FCM holt nach starkem Auftritt einen Punkt gegen Union

16. Spieltag 2. Bundesliga der Saison 2018/2019: 1. FC Magdeburg gegen 1. FC Union Berlin 1:1 (1:0)

FCM holt nach starkem Auftritt einen Punkt gegen Union

10.12.2018von Sportfotos MagdeburgFußball
FCM holt nach starkem Auftritt einen Punkt gegen Union

Vor 23.149 Fans holt der Club nach einem starken Auftritt einen Punkt gegen Union Berlin. Christian Beck brachte Blau-Weiß kurz vor der Pause per Lupfer völlig verdient in Front (39.). Der zur Halbzeit eingewechselte Gogia stellte nach einer guten Stunde auf 1:1. Es war das achte Unentschieden der laufenden Saison und vor der Partie hätte jeder den Punktgewinn gegen den Tabellendritten wahrscheinlich auch so unterschrieben. Betrachtet man aber nur die erste Halbzeit war heute deutlich mehr drin als nur der eine Punkt. Die  Situation beim Ausgleich beschrieb Trainer Michael Oenning in der Pressekonferenz wie folgt:  „Es war ein guter Angriff, den Union hervorragend ausgespielt hat. Der Ball wird von der linken Seite durchgesteckt, aber man hätte die Szene besser verteidigen können. Es war aber auch dem geschuldet, dass wir kurz vorher wechselbedingt umstellen mussten und die neuen Abläufe noch nicht ganz klar waren. Damit müssen wir leben, dass es genau in diese Phase reingestochen ist.“

Drangphase nach Anpfiff

Oenning brachte Preißinger, der in der letzten Woche schon einen Kurzeinsatz nach seinem auskurierten Mittelfußbruch hatte, diesmal für Weil von Beginn an. Vom Start weg war der Club voll drin in der Partie und hatte nach 180 Sekunden die Gelegenheit zur Führung. Lohkemper setzte sich über links durch und wollte in der Zentrale Beck bedienen. Hübner klärte vor unserem einschussbereiten Kapitän. Eine Minute später war es wieder Hübner der einen Türpitz-Abschluss blockte. Blau-Weiß agierte überfallartig und stellte die beste Abwehr der Liga immer wieder vor erhebliche Probleme. Nach zwanzig Minuten stand Union defensiv stabiler und wurde durch Abdullahi selber gefährlich, der Erdmann stehen ließ. Schäfer bereinigte die Situation für seinen Abwehrchef. (23.)  Dann herrschte wieder totale Konfusion im Union-Strafraum: Bülter trug den Ball tief in die Berliner Hälfte. Kurz vor dem Sechzehner nahm er Lohkemper mit, der den Ball  auf den langen Pfosten brachte. Bülter, Niemeyer und am Ende der Szene Preißinger scheiterten mit ihren Abschlüssen an einem Berliner Körperteil. Zwei Minuten später legte der bärenstarke Preißinger für Lohkemper auf. – Gikiewicz  entschärfte die Szene ebenfalls stark.  Die beste Szene für die Gäste hatte Zulj, der zunächst an Brunst scheiterte und im Anschluss die Latte traf. Fast im Gegenzug war es wieder Preißinger, der diesmal Beck in Szene setzte. Beck machte es aus ähnlicher Position besser als zuvor Lohkemper und überwand den Union-Schlussmann mit einem lässigen Heber – Eskalation im HKS und die längst überfällige Führung.

Gogia mit dem Ausgleich

Zur Pause nahm Berlins Coach Urs Fischer den akut gelb-roten gefährdeten Abdullahi vom Feld und brachte Gogia. Union erhöhte mit der Einwechselung deutlich den Druck. Mees traf  aus wenigen Metern nur das Außennetz (54.) und Hübner köpfte nach einer Ecke am Tor vorbei.  Für etwa  Entlastung konnte Bülter sorgen, dessen Hereingabe gefährlich von Preißinger abgefälscht wurde. Gikiewicz konnte das Spielgerät im letzten Moment von der Linie kratzen (62.). Eine Minute wurde ein Preißinger-Pfund von der Strafraumgrenze zur Ecke abgelenkt. Dann war es leider soweit: über Andersson kam der Ball zu Gogia, der den Ball mit einem Kontakt mitnahm und das Leder eiskalt im langen Eck versenkte. Besser konnte man den Konter nicht ausspielen (67.) Insgesamt war die zweite Hälfte nicht so reich an Torraumszenen wie der erste Durchgang. Einen Riesen hatte der Club aber noch. Bülter flankte auf den aufgerückten Erdmann , dessen Kopfball knapp am rechten Pfosten vorbeitrudelte. (76.). In der Schlussphase verteidigten beide Teams resolut die gefährlichen Räume, sodass es am Ende bei der Punketeilung blieb.

Nach Abpfiff gab es dann auch wieder warme Worte vom Cheftrainer des Gegners – leider kann sich der Club davon nichts kaufen: „Respekt vor Magdeburg – wir wussten, dass es heute eine sehr schwere Aufgabe wird. Wenn man das Ergebnis ausblendet hat es Magdeburg heute sehr gut gemacht.“ Egal, die Saison ist noch lang und aufgrund der Tabellensituation noch wirklich alles drin. FCM – wer liebt, der GLAUBT.  Sport frei.