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Unentschieden bei den Münchner Löwen

26.09.2020von Nicole OtrembaFußball
Einen Punkt in München ermauert

Vor der Partie

... wollten wir einfach nur einen anderen Auftritt sehen. Mindestens einen Punkt mitnehmen, dass wäre ein Wunsch gewesen. 

Nach der Partie 

... waren wir einfach nur über den Abpfiff froh. Wir haben ein anderes Spiel gesehen, wir haben sogar eine Führung gesehen und dann ein Abwehrbollwerk. Und leider war es wieder ein halbes Eigentor von uns, da der Ball abgefälscht wurde und somit unhaltbar für Schlussmann Morten Behrens war.

Die Parte

... begann anders, aber auch sehr gewöhnungsbedürftig. Zwischenzeitlich war es eher Standfussball. Der Ball wurde konsequent hoch und weit durch die Arena geschlagen. Die Torhüter nahmen diesen auf und brachten ihn ins Spiel zurück. Abwartend agierte man. Nur keinen Fehler machen. Spannend sah wirklich anders aus, aber es war taktisch auch nicht unklug. 1860 München fiel nichts weiter ein, als über die linke Seite nach vorne zu gehen. Die Zielspieler Lex und Mölders wurden immer gesucht, wurden aber von unserem Team gut gedeckt. Was den Zuschauer somit doch dann eher langweilte. Aber dennoch war es immer wieder gefährlich, wenn sie in die Nähe unseres Strafraums kamen.

Unsere Abwehr bestand zudem eigentlich nur aus zwei Spielern. Als gelernte Verteidiger standen hier Korbinian Burger und Brian Koglin auf dem Platz. An ihrer Seite zogen sich Raphael Obermair und Daniel Steininger in die Viererkette zurück. Davor war Jürgen Gjasula gesetzt, der vor sich mit dem Rückkehrer Thore Jacobsen auch einen guten Mann hatte. Und als Stürmer versuchte man Kai Brünker mit Bällen zu bedienen. Das klappte in der ersten Hälfte nicht so richtig. Aber sie waren dieses Mal nicht Meilen vom Gegenspieler entfernt, sondern versuchten im Eins-gegen-Eins  den Ball zu entführen.

Nach 45 Minuten pfiff Schiedsrichter Mitja Stegemann pünktlich zum Halbzeittee. Was danach kam, glich dann endlich mal einem Fußballspiel. 

Ohne Veränderung gingen beide Teams in die Partie. Man begann wie man in der ersten Halbzeit aufhörte. Doch plötzlich lief Obermair auf der linken Seite durch und zog humorlos ab. Der Ball ging ins Netz. Hätte man nicht hingeschaut, hätte man das Tor glatt verpassen können. Die wenigen Betreuer und Begleiter des 1. FC Magdeburg konnten gar nicht so laut brüllen, als dass man das weite leere Rund beschallen konnte.

Ja. Plötzlich führte man nach 56 Minuten mit 1:0 in München. Doch dann passierte das, was man (leider) erwartete. 1860 München drückte ohne Unterlass. Was aber nicht so gut war, war die Tatsache, dass unser Team sich nun komplett hinten reinziehen ließ. Die ganze Elf stand in der eigenen Hälfte. Für den Zuschauer waren dies die schlimmsten Minuten. Und es kam, wie es kommen musste. Lex und Mölders wurden immer besser, standen immer besser und jagten den Ball immer wieder knapp am Tor vorbei. Doch dann zog Erik Tallig aus dem Rückraum ab. Koglin bekam diesen noch ab und fälschte den Ball somit unfreiwillig und unglücklich ins Tor. Morten Behrens war hier machtlos und bedient. In der 76. Minute war die Führung dahin und der Ausgleich stand auf der alten ehrwürdigen Anzeigetafel im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße. 

Einige ganz wenige Chancen hatte der Club auch noch. Aber keine 100%igen und meist war der Ball dann an der Mittellinie auch schon wieder verloren. Hinten hatte man weiterhin gut zu tun. Die drei Minuten Nachspielzeit zogen sich wie Kaugummi und letztendlich sank man erschöpft auf den Rasen und war froh, wenigstens den einen Punkt mitgenommen zu haben.

Von daher gehen viele mit einem guten Gefühl ins Wochenende. Nächstes Wochenende, nächste Chance. Neues Spiel im heimischen Stadion. Sie haben noch etwas gutzumachen. 

In eigener Sache: Eine Galerie wird es dieses Mal nicht geben, da kein Fotograf von uns nach München gefahren ist. Gesundheit und Sicherheit geht vor.

Bleibt uns gewogen.

Sport Frei.