Türpitz und Schwede erlösen FCM gegen den VfL Osnabrück

31. Spieltag der 3. Liga der Saison 2017/2018: 1.FC Magdeburg gegen VfL Osnabrück 2:0 (0:0)

Türpitz und Schwede erlösen FCM gegen den VfL Osnabrück

25.03.2018von Sportfotos-MDFußball
Türpitz und Schwede erlösen FCM gegen den VfL Osnabrück

Cracau - Vor 18.616 Fans hatte Blau-Weiß lange Zeit Schwierigkeiten, den Doppelriegel der Osnabrücker zu knacken. "Es war ein hartes Stück Arbeit heute," konstatierte Härtel nach dem Spiel. Erst als Türpitz mit Schwede einen öffnenden Doppelpass spielte und Türpitz satt in die kurze Ecke traf, war der Bann gebrochen (56.). Kurz vor Schluss warf Osnabrück alles nach vorn und kassierte nach einem Schwede-Sprint über den halben Pass den finalen Knock-Out. Am Ende stand ein 2:0 Heimerfolg in den Büchern.

Der Club hatte über weite Strecken der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, da Osnabrück den Club beim Spielaufbau nur selten störte und seinerseits auf Konter lauerte. Christian Beck hatte per Kopf (24.) und per Direktabnahme aus 18 Metern (27.) sowie Türpitz mit einem Fernschuss (35.) die einzigen blau-weißen Torabschlüsse. Osnabrück hatte durch Heider und Engel ebenfalls nur halbgaare Möglichkeiten. Insgesamt war es eine sehr durchwachsene erste Hälfte, was vor allem an den sehr tief verteidigenden Osnabrücker lag. 

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst ein unverändertes Bild. Aber vor allem war nun Türpitz besser im Spiel, der Gersbeck in der 50. Minute mit einem satten Außenristschuss prüfte. Dann kam Torpedos genialer Moment als dieser einen perfekt getimten Doppelpass mit Schwede spielte. Beim Abschluss in die kurze Ecke gab es für den wiedergenesenen Gersbeck nichts zu halten. Der VfL musste nun aus der Deckung kommen und selber aktiver werden. Osnabrücks Trainer Thioune brachte dafür frisches Personal - u.a. Marcos Alvarez und Jugendnationalspieler Steffen Tigges. Tigges war es auch, der sieben Minuten vor dem Ende die beste Möglichkeit zum Ausgleich für die Niedersachsen hatte. Die Drehschussfackel aus 15 Metern strich knapp über Glinkers Querbalken. Mit dem Schlusspfiff erzielte Tobias Schwede den Endstand. Im Gegensatz zu den Osnabrückern hatte unser Flügelstürmer noch Saft im Tank und konnte Appiah und Reimerink davoneilen und auch Gersbeck ohne Probleme umkurven. Schiedsrichter Badstübner pfiff die Partie gar nicht mehr an. 

Der Club zieht in der Tabelle wieder an Wiesbaden und Karlsruhe vorbei und kann am kommenden Mittwoch beim Nachholer gegen Zwickau weiter Boden auf Paderborn gut machen. 

Die Stimmen der Trainer:

Daniel Thioune (Osnabrück):

„Herzlichen Glückwunsch an den 1. FC Magdeburg. Wir wollten dem Gegner heute wenig Räume zur Verfügung stellen, damit er ihn bespielen kann. Dies hat meine Mannschaft sehr diszipliniert gemacht und sehr gut angenommen. Wir haben bis zum Tor sehr wenig zugelassen. In der ersten Halbzeit waren es nur ein-zwei Möglichkeiten, wo etwas hätte passieren können. Wir haben selber versucht im Umschaltspiel Nadelstiche zu setzten und hatten dann beim finalen Pass nicht die entscheidende Konsequenz gehabt, um daraus eine Chance zu generieren. Wir sind dann in die Pause gegangen und wussten, dass der FCM gewinnen muss, um in der Tabelle wieder zu klettern. Um so länger wir sie von unserem Tor fern halten, desto eher ergeben sich für uns Räume. Dann schlucken wir dieses Tor aus dem Nichts. Den Lucky Punch wollten wir dann setzten, indem wir alle Spieler bei der Ecke nach vorn geschickt haben und kriegen dann das 2:0. Ich hoffe, dass der FCM in der nächsten Saison eine Liga höher spielt, da es eine gute Truppe ist."

Jens Härtel (Magdeburg):

„Danke für die warmen Worte. Wir sind etwas überrascht worden, dass Osnabrück hinten mit vier Innenverteidigern agiert, die die Räume extrem eng gemacht haben. Es war schwierig für uns Möglichkeiten zu kreieren. Auch im Umschaltspiel waren wir zu langsam und haben eher hinten rumgespielt als schnell nach vorn. So war es halt eine zähe Begegnung bei der wir immer aufpassen mussten, nicht in einen Konter zu laufen. In der Halbzeit haben wir der Mannschaft Hinweise gegeben wie wir es heute spielen müssen. Es war dann wichtig für uns, dass gut herausgespielte Tor zu machen. Diese eine gute Möglichkeit haben wir genutzt. Hintenraus haben wir auf das Spiel der Osnabrücker reagiert und sind nicht mehr ganz so hoch angelaufen und haben versucht, dass Spiel nach Hause zu bringen. Es war kein schönes Spiel heute. Es war harte Arbeit – ein Arbeitssieg  gegen eine gut organisierte Mannschaft."