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Heimspielerfolg gegen Bayern München II

07.11.2020von Nicole OtrembaFußball
Der WILLE siegt

Vor dem Spiel

Erwartungen schürte man schon gar nicht mehr. Nach den letzten Spielen und dem Gegner hoffte man eigentlich nur auf eine nicht allzu hohe Niederlage. So weit ist es schon mit einem gekommen. Die Hoffnung stirbt zuletzt, richtig. Doch einen Zauberfussball haben wir bisher noch nicht gesehen. Es war eher frustrierend und enttäuschend. Phasenweise sah man bereits die Möglichkeiten beim Club. Leider nur phasenweise und die Rückkehr von Florian Kath zieht sich immer weiter und weiter nach hinten. 

Das Spiel beginnt

Mit dem angesetzten Schiedsrichter Florian Exner. Kein anderer Schiedsrichter einem mittlerweile so bekannt. Sofort leuchtete es "rot" im Kopf. Erster Spieltag. Gegen den Halleschen FC. Einen Platzverweis gegen Adrian Malachowski am Ende des Spiels. Ja, es blieb im Kopf. Und heute stand nun das Spiel gegen die Reserve von München an. Der "kleine" 1. FC Magdeburg spielte gegen die "großen/kleinen" Bayern, die mit jungen Spielern gespickt sind, die einen Marktwert von jeweils 1 Million Euro und mehr haben. Ein Wahnsinn. 

Das Spiel begann und die Bayern spielten. Dennoch hielten unsere Spieler dagegen. Es wurden sogar ein paar Chancen herausgespielt, aber auch die Münchener hatten immer wieder das Tor auf dem Fuß, doch Morten Behrens hielt den Ball immer wieder fest und vor der Torlinie. Ein schnelles und ausgeglichenes Spiel konnte auf dem Platz verfolgt werden. Allein die Fouls waren der Aufreger in der ersten Halbzeit. Der Gegner fiel, der Gegner schrie, der Gegner bekam den Freistoß.

Aufgrund des leeren Stadions hörte man die Trainer umso besser. Trainer Hoßmang dirigierte und motivierte die Spieler auf dem Platz. Trainer Seitz von den Bayern schimpfte zum Teil wie ein Rohrspatz. Zufrieden sah anders aus.

Wie ein Wunder hielten die Spieler ein torloses Unentschieden zur Pause. Und Florian Kath machte sich bereits vor der Pause warm. Dennoch ging es erstmal mit der Startelf in die entscheidenden 45 Minuten. Und da steckte der Club nicht zurück. Aber auch die Bayern machten Dampf. Gleich die erste Ecke nach Wiederanpfiff ging nur knapp am Pfosten vorbei. Aber dann machte Maximilian Franzke gegen seinen Ex-Verein richtig Dampf. Über links ging er mutig nach vorne, machte noch einen Haken und zog ab. Von links kommend ins rechte Toreck. Ron-Thorben Hoffmann ohne Chance und die wenigen Anwesenden im Stadion brüllten und jubelten. Glauben konnte es keiner so richtig und ein Tor ist noch nicht gleichbedeutend wie ein Sieg. 

Die Gäste machten mehr Druck. Eine Minute später war der Ball auch prompt im Tor hinter Behrens, doch die Abseitsfahne hob sich vorher schon und wir atmeten ordentlich durch. Das Spiel blieb schnell und kurz bevor wir auf 2:0 erhöhten, jagten die Bayern noch einen Schuß knapp über die Torlatte. Kurz bevor wir unser Glück fassen konnten, lief der Ball aber erneut in die Richtung des Bayerntores. Immer wieder lief es schnell über die Außenseiten bei uns und dieses Mal versuchte es Raphael Obermair. Wie der erste Torschütze, auch bei der Bayernjugend ausgebildet, ging auch er über die linke Seite und zog ab. Gleiche Position und gleiches Eck. 2:0 Führung nach 60 Minuten. 

Verwundernd rieb man sich die Augen, doch es folgte gleich ein Deja-vu. Das Ergebnis stand schon einmal gegen Bayern II an der Anzeigetafel und am Ende hieß es 2:2 Unentschieden. Luka Sliskovic hätte alle Clubanhänger auch frühzeitig erlösen können, setzte er im Eins-gegen-Eins mit dem Torwart den Schuß an den rechten Pfosten. Da waren schon 73 Minuten gespielt und hätte etwas beruhigend gewirkt. Es sollte nicht sein und da der Schiedsrichter auch heute kein Freund von uns war, schenkte er den Bayern auch noch einen Elfmeter. 

In der 80. Minute kamen die Bayern so zum 1:2 heran und drückten erheblich. Den Unparteiischen freute es und er gab einen Freistoß nach dem Nächsten für die Münchener. Das erzürnte die wenigen Anwesenden im Stadion. Jeder Zweikampf, jedes Klären wurde nun frenetisch applaudiert und lautstark wurden die Spieler unterstützt. Durch die Leere im Stadion hörte man dies nur allzu deutlich auf dem Platz. Die dreiminütige Nachspielzeit wurde vom Schiri fast um das Doppelte verlängert. Er hatte die Bayern den Ausgleich einfach gegönnt, doch wir hauten hinten alles raus. 

Am Ende holten die Jungs den Sieg und die Erleichterung war überall zu hören. So fühlte es sich also wieder an, wenn man einen Sieg über die Ziellinie bringt. Aber mehr als drei Punkte sind es auch nicht und nächste Woche muss man einfach weitermachen.

Punkt. Der Wille siegt.