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Auswärtsspiel beim FC Ingolstadt 04

22.11.2020von Nicole OtrembaFußball
Eine emotionale Achterbahnfahrt ohne Endpunkt

11. Spieltag und ich fühle mich um Jahre gealtert. Können wir nicht nochmal die Zeit zurückdrehen? Alles von vorne? Mit Fans. Mit Stimmung. Mit einer geschlossenen Mannschaft? 

11 Spieltage sind gespielt und was auffällig ist, ist dass die Leistung von Spiel zu Spiel besser wird. Eine Entwicklung ist erkennbar. Doch uns klebt die Scheisse weiterhin am Fuß. Oder aber der angesetzte Schiedsrichter will sich in der 3. Liga erst so richtig beweisen.

Trainer Thomas Hoßmang brachte Jürgen Gjasula zurück in die Startelf und zudem den erfahrenen Alexander Bittroff, der hinten für Stabilität sorgen sollte. Mit einem Stefan Kutschke und Caniggia Elva besaß Ingolstadt viel Stürmerfahrung und auch Abgezocktheit. Da müssen die erfahrenen Spieler ran. Zudem kam Florian Kath zu seinem ersten Startelfeinsatz und das Spiel war von Beginn an belebt. Ingolstadt kam nicht aus der eigenen Hälfte. Wir zogen über rechts und links kontinuierlich nach vorne und kreierten Torchancen. Der Schiedsrichter überließ den Spielern das Feld und es wurde frühzeitig schon sehr hitzig. Karten zog er allerdings schnell nur gegen Jürgen Gjasula. Bei dem ersten Foul hätte man locker noch eine Ermahnung erteilen können. Beim zweiten die gelbe und ein "Dudu", aber so schnell hier die Gastmannschaft zu schwächen, zeugte eher von einem "ich will es heute beweisen"-Gefühl.

Geschwächt nach 25 Minuten kämpften unsere Spieler dennoch weiter. Ein Chancenplus hatten wir in der ersten Halbzeit auch zu verzeichnen. Sei es von Florian Kath oder anderen Spielern. Das Trikot von Buntic zeugte von vielen körperlichen Einsätzen mit Rasenkontakt. Da Ingolstadt, trotz Überzahl, dennoch nicht überzeugend spielte, gingen beide Teams mit einem Unentschieden in die Halbzeit.

In den zweiten 45 Minuten zogen die Ingolstädter an Tempo an. Wir verteidigten hinten, aber das machten wir richtig gut. Zudem war auch heute Morten Behrens bärenstark im Tor und hielt dieses bei einem Ingolstädter Angriff sauber. Je mehr Zeit herunterlief, umso glücklich wäre der Club um einen Punkt gewesen. Doch ein Eigentor von Korbinian Burger, der nach einer Parade von Behrens nicht schenll genug reagieren konnte, entschied letztendlich die Partie.

Danach spielten aber wir wieder. Zu verlieren hatten wir nichts und Kai Brünker setzte einen Kopfball ins rechte Toreck, der vom Torhüter leider zur Ecke geklärt werden konnte. Caniggia Elva zog kurze Zeit später auch noch Christian Beck im Strafraum zu Boden, doch hier behielt der Schiedsrichter auch seine Linie bei ... bloß nicht für die Magdeburger pfeifen. Die Pfeife blieb stumm und es gab keine Chance auf einen Ausgleich. Das Stefan Kutschke zudem noch auf dem Platz stand, war allerdings die größte Frechheit des Spiels. Nach einer Tätlichkeit und vorherigen Fouls, hätte er schon längst duschen gehen müssen. Doch es passierte nichts.

Nach Abpfiff wurden unsere Spieler, Trainer und Betreuer noch (wie man es mittlerweile in Ingolstadt gewohnt ist) beleidigt, so dass eine Rudelbildung die Folge war. Die ließ sich kaum lösen und zog auch noch eine folgenschwere Entscheidung mit sich. Dominik Ernst, der wegen seiner vier gelben Karten geschont wurde, damit er gegen Rostock Gas geben kann, sah den gelben Karton vom Schiedsrichter nach Abpfiff und ist somit auch gesperrt.

Es hätte alles nicht blöder ölaufen können. Doch wenn du mit 11+1 gegen 10 Mann spielst, dann kann es nach hinten losgehen.

Wichtig ist, dass wir die "Scheisse am Fuß" endlich loswerden und einen Lauf starten und diese verdammte Liga halten. Nächstes Spiel - nächster Halt - HKS ... gegen Hansa Rostock.

Bilder vom Spiel findet ihr in der Galerie.

Sport frei.