Das Hüpfen beginnt - Kommt die Kogge ins Wanken?

Ein Blick auf das Ostduell mit vielen alten Bekannten

Das Hüpfen beginnt - Kommt die Kogge ins Wanken?

18.10.2019von Nicole OtrembaFußball
Das Hüpfen beginnt - Kommt die Kogge ins Wanken?

Lasset das Hüpfen beginnen ...

... mit einer ausdrücklichen Aufforderung, überbrachte die Stadt Magdeburg im Laufe der Woche den Fans die Nachricht, dass das Hüpfverbot aufgehoben wurde. Und es soll sogar kräftig gehüpft werden, denn die Statiker wollen die Statik messen, ob denn der Umbau auch hüpfsicher vollzogen wurde. Eine bessere Nachricht konnte den Fans des 1.FCM gar nicht erreichen. Nach knapp 3 Jahren ... ja, es sind bereits drei Jahre ... hat das Schunkeln auf den Rängen ein Ende. Das Hüpfen in den auswärtigen Gästeblocks war Balsam für jede Fanseele. Teilweise wurde man von anderen Vereinen belächelt, aber WER hat denn eine Stadionordnung, wo folgender Satz sinngemäß geschrieben steht "... das Hüpfen im gesamten Stadion ist verboten"?! Wahrscheinlich KEINER außer der 1.FC Magdeburg. Anfänglich wurde absichtlich im Gästeblock gehüpft, da die es eine Auflage gab, die sogar einen Spielabbruch bedeutet hätte. Doch durch den schnellen Umbau im Gästebereich war auch das nicht mehr erstrebenswert. Zudem kamen auch teilweise zu wenig Gästefans an die Elbe, als dass die Fans das Stadion zum Beben gebracht hätten.

Nun ist es also aber wieder unserer Nordtribüne, dem sogenannten Block U, vorbehalten, das Stadion zum Schwingen zu bringen. Der Block U ist zum Teil fertig und der Rückzug aller Fans war bereits zum letzten Heimspiel eine tolle Kulisse. Nun kommt unser nächster Gegner. Rostock. Hansa Rostock. Und mit ihm auch einige alte Bekannte.

Wehmut? Groll? Zuversicht!

Lange Jahre waren Trainer Jens Härtel und Ronny Thielemann eine feste Größe beim Club. Sie haben den Verein von den Tiefen des Amateurfussballs in die 2. Liga geführt und mussten dann gehen. Den Abstieg konnte der nachfolgende Trainer auch nicht verhindern. Zudem fand auch Nils Butzen keinen Platz mehr in der Mannschaft und wechselte ebenfalls zu Rostock. Zu seinem alten Trainer und Unterstützer. Es wird ein Wiedersehen in der alten Heimat mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Man weiß selbst wie es sich anfühlt, wenn man zu einem Ort zurückkehrt, wo man lange Zeit alles gab und dann ggf nicht mehr gewollt war. Da gibt es Personen, auf die man sich freut. Da gibt es aber auch Personen, denen man lieber gar nicht mehr begegnen möchte. Allein der Blick auf das alte Wohnzimmer und der Gang in die "falsche" Kabine wird eine Neuerung sein. Doch es werden viele Hände geschüttelt werden und viele Umarmungen folgen. Sie sind in vielen Herzen immer noch Blau-weiße und gehören einfach dazu.

Das Momentum.

Am Samstag geht es um drei Punkte im Spiel des 1.FC Magdeburg gegen den FC Hansa Rostock. Zwei Vereine kämpfen um einen Sieg, unabhängig davon, wer gerade auf der Trainerbank sitzt oder im Kader ist. Was bleibt ist immer der Name des Vereins. Die Hülle. Der Rest ist austauschbar, Nun schreiben wir den 19. Oktober des Jahres 2019 und die Anhänger des 1.FC Magdeburg wollen einen Heimsieg. Egal gegen wen. 90 Minuten werden alle Freundschaften und ggf Feindschaften ruhen. 90 Minuten wird es um Support gehen, um das Spiel und um Tore. Beide Vereine sind zuversichtlich. Beide Vereine sind im Mittelfeld und wollen weiter oben anklopfen.

Der Support.

Block U hat sich etwas einfallen lassen. Es wird ordentlich gehüpft werden und die Mannschaft wird nach vorne gepeitscht. Seit langem sind wieder knapp 22.000 Zuschauer im Stadion. Seit langem ist der Gästeblock restlos ausverkauft. Es wird ein Fußballfest werden. Sören Storks, Erstligaschiedsrichter, wird ein genaues Auge auf das Spiel haben und dieses leiten. 

Wir sind für euch wieder live vor Ort und werden berichten. So, wie ihr es von uns gewohnt seid.

Bis dahin. Bleibt uns gewogen.