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Einschätzungen zum Auswärtsspiel gegen Hansa Rostock

09.06.2020von Nicole OtrembaFußball
Ernüchterung an der See - Der Abstiegskampf geht weiter

Vor dem Spiel hatte man schon die Eindruck, dass wir überraschenderweise irgendetwas aus Rostock mitnehmen könnten. So richtig wussten wir zwar auch nicht wie, aber als Clubfans ist man so drauf, dass man immer noch positiv denkt.

Es war schon schade genug, dass man selbst nicht ins Stadion nach Rostock fahren durfte. Das die Fans bei so einem Ostduell keine Stimmung machen durften. Gehört hat man trotzdem einige Rostocker Fans vor dem Stadion, die etwas lauter waren. Grund hatten sie genug.

Das Spiel begann offen, doch bald kristallisierte sich eine Übergewicht an Spielanteilen für die Hausherren heraus. Unsere Spieler standen hinten kompakt und wehrten die Bälle ab. Offensive Vorstöße mit Torchancen sahen wir leider nicht. Und das blieb leider auch über die komplette erste Halbzeit so. Mit etwas Glück wären wir ohne Rückstand in die Kabine gegangen. Doch Maximilian Ahlschwede versenkte einen fälligen Elfmeter, verursacht von Philipp Harant an der Torauslinie, zur 1:0 Führung (42.). Danach hatten wir sogar noch Glück mit 11 Mann in die Halbzeit gehen zu dürfen. Ganz knapp schrammte Björn Rother an einer gelb/roten Karte vorbei. Für ihn war somit nach 45 Minuten das Spiel beendet. Das Risiko zu groß.

Mit diesem 0:1 Rückstand kam unsere Elf aus der Pause. Neben Björn Rother blieb allerdings auch Brian Koglin wegen Muskelbeschwerden in der Kabine. Ein Doppelwechsel zur zweiten Halbzeit und Mario Kvesic und Patrick Möschl durften ran. Gespielt hatte weiterhin Hansa Rostock. Kurz darauf aber der nächste Wechsel. Philipp Harant rutscht im Zweikampf über den Rasen, bleibt hängen, knickt um und kann nicht weitermachen. Der rechte Knöchel wird fest bandagiert und er geht nur gestützt vom Platz. Sirlord Conteh kommt in die Partie und Jürgen Gjasula wird, aus Mangel an Abwehrspielern, nach hinten gezogen. Doch es geht kein Ruck nach vorne und nach 70 Minuten dann der Nackenschlag. 0:2 aus Magdeburger Sicht. 

Plötzlich spürte man aber den "Hallo wach"-Effekt und plötzlich musste sich Rostock zurückziehen. Wir kamen über die rechte und linke Seite. Wir holten einen Ball zurück, der von Rostock nicht richtig geklärt wurde und Kvesic wird im Strafraum gefoult. Elfmeter für uns in der 79. Minute und Jürgen Gjasula schnappt sich erneut den Ball und ging zum Punkt. Der Ball wurde eiskalt und sicher versenkt. 1:2 und noch über 10 MInuten auf der Uhr. Nun begann der Sturmlauf der Magdeburger. Kurz darauf die nächste Großchance. Marcel Costly köpfte den Ball knapp über die Latte und kurz darauf nahm Christian Beck den Ball volley und scheiterte nur knapp. Der Ausgleich lag in der Luft. Doch der Ball ging nicht über die Linie. Und so rann die Zeit davon und man musste komplettes Risiko gehen. Somit machten wir hinten auf und mit dem Schlußpfiff ein Konter, der von den Rostockern sauber herausgespielt und zum 1:3, aus Magdeburger Sicht, versenkt wurde. Im Jubel der Schlußpfiff und die Bestätigung, dass wir, der 1.FC Magdeburg, wieder voll im Abstiegskampf steckten.

Die nächsten Spiele werden nicht einfacher. Kommenden Samstag geht es gegen Viktoria Köln. Von einem Heimspielbonus mag man gar nicht reden. Ohne Fans ist alles doof. Bleibt zu hoffen, dass die Spieler die Kurve kriegen und die Spielzüge endlich mal zum Erfolg führen.

Samstag. Neues Spiel. Ein neuer Kampf um die nächsten drei wichtigen Punkte.

DREI PUNKTE ... die so gebraucht werden.

Neues Spiel. Neuer Kampf. Neue Chance.

Einmal-Immer!