Sommerpause ADÈ - Neue Gesichter in einer bekannten Liga

Beginn des Testspielreihe zur Saisonvorbereitung

Sommerpause ADÈ - Neue Gesichter in einer bekannten Liga

21.06.2019von Nicole OtrembaFußball
Sommerpause ADÈ - Neue Gesichter in einer bekannten Liga

Sommerpause ADÈ - Neue Gesichter in einer bekannten Liga

Man sagt, man soll nicht zurückblicken, sondern nur nach vorn schauen. Dennoch ist ein wenig Wehmut dabei, wenn man einen winzigen, einen klitzekleinen Blick zurück in die vergangene Saison wirft. Es war ein kurzer Ausflug in die 2. Bundesliga. Es war eine lehrreiche Saison. Es war eine Saison mit vielen neuen Stadien und einer anderen Ebene Fussball zu spielen und Fussball zu sehen.

Ein Profifussballer sagte vor Kurzem, dass er schnell wieder in der 1. Liga spielen will, da ihm die 2. LIga zu "hart" ist. Mmhhh ... als Kind der Generation Amateurfussball hat diese Aussage bei mir eher Stirnrunzeln verursacht ... und ich lachte kurz auf. Harte Zweikämpfe in der 2. Bundesliga? Mmmhhhhh. Manchmal hatte es schon etwas von "Mimimimimi" statt "Blutgrätsche". Technisch besser ausgebildete Fussballer holten die technischen Fouls heraus. Harte Zweikämpfe sind dann doch eher selten. Ich hätte sie mir sogar das ein oder andere Mal mehr gewünscht. Fussball ohne Wenn und Aber. Fussball mit Leidenschaft ... die keine Leiden schafft, sondern Freude, Herzrasen, Schweißhände und Spaß am Spiel.

Nach dem letzten Heimspiel gegen den Bundesligaaufsteiger Köln war es dann auch geschehen. Nicht nur die Zuschauer und Fans verließen ihr liebgewonnenes Heinz-Krügel-Stadion, sondern auch die Hälfte der Mannschaft. Die Sachen waren gepackt, die Verträge zum Teil schon in der Tasche und der Urlaub gebucht. Nur weg, raus ... ab in die Sonne und weg vom Fussball. Raus aus "the good old town". Manch einer kam auch nicht wieder.

So ist es im Profifussball. Spieler kommen, Spieler gehen und das geht manchmal so schnell, dass sie sich noch nicht mal ihre Anschrift gemerkt haben, wo sie wohnten. Der Club war nur eine Station von vielen, die man schon in seiner Transferhistorie hatte oder haben wird. Geld regiert das Fussballgeschäft.

Somit hatte unser geliebter Club, ohne die Jugendspieler, noch nicht mal eine Mannschaft zusammen. Nach knapp 2 1/2 Wochen Ruhe, wurde die innere Unruhe bei vielen schon größer. Andere Vereine vermeldeten fast täglich ihre Neuzugänge, der 1. FC Magdeburg ließ lange nichts von sich hören und präsentierte dann plötzlich schon eine halbe Mannschaft. Mittlerweile ist sie auch schon fast komplett und wir stehen vor einer großen Aufgabe. 

Wie verdammt soll ich mir denn die neuen Spieler und deren Nummern so schnell merken? Ich gehe also ins Studium "Kaderliste" und meine zu belegenden Kurse heißen "Testspiele", "Punktspiele" und "Länderpokal". 

Ich schrieb mich also nun für den Kurs "Testspiele" ein. Dieser begann mit dem Test bei Grün-Weiß Piesteritz und prompt musste ich schon (aufgrund privaten Verpflichtungen) die ersten 90 MInuten ausfallen lassen.

Egal. Fotografisch waren wir vor Ort und die Infos über das Spiel kamen. Mit dem Testspieler Kainz Froese, spielte sogar einer komplett durch. Marius Bülter fehlte wegen Knieproblemen, doch ist dies eher der Hinweis auf eine Trennung in Kürze (ganz starke Vermutung). In der ersten Halbzeit konnte Neu-Trainer Stefan Krämer (auch noch ungewohnt, hab ich ihn doch noch immer in rotem Erfurter Dress vor Augen)  nur zweimal klatschen. Der Club führte lediglich mit zwei Toren zur Halbzeit. Der Landesligist machte es einem schwer. Doch dann wechselte Krämer ausser Froese alle durch. Dann brach auch Piesteritz ein und das Ergebnis wurde auf einen 10:0 Sieg hochgeschraubt. Standesgemäß würde der Clubfan sagen. Bei bestem Wetter hatte aber auch Piesteritz vor 1.012 Zuschauern ein kleines Vereinsfest gefeiert und der Club zeigte sich im Osten des Landes. Bilder von dem Testspiel gibt es bei uns in der Galerie.

Der nächste Kurs heisst "Doppeltest in Neustrelitz". Eingeschrieben bin ich ... mal sehen, ob ich nach diesem Spiel, neben unseren bekannten Spielern und der Nummer 10, dem Jürgen Gjasula (easy - wenn man Bruder Klaus so oft vor der Nase hatte), noch weitere Nummern und Namen zu den Gesichtern zuordnen kann.

Ich bleibe dran ... Versprochen!

Einmal-Immer! Auf ein Neues!