Mit dem Rücken zur Wand? - Wir schauen nur nach vorne!

3. Spieltag, 2. Bundesliga _ Saison 2018/2019, 1.FC Magdeburg gegen FC Ingolstadt 04

Mit dem Rücken zur Wand? - Wir schauen nur nach vorne!

24.08.2018von Nicole OtrembaFußball
Mit dem Rücken zur Wand? - Wir schauen nur nach vorne!

Wir schreiben das Jahr 2018. Der 1. FC Magdeburg ist in der 2. Fussballbundesliga. Da, wo er seit Jahren hingehörte und nun ist. Und das ist gut so.

Die ersten zwei Punktspiele waren durchwachsen. Kaum Torchancen, viel Abwehrkampf. Ein schnelleres Spiel wird der Mannschaft, die punktuell verstärkt wurde, auferlegt. Schneller Umschalten. Schneller zurück. Noch schneller nach vorne. Das haben wir bereits nach dem Saisonauftakt geschrieben und hofften auf eine Verbesserung im zweiten Spiel.

In Aue dann ein ähnliches Bild mit punktuellen Veränderungen. Dennis Erdmann als zentraler Abwehrchef hatte seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Pascal Testroet gut im Griff. Auch Sören Bertram konnte nach vorne nicht viel ausrichten. Sogar Chancen wurden zu Beginn der zweiten Halbzeit und am Ende noch erspielt. Dennoch hätte man dieses Spiel auch gut verlieren können. Ein Auf und Ab der Clubgefühle und mit einem Punktgewinn, dem ersten Punkt in der zweiten Liga, ging es in den DFB-Pokal.

Da machte Trainer Jens Härtel wieder von seinem Rotationsprinzip Gebrauch und stellte gleich auf sieben Positionen um. Spieler, die noch auf der Bank waren, liefen zu einer grandiosen Choreografie von Block U ein. PS: Ein Dank auch von uns an die Zeit und Arbeit, die in dieser Choreografie gesteckt hat. Ein Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass alle Tüten handgepackt waren. Gänsehautfeeling machte sich nicht nur bei den Zuschauern breit. Das Publikum strahlte und peitschte die Jungs von der ersten Sekunde an nach vorne. Die Spieler, die auf der Tribüne saßen, schauten eher reserviert drein. Jeder will im HKS gern selber auf dem Platz stehen. Wirklich JEDER.

Das Spiel war plötzlich ein ganz anderes. Ein schneller Rückstand durch einen Elfmeter. Blöd gelaufen. Der Club drängte aber den SV Darmstadt zurück. Sie standen tief in der eigenen Hälfte und der Club jegte einen Ball nach dem anderen in Richtung Strafraum. Wenn doch nur einer im Netz gelandet, bzw nicht die Abseitsfahne oben gewesen wäre. Dann wäre die Chance auf Runde Zwei dagewesen. Aber ... Hätte, Hätte ... Phrasenschwein.

Vor dem dritten Punktspiel stellt sich natürlich erneut die Frage, wer nun am Samstag gegen Ingolstadt auf dem Rasen stehen wird. Viele haben ihre Chance gegen Darmstadt genutzt. Leider fallen zwei Spieler verletzungsbedingt aus (Bülter und Laprevotte), die wissen, dass der Kampf um den Stammplatz dadurch nicht einfacher wird. Offensichtlich liegt die Schwäche (noch) in der Offensive. Mit erst einem geschossenen Tor liegen wir weit hinter den Erwartungen zurück. Wo ist unsere Stärke geblieben? Es kann nicht nur an den Abgängen liegen, dass die Passwege plötzlich nicht mehr stimmen. Man spürt, dass man aber auch nicht mehr viel Zeit hat, diese von  Spiel zu Spiel zu verbessern. Punkte müssen her. Überlebenspunkte.

Doch stehen wir wirklich schon jetzt mit dem Rücken zur Wand? Mitnichten. Wir sagen eindeutig NEIN. Am Ende der Saison wird abgerechnet und auch wenn uns jeder als Absteiger sieht ... das charmante daran ist, dass man es den Kritikern zeigen kann. Der Club ist nicht der Gejagte. Der Club jagt die Anderen.

Lasst uns positiv in das nächste Heimspiel gehen. Vor einer tollen (wie immer) Kulisse, werden wir um die nächsten drei Punkte kämpfen. Wie singen wir doch immer so schön "Noch ist Magdeburg nicht verloren ... noch sind wir die Größten auf der Welt".

In diesem Sinn!

Sport Frei!