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Heimniederlage trotz Führung

24.10.2020von Nicole OtrembaFußball
Blickrichtung Tabellenende - Heimpleite gegen Wiesbaden

Wir trudeln weiterhin in Richtung Tabellenende. Nach dem Heimsieg gegen Türkgücü gab es mal ein kurzes Aufatmen. Doch die Niederlage in Verl tat schon richtig weh und die verlorenen Punkte gegen Wiesbaden schmerzen noch mehr.

Gegen Wiesbaden begannen wir dieses Mal mit unserem Kapitän Christian Beck und Luka Sliskovic. Adrian Malachowski nahm an diesem Tag angeschlagen auf der Tribüne Platz. Ebenfalls nicht im Kader war Florian Kath, der eigentliche Hoffnungsträger. Die Spieler auf dem Zettel waren so schlecht nicht und sie begannen munter gegen den SV Wehen Wiesbaden, der im letzten Spiel den KFC Uerdingen vom Platz gefegt hatte.

Wir hielten wirklich gut dagegen. Wiesbaden kam nicht zu ihrem gewohnten Spielaufbau und wir erspielten uns mehrere Chancen. Der Ball selbst wollte allerdings nicht ins Tor. In den ersten Minuten hatte sich das Stadion aber schon jemanden ausgeschaut, den sie bei jedem Ballkontakt mit Pfiffen belegten. Torwart Tim Boss. Er verzögerte, er ließ sich Zeit. Viel Zeit. Das gefiel keinem der 3.600 Fans hier im HKS. Hinzu kam aber auch die Schiedsrichterleistung, der fast gar nichts für uns abpfiff. Wiesbaden lag am Boden, ein Pfiff. Wiesbaden diskutierte. Ein Pfiff. Die Abseitsfahne saß auch bei uns lockerer. Es war zum Haare raufen. Daher mussten es die Spieler irgendwie selbst richten.

Nach einem torlosen Unentschieden zur Halbzeit begannen beide Teams zu drücken. Wiesbaden war aber Durchsetzungsstärker. Dennoch holten wir mal einen Freistoß heraus. Luka Sliskovic schoss diesen auch super in den Strafraum und Korbinian Burger kam angerauscht und schob den Ball ins Netz. Riesiger Jubel hier in der Arena. Doch der Gegner legte nochmal einen Zahn zu.

Dann kam leider das was kommen musste. Wir ließen sie kombinieren und das geht immer schief. So auch in diesem Spiel. Die Zugriffe kamen zu spät, es war eine reine Abwehrschlacht. Alle halfen hinten aus. Doch als es dann für Wiesbaden zweimal klingelte und wir hinten lagen, da versuchten wir es immer wieder mit den langen Bällen in den Strafraum. Diese wurden aber auch immer wieder geklärt und oft entstand daraus noch ein gefährlicher Konter.

Am Ende gab es wieder eine Heimniederlage. Der Zuschauerschwund lässt sich wohl nicht mehr aufhalten. Mal sehen, wie lange wir überhaupt noch Zuschauer hier begrüßen dürfen. 

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass es nichts Neues gibt. Spielerisch haben wir bessere Spieler als in der letzten Saison auf dem Platz. Doch das Ergebnis passt nicht. Die Hoffnung schwindet. Man versucht sich selbst immer wieder aus der Negativdenke herauszuziehen, doch man könnte sich selbst immer wieder ein 2-Euro-Stück ins Phrasenschwein stecken.

Haste Scheisse am Fuss - Haste Scheiss am Fuss. 

Wird Zeit, dass die Scheisse endlich mal abgekratzt wird. Aufbauen und dann in Mannheim irgendwie was holen. So hoffen wir von Spieltag zu Spieltag.

Sport Frei.