Wenn du einen Sprung vorwärts machen kannst und den Rückwärtsgang einlegst

Nachbetrachtungen zum 30. Spieltag gegen Jahn Regensburg

Wenn du einen Sprung vorwärts machen kannst und den Rückwärtsgang einlegst

21.04.2019von Nicole OtrembaFußball
Wenn du einen Sprung vorwärts machen kannst und den Rückwärtsgang einlegst

Leer.

Ausgelaugt.

Betrübt.

Niedergeschlagen.

Den Hoffnungen beraubt.

Wenn du den Sprung vorwärts machen kannst und den Rückwärtsgang einlegst. 

Können wir die Zeit noch einmal zurückdrehen?

Wir schreiben den Sonntagmorgen. Ostersonntag. Der Wecker schrillt. Aufgrund der gestrigen Ergebnisse ist die Hoffnung größer. Man kann aufschliessen zu den Mannschaften die knapp über einem stehen. Es lief für uns. Also schwingen wir uns aus dem Bett, steigen ins Auto und machen uns an einem Feiertag auf ins 450 Kilometer entfernte Regensburg. 

Die Autobahn ist frei. Die Sonne strahlt und die Stimmung steigt. Heute kann es gehen. Wir können es packen. Dennis Erdmann und Philip Türpitz müssen irgendwie adäquat ersetzt werden, aber jeder Spieler will doch diese Liga verdammt noch mal halten. Oder? Also drücken wir aufs Gaspedal. Regensburg kommt näher. Das Spiel auch. Nach dem das Auto den Gästeparkplatz erreicht hat, ist man im Tross aller Gästefans. So muss es sein. Darum macht man das. Schnell noch eine Bratwurst Semmel und ein Bier und dann rein in den Block. Die Fahnen werden gehisst. Die Spieler machen sich warm.

Der Anpfiff und wir machen das Spiel. Ja. So wollen wir das sehen. Der Ball geht in eine Richtung. Kommt aber leider nicht durch. Richtige Torchancen sind Mangelware. Die Abwehr steht. Dann wendet sich das Blatt und Alexander Brunst bekommt mehr zu tun. Er schreit seine Mitspieler immer öfter an, versucht die Ordnung herzustellen und dann passiert es doch noch in der ersten Hälfte. Das Gegentor. Doof verteidigt und rein ins Netz. Brunst ist machtlos und brüllt gleich wieder.

Nach der Halbzeit ein weiterer guter Auftritt unserer Elf. Da geht noch was, dachten wir. Doch dann jagte wieder Regensburg mehr Bälle an unserem Tor vorbei, die gefährlich waren. Wir bekamen ein klares Handspiel im Strafraum nicht geahndet. Es hätte die Wende werden können. Doch das Glück war nicht auf unserer Seite. Alle Bemühungen zum Trotz. Der Ball ging nicht ins Tor und am Ende stand eine weitere 0:1 Niederlage auf dem Zettel. Regensburg feierte sich selbst. Wir haderten mit uns selbst.

Der Gang der Mannschaft in die Kurve war zäh. Eher zögerlich kamen sie. Block U machte eine klare Ansage. "Weiter Jungs". Sie wollen einfach nur, dass die Spieler alles geben. ALLES GEBEN. Bis auf die letzte Sekunde.

Nächste Woche gibt es das nächste Spiel. Zu Hause gegen Fürth. Es ist das vorletzte Spiel in unserer heimischen Arena vor Saisonende. Vielleicht auch das vorletzte Spiel in der 2. Bundesliga?

Momentan können wir nicht denken. Momentan sind wir einfach nur ...

...leer

...platt

...ausgelaugt

...bedient

...und durstig. Sehr durstig. 

Schönen Abend noch, Freunde der Nacht ... die Bilder kommen noch ... irgendwann ... jetzt ist erstmal was anderes wichtiger.

Sport Frei!