Support EINS - Spielweise DREI - Ergebnis MINUS 2

Kurzer Rückblick auf ein weiteres Unentschieden

Support EINS - Spielweise DREI - Ergebnis MINUS 2

21.09.2019von Nicole OtrembaFußball
Support EINS - Spielweise DREI - Ergebnis MINUS 2

Knapp 4.000 Magdeburger Fans traten den langen Weg in die Pfalz an, um den 1.FC Magdeburg hier spielen zu sehen. Und das Ziel sollte nur eines sein. Ein Sieg.

Das Wetter spielte mit. Viele fuhren bereits einen Tag vorher los, genossen Bier und Wein und waren somit fit für das Spiel und auch die Stimme war ordentlich geölt. Das Stadion selbst ist unwahrscheinlich beeindruckend. Auf dem sogenannten Betzenberg hat man wirklich ordentlich zu tun, um den Berg zu erklimmen. Doch aufgrund der durchwachsenen Saisonbeginn der Lauterer, fanden nicht viele den Weg ins Stadion. Insgesamt kamen 19.316 Fans ins altehrwürdige Fritz-Walter-Stadion. Auch die Stimmung passte sich dann dem Spiel schnell an. Pfiffe wurden bereits nach wenigen Minuten laut. Der Club versuchte es mit Manfred Osei Kwadwo und Sirlord Conteh, die auf den Außenbahnen den Ball schnell nach vorne treiben sollten. Doch mit dem erhofften Tempofussball wurde es nichts. Chancen waren Mangelware. Drei Bälle gingen auf das Tor der Lauterer, doch alle gingen auch vorbei. Gut herausgespielte, aber durchaus seltene Offensivaktionen, wurden ohne Gegnereinwirkung verlangsamt. Somit konnte sich Lautern positionieren und den finalen Pass unterbinden.

Die ersten 45 Minuten waren nichts fürs Auge. Eher was für die Ohren. Unser Gästeblock sang und hüpfte, als wenn es kein Morgen geben würde. Der volle Block wurde geteilt und so zog man den unverwechselbaren Wechselgesang durch. Was den Support angeht, so hatten wir dort locker die drei Punkte verdient. Die Lauterer   versuchten zwar gegen uns anzukommen, richtig laut wurden sie allerdings nur, wenn auf dem Platz eine Chance für ihre Mannschaft im Anmarsch war. 

Am Ende der ersten Halbzeit mussten wir uns eingestehen, dass es mit dem Offensivfussball wieder nichts war, wir uns der Spielweise der Lauterer schnell anpassten und irgendwie wieder nicht zu unserem Spiel kamen. Es war einfach zum Verzweifeln. Die Spritzigkeit ließen sie vermissen. Energieriegel mussten her und ein schnelleres Tempospiel.

Nach Wiederanpfiff waren die ersten Minuten auch sehr verheißungsvoll. Endlich Ballbesitz bei uns und der Gang nach vorne. Eine Chance nach der Nächsten wurde herausgespielt, doch dann eine Unachtsamkeit und dann das Unfassbare. Das Stadion wurde schon zum Schweigen gebracht, da brachten wir es wieder in Wallung. Florian Pick, der einzige Gegenspieler der richtig Lust auf Fussball hatte, stand plötzlich frei vor Morten Behrens und suchte sich seine Ecke aus. In der 63. Minute wieder der Rückstand. Und dazu war das Stadion wieder da und puschte ihre Lauterer nach vorne. Das verhieß nichts Gutes. Mit einem "FCM Erwache" und "Kämpfen und Siegen" versuchten die 4.000 Unerschrockenen auf der Tribüne irgendwie die Initialzündung bei den Spielern zu finden. Es sollte wieder Innenverteidiger Tobias Müller sein, der den Ausgleich eiskalt vollendete. Nach einer Ecke stand er am langen Pfosten und schob den Ball ins Netz. 78. MInute. Da ging noch was. Ging es auch. Doch der Ball fand den Weg nicht ins Tor. Sören Bertram hätte in der Schlußminute den Siegtreffer markieren können, doch der Ball kullerte wie in Zeitlupe am linken Torpfosten vorbei ins Toraus. Unfassbar. Das wäre es gewesen. Ein dreckiger Sieg. Er blieb uns wieder nicht vergönnt.

Somit fuhren wir mit einem weiteren 1:1 in die weit entfernte Heimat zurück. Nach Magdeburg. Nicht wissend, was noch auf uns zukommt. Klar ... Freitagabend. Flutlicht. Würzburger Kickers.

Na dann ... EINMAL-IMMER!

Sport Frei!