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Auswärtsniederlage beim Aufsteiger Verl

20.10.2020von Nicole OtrembaFußball
Bruchlandlung in Paderborn

Da schwammen wir auf einer Euphoriewelle. Was hat uns der Heimsieg beflügelt. Was für eine Spielweise haben gesehen. Ganz anders. Offensiv. So sollte es dann auch gegen den SC Verl weitergehen.

Wir wurden (mal wieder) enttäuscht. Verl machte es mit hohen und weiten Bällen. Wir verloren jedes Kopfballduell. Wir standen zu weit vom Gegner weg. Wir ließen uns zu schnell und einfach überlaufen. Wir hatten wieder ein Deja-vu. Keine Offensivchancen. Alles musste nach hinten arbeiten. Wir rutschten am Ball und dem Gegner vorbei. Nichts klappte.

Nach 7 Minuten wieder der Rückstand. Zu schnell. Die Köpfe sanken. Aber es folgte kein Aufbäumen, kein Ruck a la "wir schaffen das". Nein ... wir mussten immer und immer wieder die Bälle hinten herausklären. Es gab nicht eine nennenswerte Chance für uns in den ersten 45 Minuten. Es war einfach zum Verzweifeln.

Die Verler kamen frohern Mutes aus der Kabine. Klatschten sich ab und wollten. Uns hörte man gar nicht. Verl spielt weiter und haute uns die Bälle einfach so um die Ohren. Mustergültige Pässe landeten im Strafraum und wie im Lehrbuch erhöhten die Aufsteiger innerhalb von 2 Minuten auf 2:0 und 3:0. Sie konnten es selbst kaum glauben, wie einfach wir es ihnen machten. 

Plötzlich waren wir wieder da. Plötzlich ging der Ball auf rechts, die Flanke kam und Andreas Müller stand an der Strafraumgrenze und zog volley ab. Ins Netz. Der Anschluß mit dem 1:3 kam in der 65. Minute. es blieb theoretisch noch viel Zeit, doch kein weiterer Ball sollte den Weg ins Tor finden. Verl stand hinten kompakt und haute alle kommenden Bälle hoch und weit hinaus. Zudem klärte Robin Brüseke alles Weitere, was auf sein Tor kam. 

Am Ende schlug der Ball von Luka Sliskovic auch noch mit dem Abpfiff an die Latte.

Was können wir daraus mitnehmen? Nicht viel. Aktuell überwiegt die Enttäuschung und das Deja-vu, dass wir wieder in alte Muster zurückfallen. Keine Offensive, kein Mut ... wir taumeln wieder rückwärts in der Tabelle. Die Fans fehlten an allen Ecken und Kanten.

Kommendes Wochenende ist die nächste Chance, sich wieder vor den Fans besser zu präsentieren. 

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Einmal-Immer!