Und es geht doch - SECHS Tore für die Fanseele

Aufarbeitungen des ersten Heimsieges gegen Carl-Zeiss Jena

Und es geht doch - SECHS Tore für die Fanseele

29.02.2020von Nicole OtrembaFußball
Und es geht doch - SECHS Tore für die Fanseele

Und es geht doch...

Bereits vor dem Spiel war es Block U, die die Mannschaft anfeuerten und versuchten ordentlich zu motivieren. Nachdem in der Woche ein gemeinsamer Bowlingabend dazu beitrug, die Fans und Mannschaft noch näher zusammenzubringen, sollte das Spiel eine erhoffte Wende einläuten.

Dennoch wuchs die Anspannung minütlich. Es musste einfach klappen. Irgendwie. 

Das Spiel begann dann wie immer. Unsere Spieler wollten, hatten aber nicht das nötige Abschlußglück. Und der Gegner kam einmal vor unser Tor und brachte uns nach 8 Minuten in Rückstand. Bei jedem Pass, der nach hinten gespielt wurde, wurden die Pfiffe von den Tribünen lauter. Der Frust bei den Fans wuchs, aber Block U feuerte weiter an. Das Gefühl beschlich einen, dass es doch noch klappen könnte. Die Mannschaft schob sich nach vorne. Unsere Abwehrreihe war an der Mittellinie zu finden und dann war es ein Standard, der den Ausgleich brachte. Nach einer Ecke von Timo Perthel stiegen Sören Bertram und Christian Beck gemeinsam hoch und Beck war es, der den Ball in die Maschen haute. 24 Minuten waren da gespielt und den Felsbrocken von unserem Kapitän hörte man Kilometerweit plumsen.

Die gleiche Situation gab es dann auch in Minute 30. Wieder eine Ecke von Perthel und dieses mal haute Marcel Costly den Ball ins Tor. Wir drehten das Spiel in eine 2:1 Führung und hatten erst eine halbe Stunde gespielt. Danach wurde es aber immer wieder brenzlig und Jena steckte nicht zurück. Sie forderten Standards, denn das ist ihre Stärke. Dennoch gingen wir mit dieser knappen Führung in die Pause, die leider nicht lange anhielt.

Nach Wiederanpfiff hatte der Club mehrere Möglichkeiten einen dritten Treffer zu machen, bekamen aber in der 58. Minute, durch eben jenen Standard, den 2:2 Ausgleich kassiert. Gerade Aytac Sulu feuerte das Spiel wieder an und brachte die Pfiffe auf den Rängen zurück. Bei jedem Pass zurück forderten die leidgeplagten Fans den Ball nach vorne und quittierten dies mit Pfiffen. Block U machte es dagegen richtig. Sie sangen, sie hüpften, sie gaben weiterhin Gas. Und sie wurden belohnt.

Mit der Einwechslung von Sirlord Conteh in der 65. Minute kam ordentlich Schwung in die Partie. Er holte keine fünf Minuten später einen Elfmeter heraus, der so klar war, dass Schiedsrichter Sören Storks sofort auf den Punkt zeigte. Jürgen Gjasula nahm den Ball und verwandelte eiskalt. Sogar der Trainer sprach im Nachgang von ihm als "Eisschrank". Humorlos ging der Ball ins linke untere Eck und die Führung in der 70. Minute war wieder da. Da war aber auch die Angst wieder da, dass es nicht lange anhielt. Das Publikum wurde zum Teil erneut unruhig.

Doch irgendwie machten sie es heute anders und spielten offensiv weiter. Mit dem 4:2 durch Christian Beck, was anfangs stark nach Abseits aussah, wurde das komplette Stadion mitgenommen und die Pfiffe wurden eingestellt. Dann öffnete sich Jena und das brachte Raum und Platz für den Sprinter Sirlord Conteh, der mit dem 5:2 und 6:2 auch für sich einen Doppelpack schnürte und endlich den Knoten platzen ließ. Gekonnt schoß er am Torwart vorbei oder drüber und ließ sich, zu recht, von Block U feiern.

Am Ende stand das ganze Stadion und applaudierte. Die Erleichterung war allen anzumerken. Nun muss man nur weiterhin daran arbeiten, dass auch weitere Spiele erfolgreich gestaltet werden. Das nächste Spiel findet nun beim MSV Duisburg statt. Das wird nicht leichter.

Wir nehmen die drei Punkte erstmal mit. Freuen uns über ein schönes Spiel und konnten endlich die letzten 10 Minuten mal entspannt ein Fußballspiel geniessen.

Hoffen wir, dass dies nicht nur eine kurze Momentaufnahme ist. 

Bis dahin. Sport frei!

 

Die Pressekonferenz nach dem Spiel: