Ein Blick zurück - Ein Blick nach vorn - Rückrundenstart vor der Winterpause

Ein Blick zurück nach Münster - ein Blick nach vorn nach Braunschweig

Ein Blick zurück - Ein Blick nach vorn - Rückrundenstart vor der Winterpause

18.12.2019von Nicole OtrembaFußball
Ein Blick zurück - Ein Blick nach vorn - Rückrundenstart vor der Winterpause

Ein Blick zurück - nach Münster!

Nach Abpfiff war die Enttäuschung noch groß. Ein schneller Platzverweis, den man hätte anders ahnen können. Die Sperre von einer Partie unterstreicht dies nach einer glatten roten Karte. Nach 16 Minuten zu Zehnt auf dem Platz zu stehen und gegen eine Mannschaft zu spielen, die mit dem Rücken zur Wand steht ... das ist ein schweres, sehr schweres Unterfangen. Dann der Rückstand zur Halbzeit, ein Abseitstor welches die Gemüter zum Kochen brachte. Zudem sah man ein Spiel, welches überhaupt nicht gut war, aber dennoch das Gefühl blieb, dass der Club noch etwas bewegen konnte.

Nach der Halbzeit dann ein Aufbäumen. Man rannte auf das Tor zu. Wenigstens der Ausgleich sollte möglich sein. Ein Lattentreffer von Sören Bertram zeigte uns, dass es irgendwie wieder nicht klappen sollte. Dann ein Foulspiel gegen Manfred Osei Kwadwo an der Strafraumkante und fast im Strafraum drin, der einen Elfmeter hätte nach sich ziehen können. Tat es aber nicht. Der Erstligaschiedsrichter zog an diesem Tag sein Ding durch und er war dem Club nicht gut zugetan. So stellte ein Sonntagsschuss die Weichen und brachte am Ende den Münsteranern den ersehnten Sieg.

Die Münsteraner feierten und sprachen bereits von der beginnenden Aufholjagd. Wir haben an diesem Freitagabend keine gute Mannschaft gesehen. Allerdings auf beiden Seiten nicht. Der Club ließ uns viel vermissen, was wir zuvor schon gesehen hatten. Das Offensivspiel bis zur Strafraumgrenze war gut, aber ein Rezept gegen tiefstehende Mannschaften hatten wir immer noch nicht gefunden. Zudem leiteten Abwehrfehler die Gegentore ein, die so nie und nimmer hätten passieren dürfen. Darf man mal einen Scheißtag haben? Ja, aber es tut weh.

Während der Partie zog Nebel aus dem Gästeblock und über das Stadion hinweg. Der Nebel war dann nicht nur wie eine Glocke im Sportpark, sondern zog sich auch in unser Gehirn und blieb schwer haften. Gedanken fassen ging gar nicht. Schimpftiraden nahmen überhand, aber es nützt nichts. Die Punkte waren verloren. Die Schiedsrichterentscheidungen nicht mehr rückgängig zu machen und die Emotionen schlugen mehrere haushohe Wellen.

Am Tag danach konnte ich immer noch keine klaren Gedanken fassen. Auch am Tag danach und danach ... Leere im Kopf. Am Ende des Spiels sieht man die enttäuschten Gesichter der Spieler, die um Worte ringen und es nicht fassen können. Am Ende des Spiels hört man Fans, die den langen Weg nach Münster antraten und vor Spielende aus Enttäuschung den Block verließen. Am Ende des Spiels sieht man in die Gesichter der mitgereisten Mitarbeiter, die auch keine Worte fanden. Am Ende des Spiels steht allerdings immer ein Anfang. 

Ein Blick nach vorn - nach Braunschweig!

Hiobsbotschaften füllen die Gazetten seit Wochenbeginn. Zuerst das Strafmaß der roten Karten gegen Jürgen Gjasula. Ein Spiel Sperre. Okay, abgehakt. Dann aber das vorzeitige "Aus" für Dominik Ernst, der einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu beklagen hat. Zudem ist auch Tarek Chahed noch nicht fit und laboriert weiterhin an seinen Kniebeschwerden. Dann hinterfragt sich selbst auch Brian Koglin und durfte zuschauen, wie andere Mitspieler die Viererkette einstudierten. Nach den fatalen Fehlern im Spiel gegen Preußen Münster hatte nicht nur er schlaflose Nächte.

Vor Weihnachten will man sich selbst ein kleines Weihnachtsgeschenk unter den Tannenbaum packen. Drei Punkte, hübsch eingepackt und mit Schleifchen, das wäre ein Wunsch vieler Clubfans. Der Trainer arbeitet an einer neuen Aufstellung, denn er wird umstellen und andere Spieler bringen. Marcel Costly, Timo Perthel und auch Dustin Bomheuer scharren mit den Hufen, wollen unbedingt auf den Rasen und zeigen was sie können. Doch die Eintracht ist unter dem Neutrainer Marco Antwerpen, der Mitte November sein Amt angetreten hatte, schon gut unterwegs. Lediglich gegen den SV Meppen mussten sie im letzten Spiel eine Heimniederlage einstecken. Mit dem Spiel selbst waren die Eintrachtfans auch nicht zufrieden. Dennoch stehen sie momentan auf dem dritten Tabellenplatz und wollen unbedingt wieder in die 2. Liga aufsteigen. Dafür testet Trainer Antwerpen nun auch verschiedenen Aufstellungsvariationen und wird auch gegen uns versuchen die Punkte in Braunschweig zu belassen. Ein Wiedersehen gibt es von Clubseiten mit dem Torhüter Jasmin Fejzic, der nach seinem sehr kurzen Stelldichein bei uns, wieder zur Eintracht zurückgekehrt ist. 

In Braunschweig werden die Spieler von 2.300 Clubfans angefeuert. Alles Tickets sind vergriffen. Das Stadion ist ausverkauft und es wird ein spannender Kampf auf dem tiefen Rasen werden. Danach verabschieden sich alle Akteure in den Winterurlaub. Eine kurze Pause, um mit der Familie Weihnachten zu feiern und den einen oder anderen Kurztrip zu machen. Die Zeit dafür ist sonst rar.

Auch wir machen uns noch einmal in 2019 auf den Weg nach Braunschweig. Mit Plätzchen und anderen Dingen im Gepäck werden wir den Tag auch gebührend feiern und werden euch live aus dem Eintrachtstadion berichten. Egal ob per offiziellem Liveticker, Spielbericht oder Fotos. Wir bringen euch das Spiel live  und danach noch einmal zum Anschauen nach Hause.

Bis dahin. Einmal-Immer! Ihr wisst schon!