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Heimsieg gegen den Aufsteiger Türkgücü aus München

16.10.2020von Nicole OtrembaFußball
Im dritten Anlauf gelingt der erste Heimsieg

Ein ambitionierter Aufsteiger kam zum ersten Mal ins HKS und war der Favorit. Türkgücü kann auch zum ersten Mal ein klein wenig dieses Gefühl erhalten, wie es ist, im HKS zu spielen und die Zuschauer gegen sich zu haben. Viele Fans trauten ihrem Verein vor dem Spiel auch nicht viel zu. Nach den vergangenen vier Spieltagen wusste man ... ein Sieg würde ein wenig Ruhe reinbringen, eine Niederlage die Lage ganz stark zuspitzen.

Das Spiel unter der Leitung von Arne Aarnink begann dann aber verheißungsvoll. In den ersten Minuten spielte unser Club und zeigte bereits ansatzweise was Offensivfussball ist. Kurz darauf kamen dann aber die Gäste ins Spiel, drängten uns weiter in die eigene Hälfte und prüften das ein- oder andere Mal unseren Torhüter Morten Behrens. Doch der Club versteckte sich dennoch nicht und verfiel nicht der Defensive, so wie in den letzten Partien.

Immer mehr kamen sie besser ins Spiel. Die Besetzung auf dem Platz war auch eine ganz andere, als in den letzten Partien. Kapitän Christian Beck saß auf der Bank und mit ihm auch Jürgen Gjasula oder Sören Bertram. Dieser musste sogar auf die Tribüne. Laut Aufstellungszettel war das die beste Auswechselbank, die man haben konnte. Aber die Startelf versteckte sich nicht. Die jungen Wilden wirbelten auf dem Platz und das richtig gut. 

Es gab viele gute Spielzüge und einer führte zur völlig verdienten Führung. Korbinian Burger schickte Andreas Müller auf der linken Seite nach vorne. Der zog dann aus spitzem Winkel den Ball zum Tor. Maximilian Franzke wollte mit der Hacke noch verlängern, doch berührte den Ball nicht mehr und dieser schlug auch so im Netz ein. Die Führung nach 31 Minuten und das Stadion stand Kopf. Es folgten noch ein paar Chancen und bis zur Halbzeit hatte man sich mehr Möglichkeiten erspielt, als in den letzten vier Partien zusammen.

Die Führung konnte in die Pause genommen werden und man wusste, dass danach die Gäste viel mehr Druck aufbauen würden. So kam es auch. Türkgücü drückte und besonders Petar Sliskovic und Sercan Sararer erspielten sich viele gute Torraumszenen. Türkgücü war jederzeit gefährlich und ein Deja-vu nach dem Nächsten erschien vor unserem inneren Auge. 

Sie zogen uns automatisch wieder in die eigene Hälfte. Defensive war angesagt. Für alle Spieler. Den Unterschied machten dann aber die Konterläufe, die wirkliche Konterläufe waren und für die Gäste auch immer wieder  gefährlich waren. Leider verpasste es der Club schnell ein zweites Tor nachzulegen. Somit war die Gefahr immer greifbar nahe, dass die Münchener den Ausgleich erzielten. 

Doch die Abwehr hielt. Morten Behrens stand sicher und hielt die Bälle. Nach der Einwechslung von Kai Brünker wollten wir auch seine Offensivstärken näher beäugen. Er ging den Bällen nach, er wollte ... er schmiss sich rein ... er traf. In der 81. Minute erlöste er die Fans im Stadion und in ganz Deutschland. Er verlängerte den Freistoß von Jürgen Gjasula per Kopf und Torhüter Renè Vollath war geschlagen. Linker Innenpfosten und rein ins Glück. Ausrasten im kompletten Stadion und die Hoffnung wuchs, dass die drei Punkte in Magdeburg blieben.

Mit Abpfiff brachen alle Dämme. Die Erleichterung war überall zu spüren. Endlich hatten sie eine Führung über die Zeit gebracht. Endlich haben wir richtig guten Offensivfussball gesehen. Endlich wurde die Mannschaft über 90 Minuten angefeuert. Es wurde jede gute Szenen befeuert. 

So darf es gerne weitergehen. Aber wir sind gebrannte Kinder. Wir erwarten gegen Verl besser nichts und hoffen auf viel. Vielleicht wird uns auch dort ein Offensivfussball geboten?

Wir werden es sehen. Nun haben wir erstmal 4 Punkte auf dem Konto.

Sport Frei!

PS: Danke!