Immer wieder Freitagabend - Flutlichtspiel beim Spitzenreiter

Auswärts in Duisburg - "We hope, we have a little bit lucky again"

Immer wieder Freitagabend - Flutlichtspiel beim Spitzenreiter

05.03.2020von Nicole OtrembaFußball
Immer wieder Freitagabend - Flutlichtspiel beim Spitzenreiter

Es war abzusehen. Denken wir an Duisburg und einem Auswärtsspiel dort, konnten wir bereits vor der Terminierung den Freitag rot im Kalender markieren. Immer wieder Freitagabend dürfen wir zum Flutlichtspiel nach Duisburg reisen. Ob es daran liegt, dass am Wochenende viele Spiele in Nordrhein-Westfalen stattfinden und deshalb die Sicherheit sonst nicht gewährleistet werden kann? Oder liegt es daran, gerade bei unserem Spiel genügend Polizisten zur Verfügung zu stellen, um das (vermutliche) Hochsicherheitsspiel abzusichern?

700 Clubfans haben bereits eine Karte gekauft und dürfen höchstwahrscheinlich erneut den schmalen Zugang nacheinander ins Stadion nehmen. Nach der intensiven Kontrolle. Viele Clubfans haben keine Lust mehr dazu und bleiben von vornherein dem Spiel fern. Sie haben es geschafft. Einmal erlebt, bleibt dies im Gedächtnis einzementiert. Sie verfolgen das Spiel lieber von zu Hause aus. Sicher ist sicher.

Hut ab vor den Fans, die an einem FREITAG erneut den weiten Weg nach Duisburg antreten. Das ist nicht selbstverständlich. Hoffen wir, dass sie pünktlich ankommen und unsere Jungs auf dem Rasen ordentlich anfeuern. Wo wir beim Thema wären ...

Das Spiel

Das ist auch viel interessanter. Kommen wir zum Wesentlichen zurück. Ein Fußballspiel. 22 Spieler. Ein Schiedsrichter. Drei Punkte. 

Bisher konnten wir in Duisburg keinen Sieg einfahren. Beim ersten Aufeinandertreffen trennten sich beide torlos mit einem 0:0, was für den Club ein Punktgewinn war. In der letzten Saison standen sich dann beide Teams in der zweiten Bundesliga gegenüber. Beide stiegen ab. Duisburg gewann allerdings spät. Vorher hatten wir Christian Beck aufgrund einer schweren Kopfverletzung "verloren" und waren seitdem mehr damit beschäftigt, ob er überhaupt an diesem Abend den Weg nach Magdeburg zurück antreten könnte. Konnte er nicht. Es war ein Abend zum Vergessen. Die späte Niederlage, die Schultern hingen, der Abstieg kam näher und näher.

Nun sind beide Vereine erneut in einer Liga. In der dritten, allerdings hat Duisburg bisher einiges besser gemacht, als der Club. Doch mit 44 Punkten nach 26 Spieltagen an dem ersten Tabellenplatz zu stehen, hatte es lange nicht gegeben. Die Liga ist ausgeglichen. Drei Spiele verloren die Duisburger nacheinander und stehen dennoch ganz oben. Die Niederlagen waren gegen Zwickau, Mannheim und Meppen. Gegen diese Mannschaften holten wir allerdings auch nur einen Punkt. Der Trainer Torsten Lieberknecht war nach der letzten Niederlage in Meppen völlig außer sich. Stinksauer wollte er nicht über ein (dennoch) gutes Spiel seiner Mannschaft sprechen, sondern wetterte über die Entstehung des Gegentores. Dieses haben sie sich nämlich selbst zuzuschreiben. Tief saß hier auch noch die Erinnerung an das Spiel zu Hause gegen den Waldhof Mannheim, wo man eine sichere 2:0 Führung aus der Hand gab und die drei Zähler mit nach Mannheim schickte. 

Meppen und Mannheim. Zwei Teams die plötzlich mit den Hufen hinter Duisburg scharren und im oberen Tabellendrittel stehen, wo sie kaum jemand gesehen hat. Punktgleich mit Duisburg ist Unterhaching ganz oben und kann es wahrscheinlich selbst kaum glauben.

Unser Club hingegen muss Punkte gegen den Abstieg sammeln. Nach unten sind es nur 2 Zähler. Alle punkten nacheinander, dass macht es noch schwieriger und der Blick sollte nur auf EINEN liegen. Einem selbst. Im letzten Heimspiel hat man zum ersten Mal einen Rückstand in einen fulminanten Sieg gedreht. Die Hoffnungen sind bei vielen dementsprechend groß. Doch sind alle vorsichtig geworden. Viele Zweifel sind da ... und die kann nur die Mannschaft zerstreuen. Doch die letzten Spiele und die Entwicklung des Teams machen leise Hoffnung.

Außer Jürgen Gjasula, der zu viele gelbe Karten gesammelt hat, kann der Trainer alle Spieler mitnehmen. Er hat sich allerdings schon für 18 Spieler entschieden, die in den Bus nach Nordrhein-Westfalen eingestiegen sind. Es wird Zeit eine erfolgreiche Serie einzuläuten.

"We hope, we have a little bit lucky again..." 

In diesem Sinne - Sport Frei!