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Hohe Auswärtsniederlage in Mannheim

31.10.2020von Nicole OtrembaFußball
Tief im Tabellenkeller - Tiefe Wunden in den Herzen der Fans

In der letzten Woche ist viel passiert. Die Suspendierungen von Jürgen Gjasula und Sören Bertram waren Hauptgesprächsthema. Entscheidend war allerdings, wie das Team darauf reagieren würde. Können sie sich konzentrieren und die Aufregung hinter sich lassen?

Das Auswärtsspiel in Mannheim sollte die sportlichen Fragen beantworten. Trainer Thomas Hoßmang setzte auf die gleiche Elf wie gegen Wehen Wiesbaden und wollte eine Antwort sehen. Zudem natürlich auch eine ansprechende Leistung über 90 Minuten und nicht nur eine Stunde. 

Nach dem Anpfiff sah dies auch ganz gut aus, als plötzlich Maximilian Franzke frei vor Mannheims Torwart Jan-Christoph Bartels auftauchte. Doch der Ball war nicht im Netz, konnte leider von Bartels geklärt werden. Das wäre ein frühes Ausrufungszeichen gewesen. Man musste sich in einen offensiven Rausch spielen, wenn man die Krise endlich hinter sich lassen wollte. Das Spiel war von beiden Seiten offensiv gestaltet und die Laufintensität war dementsprechend hoch. Spielerisch war der Club in den ersten Minuten in der Oberhand, doch machte Mannheim das Tor. Nach einem Standard traf Jesper Verlaat aus der Nahdistanz nach 11 Minuten ins Tor. Doch wer jetzt hängende Köpfe erwartet hatte, der wurde getäuscht. Magdeburg drückte und wollte den Ausgleich. Raphael Obermair gelang es dann auch, den Ball ins Netz zu befördern. Nach 25 Minuten war alles wieder ausgeglichen. Doch wieder eine Unaufmerksamkeit später traf Mannheim zum 2:1 aus kurzer Distanz. Ärgerlich, denn zu diesem Zeitpunkt war es abermals der 1. FC Magdeburg, der hier Spielgestaltend agierte. 

Kam der Club zurück? Ja. Kurz vor der Halbzeit lief Luka Sliskovic tief, zog in den Strafraum und aufs Tor. Mannheims Kapitän Marcel Seegert wollte den Ball klären, doch schob ihn selbst ins eigene Netz. Ausgleich nach 41 Minuten und der Club war wieder dran. Nach der Halbzeit lief es auch so gut weiter. Man lief den Gegner an und dann leistete sich Marcel Hofrath einen Fehler. Daniel Steininger, der für Sliksovic kurz nach Wiederanpfiff in die Partie kam, stibitzte den Ball und zog an Torwart Bartels den Ball zum Tor. Doch dieser ging Zentimeter am rechten Torpfosten vorbei. Wer da denkt, dass dies noch fatale Folgen haben könnte, der sollte Recht behalten.

Der 1. FC Magdeburg spielte gut. Lief viel. Die Stürmer halfen hinten aus und umgekehrt. Doch mit den Wechseln im Team folgten die langen und weiten Bälle nach vorne. Durch die hohe Intensität häuften sich die Fehlpässe und diese wurden vom Gegner schamlos ausgenutzt.

In den letzten 15 Minuten standen wir nur noch hinten drin. Versuchten den Ball irgendwie aus der Gefahrenzone zu schlagen, doch dieses gelang auch nur noch mittelmäßig. Von daher schlug der Ball sowohl in der 73., als auch 88. Minute hinter Morten Behrens im Netz ein. Doch die schlechte Kirsche auf der heutigen nichtschmeckenden Torte war dann noch die rote Karte wegen einer Notbremse gegen Tobias Müller. Der fällige Freistoß wurde in der 93. Minute zum Endstand von 5:2 verwandelt und schmerzte so richtig im Clubherzen.

Spieler verloren. Spiel verloren. Punkte verloren. Tabellenletzter. 

Geht es eigentlich noch tiefer?

Lebbe geht weiter. 

PS: Aufgrund von Vorsichtsmaßnahmen gibt es keine Bilder vom Spiel.