Ein Anrennen wird nicht belohnt - Wenn das Tor wie vernagelt erscheint

Mentaler Rückschlag bei den Amateuren des FC Bayern München

Ein Anrennen wird nicht belohnt - Wenn das Tor wie vernagelt erscheint

10.11.2019von Nicole OtrembaFußball
Ein Anrennen wird nicht belohnt - Wenn das Tor wie vernagelt erscheint

Am Anfang verpennt und dann ein Anrennen ohne Erfolg

So kann man das Spiel auch kurz und knapp zusammenfassen. Nach einer guten Woche, die der Derbysieg mit sich brachte, dachten viele, dass dies auch so weitergehen würde. Denkste. Der Beginn war träge. Man hatte sich scheinbar etwas anderes vorgenommen, denn das aggressive Pressing und der Druck auf den Gegner wurde in den ersten Minuten schmerzlich vermisst. Die knapp 1.000 mitgereisten Magdeburger Fans erwarteten weiterhin ein Chancenfeuerwerk, doch was sie zu sehen bekamen, waren Chancen der Bayern. Unter Beobachtung von Hansi Flick, den Übergangstrainer der Bayernprofis und auch Hasan Salihamidzic, spielten die Amateure locker auf und zeigten mit vielen guten Passstaffetten, dass sie technisch gut ausgebildet sind.

Eine unveränderte Clubelf auf dem Platz konnte nicht an das letzte Spiel anknüpfen. Was immer und immer wieder auffiel, waren die mangelnden Torabschlüsse aus der zweiten Reihe. Gerade Tarek Chahed traute sich scheinbar nicht, den Ball direkt auf das Tor zu schiessen, sondern versuchte mit Pässen die anderen Mitspieler in den Fokus zu legen. Doch das klappte leider nicht so, wie er es gedacht hatte. Die Bälle gingen meist in den Fuß des Gegners und die bauten aus der Abwehr dann den nächsten Angriff auf.

Es folgten dann 10 Minuten des Sarpreet Singh, der mit einem Doppelpack die Weichen für den Sieg der Amateure herstellte. In der 21. und 30. Minute musste Morten Behrens dann leider hinter sich greifen. Das Anrennen begann also wieder.

Auf der Tribüne entspannten sich die Bayernfans und waren mehr damit beschäftigt Fotos mit den anwesenden Javi Martinez oder eben Hansi Flick oder Hasan Salihamidzic zu machen. Jeder Gang wurde beobachtet und sie wurden abgefangen. 

Die Magdeburger Fans hingegen warteten auf die Initialzündung. Doch bis zur Pause passierte da nicht mehr viel. Bei frostigen Temperaturen um den Gefrierpunkt war nicht nur die Stimmung eingefroren, sondern auch die Gliedmaßen.

Frostige Temperaturen - frostige Stimmung

In der zweiten Halbzeit änderte sich die Marschroute und plötzlich wurden wieder Chancen herausgespielt und der Ball zum Tor gebracht. Chancen über Chancen führten allerdings nicht zum Torerfolg. Erst Sören Bertram fasste sich in der 69. Minute ein Herz und knallte den Ball aus dem Rückraum unhaltbar ins Netz. Der Anschlußtreffer und plötzlich war da noch mehr drin. Immer und immer wieder gingen und passten sie den Ball nach vorne. Der Ball wurde allerdings von der vielbeinigen Abwehrreihe vereitelt und aus der Gefahrenzone gebracht. Der zweite Treffer lag in der Luft, doch es sollte nicht sein. Es fehlten oft Zentimeter, um den Ball im Strafraum in Richtung Tor zu bringen. Verzweiflung machte sich breit. Block U gab alles und sie feuerten ihr Team immer weiter an, doch es nützte letztendlich nichts.

Die Niederlage tut richtig weh. Sie war vermeidbar gewesen. Absolut vermeidbar. Und so fangen wir wieder von vorne an. Eine Serie konnte nach dem Derbysieg nicht gestartet werden. Die Länderspielpause bringt nun das nächste Pokalspiel und danach kommt Unterhaching in unser HKS. 

Wir werden sehen wie es weitergeht. Ansätze sind da. Die Chance müssen nur endlich mal in Tore umgewandelt werden.

Sport Frei.