Der zweite Sieg im zweiten Test wird durch Verletzungen getrübt

Testspiel des 1.FC Magdeburg gegen Shenzhen FC während des Wintertrainingslagers in Novo Sancti Petri

Der zweite Sieg im zweiten Test wird durch Verletzungen getrübt

09.01.2019von Nicole OtrembaFußball
Der zweite Sieg im zweiten Test wird durch Verletzungen getrübt

Alle drei Neuzugänge wurden beim zweiten Testspiel eingesetzt. Leider musste einer von ihnen am Ende der Partie beim Arzt im Krankenhaus vorstellig werden. Dazu später aber mehr.

Nach dem Sieg gegen Borussia Mönchengladbach waren die Fans gespannt, wie sich das Team auch gegen den chinesischen Erstligisten Shenzhen FC präsentieren wird. Viel gehört hat man noch nicht vom chinesischen Team, die auch vor der Saison von der 2. Liga in die Chinese Super League aufgestiegen sind. Zum Spiel selbst fuhren die Clubkicker mit dem Rad und machten sich ausgiebig warm. Nach und nach kamen auch die Clubfans zum Trainingsplatz und suchten sich ein warmes Plätzchen.

Mit Anpfiff schauten alle gebannt auf den gepflegten Rasen und sahen eine ruhige Partie, wo es an Torchancen mangelte. Das Spiel fand größtenteils zwischen den Strafräumen statt. Der Gegner bekam den Ball oft nur durch Foulspiele, die das spanische Schiedsrichtertrio, nicht pfiff und somit den Frust auf der Magdeburger Bank steigen ließ. Neuzugang Steven Lewerenz wurde auf die linke Seite geschickt und jagte viele Bälle über das Tor. Bereits nach 33 Minuten gab es die erste verletzungsbedingte Auswechslung. Richard Weil musste mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz und für ihn kam Rico Preißinger ins Spiel. Shenzhen stand tief und ging immer wieder mit zwei Leuten auf den Mann, um an den Spielball zu kommen. Großchancen waren weiterhin Mangelware.

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel schneller und der Club drängte zum Tor. Zur Halbzeit selbst nahm Trainer Oenning Steven Lewerenz vom Platz und brachte dafür Marius Bülter. Dieser bekam einen 15-minütigen Kurzeinsatz, denn zur 60. MInute wurde fast komplett gewechselt. Tarek Chahed ging aber auch verletzungsbedingt schon nach 48 Minuten runter und wurde am rechten Knie behandelt. Für ihn kam Anton Kanther, einer der zwei A-Junioren und wollte sich zeigen. 

Als ein chinesischer Abwehrspieler im Strafraum Hand nahm und auch die Clubspieler völlig gebannt auf das Feld schauten und sich beim Schiri beschwerten, hofften alle auf den fälligen Elfmeter. Doch auch diesen gab es vom spanischen Schiedsrichter nicht. 

Zur 60. Minute gab es dann einen umfassenden Wechsel und ehe man geschaut hatte, wer sich denn nun auf dem Platz befand, fiel der erste Treffer für den 1.FC Magdeburg. Rico Preißinger brachte in der 62. MInute die Clubfans zum Jubeln. Danach spielte sich das Spiel auch weiterhin in der gegnerischen Hälfte ab. Der Club drückte und über die linke Seite um Michel Niemeyer und Philip Türpitz wurden viele Bälle nach vorne in die Spitze gebracht. Doch auch hier wurde Stürmer Christian Beck immer wieder in dem Torabschluss gestört und die Chancen vereitelt. Jan Kirchhoff, der ebenfalls zur 60. Minute kam, hatte auch in diesem Spiel gute Aktionen, war viel unterwegs und verteilte vor der Abwehrreihe die Bälle nach vorne.

Den Endstand zum 2:0 Erfolg stellte dann auch unser Nezugang mit der Rückennummer 4 her. Rico Preißinger brachte eine fällige Ecke in der 74. Minute in den Strafraum, wo Kirchhoff am Höchsten stieg und den Ball per Kopf im Netz unterbrachte. Sein erstes Tor im Clubtrikot hätte schöner nicht sein können.

Danach spielte der Club das Spiel weiter, hatte noch weitere Tore auf dem Fuß gehabt, doch die Pässe in den Strafraum wurden entweder vom Gegner vereitelt oder die Schüsse gingen knapp rechts und links am Tor vorbei. Nach dem Abpfiff ging es dann für alle Clubfans schnell zum Aufwärmen in die Sonne und zur 3. Halbzeit.

Richard Weil, der mit Oberschenkelproblemen bereits im Hotelzimmer war, bekam davon nichts mehr mit. Tarek Chahed schlich mit einem bandagiertem Knie zum Wagen und ließ sich ebenfalls zurückfahren. Der Rest radelte sich die Strapazen aus den Muskeln. Am Schlimmsten hatte es aber Timo Perthel erwischt. Bei einem harten Foul in der ersten Halbzeit wurde er direkt nach der Partie ins Krankenhaus gefahren. Mit der Diagnose Handbruch kann nun keiner so richtig gut leben. Hoffen wir, dass er nicht operiert werden muss und es schnell verheilt, damit er uns beim Ziel Klassenerhalt weiterhelfen kann.

Am Freitag steht dann der letzte Test im Trainingslager an. Dann trifft das Team von Michael Oenning und Silvio Bankert auf den Karlsruher SC. 

Bis dahin. Kommt gut durch den Winter.

Sport Frei!