Flutlichtspiel unter freiem Himmel - Auswärts in Münster

Ein kleiner Ausblick auf das Auswärtsspiel in Münster

Flutlichtspiel unter freiem Himmel - Auswärts in Münster

12.12.2019von Nicole OtrembaFußball
Flutlichtspiel unter freiem Himmel - Auswärts in Münster

Auswärts. Flutlichtspiel unter freiem Himmel. Klingt schön, wird aber höchst unangenehm werden. Bei den Wetterprognosen werden unsere Fans buchstäblich im "Regen stehengelassen". Nicht nur das Hochsicherheitskonzept wird viele Gemüter zum Frösteln bringen, auch die Temperaturen und das kühle Nass von Oben setzen noch eines drauf. Es wird ungemütlich. Wie das Spiel. Münster steht mit dem Rücken zur Wand und der 1.FC Magdeburg will die Niederlage gegen Ingolstadt vergessen machen.

Wie passt das zusammen? Grundsätzlich erstmal gar nicht. Beide Teams wollen punkten und letztendlich wird die Taktik entscheiden, wer nach diesem Spiel die Punkte gutgeschrieben bekommt. Oder gibt es sogar eine Punkteteilung? Dies wäre zu wenig für Blau-Weiß, ein Meilenstein für Münster, die von einem "Hammerspiel" sprechen, denn im jedem Spiel geht es mittlerweile um die Existenz des Vereins. Stand jetzt ist noch Carl Zeiss Jena Schlußlicht der Liga. Doch die spielen sich unter Neu-Trainer Rico Schmitt gerade in einen Rausch. Und Münster hat auch den Trainer Sven Hübscher entlassen. Interimscoach Arne Barez übernahm vorerst und sah beim Auswärtsspiel in Meppen eine Mannschaft, die er so nicht erwartet hatte. Er fordert am Freitagabend mehr Mut und Entschlossenheit. Leider muss er hierfür auf den Abwehrspieler Niklas Heidemann verzichten. Der sah nämlich am Montag die rote Karte und wurde für ein Spiel gesperrt. Somit darf er zusehen und drückt kräftig die Daumen. Des Weiteren ist auch Jannik Borgmann nicht fit und laboriert an einer Zehverletzung. Ansonsten hat sich das Münsteraner Lazarett aber damit gelichtet. Der rest steht ihm zur Verfügung und sie erwarten ein hochspannendes Spiel, beim Hochsicherheitsspiel.

"Die Mentalität muss eine andere werden." Das sind nicht die Worte von Stefan Krämer, sondern von Arne Barez. Sie wollen die stimmgewaltigen Fangesänge sportlich niederringen. 1.300 Gästefans erwarten sie ... verkauft sind bislang allerdings nur 720 Auswärtstickets ... insgesamt hoffen sie auf ca 6.500 Zuschauer, die dem Spiel zuschauen wollen. Seit dem 4. Spieltag warten die Preußen aus Münster auf einen weiteren Sieg. Gegen den Club wollen sie es weiter versuchen, aber da haben wir Clubfans allerdings eine ganze Menge dagegen.

Das Spiel gegen Ingolstadt hätte noch Stunden gehen können. Es war der Tag gekommen, wo man einfach kein Mittel fand, um gegen tiefstehende Ingolstädter den Treffer zu landen. Eine Doppelviererkette stand sicher und bolzte jeden Ball hinaus, der auch nur die Flugbahn in Richtung Tor nahm. Da war auch Trainer Krämer überrascht, wie tief Ingolstadt stand. Er erwartete einen offensivspielenden Gegner, der mitspielt. Tat er nicht und nahm die Punkte trotzdem mit. 3 Chancen, zwei Tore ... effektiver geht gar nicht. Sehr zum Leidwesen der Spieler. Sie wollten den Fans ein Weihnachtsgeschenk unterbreiten und das letzte Heimspiel des Jahres allen versüßen. Daraus wurde es leider nichts und es wurden eher saure Bonbons verteilt, die im Kern immer nach und nach die saure Füllung preisgab. Nach Spielende hat man das Bonbon geschluckt. Abhaken ... neues Spiel, neues Glück.

Spielerisch war es dennoch gut anzusehen. Offensiv ging viel nach vorne, allein die Tore fehlten. Das soll nun gegen Münster anders laufen.

Es wird ein schwerer Kampf.

Ein Kampf gegen die Abwehr.

Ein Kampf gegen die Abstiegsangst des Gegners.

Ein Kampf um die Punkte.

Ein Kampf gegen das Schietwetter.

Ein Kampf gegen den Regen und dem tiefen Platz.

Ein Kampf für Blau-Weiß!

Einmal-Immer!