkeiten. Danach war dann Würzburg aber dem entscheidenden 2:0 näher als Blau-Weiß dem Ausgleich. Gefühlt verpufften 75 % der potentiellen Möglichkeiten durch Standards durch zu kurze Bälle, die eine leichte Beute für die roten Verteidiger waren. Unsere Jungs agierten einfach zu einfallslos oder machten es wie Düker in der 84. Minute zu umständlich, als er sich aus aussichtsreicher Position im Strafraum noch den für den Pass auf den doppelt gedeckten Beck entschied. In Summe behalten die Kickers die drei Punkte nicht unverdient auf ihrem Dallenberg.

Nächsten Sonnabend empfängt der Club das nächste formstarke Team - zu Gast ist dann der SC Preußen Münster (3 Siege in Folge) im HKS.

Jens Härtel (Magdeburg):

„Es war ein sehr intensives Spiel, gerade in der ersten Halbzeit, in der wir schon unsere Sorgen und den ein oder anderen Ballverlust hatten. Würzburg hat immer wieder gut umgeschaltet, aber große Chancen hat sie jetzt auch nicht. Wir haben dagegen vor allem im letzten Drittel zu viele Bälle verloren, um Torgefahr zu erzeugen. Dann hatte sich das Spiel eigentlich ein Stück beruhigt und nach dem Ballverlust von Felix Schiller haben wir die Situation eigentlich gut verteidigt. Der Spieler steht dann mit dem Rücken zum Tor und kann da eigentlich nicht viel machen – durch den Elfer gehen wir dann mit 0:1 in die Pause. In der zweiten Halbzeit hatten wir deutlich mehr Ballbesitz und Würzburg hat deutlich tiefer verteidigt. Wir haben leider keine deutlichen Situationen mehr herausspielen können. Würzburg hat leidenschaftlich verteidigt und am Ende das Spiel gewonnen."

Michael Schiele (Würzburg):

„Das Spiel hatte sehr viele Zweikämpfe. Der Schiedsrichter hatte sehr viel zu tun gehabt und hat bis zum Ende seine Linie durchgezogen. In der ersten Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht und viele Ballgewinne im offensiven Bereich gehabt. Hinten haben wir Nichts zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir etwas tiefer gestanden und nur eine Chance für den Gegner zugelassen. Große Chancen hatten wir bis auf Kai Wagner auch nicht mehr. Am Ende war es ein verdienter Sieg."