Fussballromantik in Aspach - untermalt von Maultaschen und spezieller Musik

Kleiner Ausblick in den Süden des Landes

Fussballromantik in Aspach - untermalt von Maultaschen und spezieller Musik

29.11.2019von Nicole OtrembaFußball
Fussballromantik in Aspach - untermalt von Maultaschen und spezieller Musik

Großaspach - Kleinaspach - Backnang

Wir sind in Baden-Württemberg. Ganz weit im Süden des Landes. Dort gibt es eine kleine Gemeinde die sich seit Jahren einen Drittligaverein leistet. Die Unterstützer sind bekannt und die Mechatronik-Arena, mitten im Wald gelegen, ist Schauplatz vieler Veranstaltungen. Nicht nur der Fussball wird hier besucht, auch sind jährlich die "Heimspiele" von Andrea Berg zu bestaunen, die ihre Fans zu Tausenden aus ganz Deutschland in die kleine Gemeinde holt.

"Heut isch widda Auschnahmezuschtand"

Ja ... die Magdeburger kommen wieder. Nach einem Jahr Pause fahren doch wieder ein paar Verrückte den weiten Weg ins beschauliche Aspach. Wir können es einfach nicht lassen. Keiner fährt so richtig gern, aber irgendwie ist es doch immer wieder urig. Keiner kann das beschreiben und doch ist man dabei. Das Stadion klein, aber fein, hat alles was ein Fußballverein braucht. 10.000 Plätze, Versorgungsstände und eine musikalische Beschallung, die in Deutschland wohl einmalig ist. Wer einmal dort gewesen ist, der weiß was ich meine. Nur kurz angerissen ... wenn Metallicaklänge aus den Boxen ertönen, ist noch lange kein Metallica zu hören. You understand?

Okay ... kommen wir zum wichtigsten Teil des Tages.

Das Spiel

Samstag um 14 Uhr pfeift Zweitligaschiedsrichter Florian Badstübner die Partie an. Bei uns sind ziemlich alle an Bord. Da wird Trainer Stefan Krämer am Freitagmorgen wohl wieder in einige enttäuschte Gesichter blicken, die gesagt bekommen, dass sie an der Elbe bleiben dürfen. Der Rest macht sich auf die lange Busreise in Richtung Süden. Da sollte man schon etwas Abwechslung im Gepäck haben. Egal ob Uno, Handyspiele, TV oder ein klassisches Buch ... die Zeit muss irgendwie überbrückt werden.

Vorgenommen haben sich die Spieler nach dem Heimsieg gegen Unterhaching viel. Sie wollen endlich ... ja endlich ... einmal einen zweiten Sieg nacheinander einfahren. Ob dies gelingt? Wir haben die Hoffnung ja nicht aufgegeben, wissen aber, dass es immer schwer ist, die gleiche Leistung zum wiederholten Male auf den Rasen zu bringen. Der Trainer von Großaspach, Oliver Zapel, ist ja auch nicht auf dem Kopf gefallen und hat unser Spiel studiert. Taktisch wird er sich auf uns einstellen und wir befürchten, dass sich Großaspach tief hinten reinstellen wird. Unterhaching und Halle sind mitspielende Mannschaften. Sie gehen ebenfalls offensiv zu Werke. Gegen Teams, die hinten warten und dann mit einem schnellen Konterspiel unsere Taktik aushebeln wollen, da haben wir schon immer unsere Probleme gehabt.

Doch unser Trainer weiß das und so gehen wir mal ganz stark davon aus, dass er den Spielern das richtige Mittel mitgeben wird. Und wir reden jetzt nicht von Maultaschen und saurem Kartoffelsalat.

Die Bilanz

Die Bilanz liest sich eigentlich ganz passabel. Dennoch überwiegen in der Erinnerung die Niederlagen, die so unglaublich blöd liefen, dass die Siege gegen Großaspach irgendwie dies nicht restlos kompensieren können. Oder wer erinnert sich nicht an die Auftaktniederlage (1:4) in unserer Aufstiegssaison, die durch Tore fielen, die die Torschützen so nie, aber wirklich, nie wieder hinbekommen haben/werden?! Mit viel Euphorie fuhren wir in Hunderten zum Auftakt und durften gefrustet und mit vielen Fragezeichen Großaspach wieder verlassen. Was war das damals nur für ein gebrauchter Tag?

Die Aufstellung

Brauchen wir eigentlich nicht ändern. Macht der Trainer eh selten. Wenn es läuft, dann sollte es auch weiterlaufen. Und die Spieler sollte sowieso laufen.

Ausblick

Samstag blicken wir lange auf vorbeiziehende Felder, wenn wir Kilometer um Kilometer die Autobahn abfahren. So lernt man auch sein Heimatland kennen. Wir hoffen auf ... vieles ... vor allem DREI Punkte.

In diesem Sinne. Sport Frei!