Trotz knapp 40-minütiger Überzahl - 0:1 Heimpleite gegen den Hamburger SV

11. Spieltag 2. Bundesliga der Saison 2018/2019: 1. FC Magdeburg gegen Hamburger SV 0:1 (0:0)

Trotz knapp 40-minütiger Überzahl - 0:1 Heimpleite gegen den Hamburger SV

26.10.2018von Sportfotos MagdeburgFußball
Trotz knapp 40-minütiger Überzahl - 0:1 Heimpleite gegen den Hamburger SV

Am 11. Spieltag verliert der Club vor 23.132 Fans im ausverkauften Heinz-Krügel-Stadion mit 0:1 gegen den Hamburger SV. Dabei agierte der Club ab der 53. Minute mit einem Spieler mehr auf dem Feld als die Gäste, da der Hamburger David Bates nach einem Foul an Marius Bülter seinen zweiten gelben Karton der Partie sah. Trotz der Überzahl konnte der Club nur selten offensive Durchschlagskraft entwickeln und fing sich nach einem Konter gar das entscheidende Tor durch Khaled Narey ein (76.). Jens Härtel resümierte nach der Begegnung: „In Überzahl so ein Tor zu bekommen, ist sehr ärgerlich. In dieser Situation hat man die Klasse einer Mannschaft gesehen, die so in die Bundesliga gehört. Wir haben danach alles reingeschmissen und hatten die ein oder andere Situation, um hier etwas mitzunehmen. Leider ist uns der Ausgleich nicht mehr gelungen.“

Jens Härtel schickte seine Elf erstmals von Beginn an in der gegen Dynamo und Heidenheim so erfolgreichen 4-2-3-1 Formation in die Partie. Für die gesperrten Erdmann und Müller begannen Schäfer und Weil. Zudem ersetzten Bülter und Niemeyer Hammann sowie Ignovski.

Guter Start für den Club

Blau-Weiß hatte nach wenigen Zeigerumdrehungen durch Bülter die erste Gelegenheit des Spiels – seine Kopfball mit dem Hinterkopf  nach Vorarbeit durch Costly senkte sich auf das Tordach. Trotz des nominell offensiver ausgerichteten Spielsystems bemühte sich der Club kompakt zu stehen. Ist natürlich verständlich, da man auch mit einem Verteidiger weniger agiert. In der sonst von Härtel präferierten Spielanlage verteidigen bei gegnerischem Ballbesitz 5 Spieler in der letzten Linie.  Nach einer Viertelstunde wurden die Hamburger ballsicherer und erspielten sich aufgrund der Feldüberlegenheit Torraumszenen. Norey scheiterte an Brunst (23.) und Hunt mit einem Freistoß am auf die Torlinie zurückeilenden Schäfer (25.). Zudem bekam der Club den Südkoreanischen Nationalspieler Hee Chan Hwang zu keinem Zeitpunkt in den Griff. Dieser hatte in der 30. Minute auch die beste Gelegenheit des ersten Durchgangs. Über die Stationen Narey und Holtby fiel der Ball Hwang vor die Füße, der aus vollem Lauf mit seinem Schuss am glänzend reagierenden Brunst scheiterte (30.). Blau-Weiß hatte in dieser Phase lediglich halbgare Chancen durch Konter, bei denen man es entweder zu kompliziert machte oder zu ungenau spielte.

Zwingende Szenen blieben leider Mangelware

Die zweite Hälfte eröffnete Lasogga mit einem Schuss aus zentraler Position, der der Eckfahne näher war, als dem Magdeburger Gehäuse (48.). Zwei Minuten später verlor Mangala im Spielaufbau den Ball nach einem Stockfehler an Beck – der Schuss aus ca. 45 Metern ging knapp drüber. Beck hatte gesehen, dass sich Pollersbeck ein gutes Stück vor der eigenen Box bewegte. Mit der dann folgenden gelb-roten Karte war die Dramaturgie des Spiels eigentlich geebnet und das Momentum hätte kippen können – tja hätte, hat es aber nicht.  Der HSV schaltete einen Gang zurück und ließ dann FCM zwar kommen, doch die hochkarätigeren Abschlüsse sollten weiterhin die Gäste haben.  Der eingewechselte Jatta von der linken Strafraumkante (69.) und Mangala aus 20 Metern konnten Brunst nicht überwinden. In der 77. Minute war es dann leider doch passiert.  Pierre Michel Lasogga bediente mit einem Chip-Pass den gestarteten Narey, der unseren Schlussmann beim Herauslaufen tunnelte. Für Lasogga stand zu dem Zeitpunkt schon Jann-Fiete Arp zur Einwechselung bereit. Trainer Wolf wollte dies in der PK zwar nicht bestätigen – er schickte Arp nach der Bude aber sofort wieder auf die Bank und brachte für Lasogga unmittelbar nach der Führung den Verteidiger Lacroix. Der HSV mauerte die drei Punkte über die Ziellinie und unsere Jungs standen mal wieder mit leeren Händen da.

In der nächsten Woche geht es nach Darmstadt, gegen die man zu Beginn der Saison im DFB-Pokal verloren hat. Damals war aber auch deutlich mehr drin. Also heißt die Devise: Kopf hoch auch wenn der Hals dreckig ist. Sport frei.