Nächster Spieltag - Alles oder Nichts gegen Meppen

Ausblick auf das kommende Heimspiel gegen den SV Meppen

Nächster Spieltag - Alles oder Nichts gegen Meppen

08.02.2020von Nicole OtrembaFußball
Nächster Spieltag - Alles oder Nichts gegen Meppen

Mannheim

Erleichtert ging es dann doch irgendwie auf die lange Heimreise. Die fünfstündige Autofahrt wurde anfangs noch zum sinnieren, dann zum diskutieren und anschließend zum musizieren genutzt. Irgendwie muss man die lange Zeit ja rumbekommen. Ähnlich ging es bestimmt auch den anderen Magdeburger Fans, die zahlreich im Carl-Benz-Stadion erschienen waren.

Dennoch war die Stimmung am Ende nicht so ausgelassen wie sonst. Der Frust bis zur 90. Minute saß tief. Der späte Ausgleich und der Jubel dazu war mehr zum Frustabbau geeignet. Richtigen Freudentaumel hätten wir erlebt, wenn dann doch noch der Ball zum Sieg ins Tor getrudelt wäre. Doch somit hielt sich die Freude dann irgendwie in Grenzen. Auch nach Abpfiff wurden die Fans von den Anstimmern eher noch angespornt das bekannte "EFFFFFF-ZEEEEE-MAAAGGGGDEEEEBBUUURGGGG .. Du bist niemals alleine, wir sind die Größten der Welt, FC Magdeburg" anzustimmen. Es war verhaltener als sonst. Die Ansprache der Anstimmer an die Mannschaft fiel auch dementsprechend aus. War gut, aber es geht halt noch mehr. Es wird auch mehr erwartet.

Der Blick nach unten in die Tabelle verursacht auch mehr Bauchschmerzen als Schmetterlinge in der Magengegend. Doch was hoffnungsvoll stimmt, ist, dass die Mannschaft mittlerweile mehr Chancen herausspielt. Dennoch sind wir bei Standards weiterhin ungefährlich. Andere jubeln bei einer Ecke, wir ziehen den Strich und zählen einfach nur noch. Das stimmt selbst uns traurig. Wo wir bei den gegnerischen Freistößen zittern und bangen, schauen wir gebannt auf unsere Schützen und warten oft vergeblich auf den Torjubel. Es muss einfach besser werden. Wir wollen nicht nach unten schauen.

Magdeburg

Wieder in der Heimat wurde am Montag der neue Spieler begrüßt. Patrick Möschl kam aus Dresden und fuhr etwas Elbaufwärts, um nun bei uns gegen den Ball zu treten. Er will mehr Spielpraxis und ist im offensiven Mittelfeld zu Hause. Nun heisst es für ihn, Stadt und Leute kennenzulernen und schnell Fuß zu fassen. Große Hoffnungen werden auf ihn gesetzt, damit es in der Offensive noch besser wird. Ob er bereits fit genug für den Einsatz am Samstag gegen Meppen ist, bleibt abzuwarten.

Ansonsten wurde weiterhin intensiv im Team gearbeitet. Gegen Meppen möchte man endlich wieder einen Heimdreier einfahren und die Fans versöhnlich stimmen. Denn der Blick soll weiterhin nach oben gehen. An Spielermaterial mangelt es auch sonst nicht. Außer den beiden gesperrten Akteuren Thore Jacobsen und Sirlord Conteh stehen alle Spieler zur Verfügung. Doch wer schafft es in die Startelf?

Meppen

Meppen startete mit zwei Heimspielen ins neue Jahr 2020 und konnte bisher keinen Punkt daraus mitnehmen. Das frustriert natürlich, vor allem wenn man bedenkt WIE unglücklich zum Teil die Spiele verloren wurden. Gegen Mannheim bekamen sie früh das Gegentor, konnten allerdings, trotz Überzahl, keinen Ausgleich erzielen. Und im letzten Spiel gegen den Chemnitzer FC ging der SV Meppen in Führung, bekam in der zweiten Halbzeit den Ausgleich und dann in der Nachspielzeit noch den Nackenschlag verpasst. In der 92. Minute trafen die Sachsen zum Sieg. Noch bitterer war es allerdings auch für unseren Ex-Spieler Steffen Puttkammer, der seine fünfte gelbe Karte bekam und somit am Samstag gegen uns fehlen wird. Im Stadion wird er dennoch sein. Doch genau in Magdeburg nicht auf dem Platz zu stehen tut ihm persönlich natürlich sehr weh.

Im Hinspiel konnte der 1.FC Magdeburg auch einen 0:1 Rückstand zur Pause noch in einen Sieg drehen. Damals war es Manfred Osei Kwadwo, der hier zum Matchwinner wurde. Danach konnte er leider nicht mehr an den Torriecher anknüpfen.

Samstag

Samstag zählt es. Mal wieder. Es ist Spieltag und es geht um drei Punkte. Drei wichtige Punkte. Und egal wer da als Gegner auf dem Platz steht ... es zählen nur die Tore.

Sport Frei!