Wenn du nicht spielst, kannst du nicht gewinnen - Auf gehts nach Meppen!

Vorschau auf Spieltag Nummer 4

Wenn du nicht spielst, kannst du nicht gewinnen - Auf gehts nach Meppen!

02.08.2019von Nicole OtrembaFußball
Wenn du nicht spielst, kannst du nicht gewinnen - Auf gehts nach Meppen!

Emsland. Idylle. 35.000 Einwohner zählt das Städtchen Meppen und zog in ihrem ersten Heimspiel über 6.000 Fans ins Stadion. Der Fußball wird dort gelebt. Das urige Stadion hat so seinen eigenen Charme. Man hört die Vögel schon allein vom Gedanken zwitschern.

Doch wenn unsere Fans in den Gästeblock laufen, dann ist es vorbei mit der Ruhe. Dann gehts richtig ab und die Unterstützung wird von der ersten Minute an auf den Platz getragen. Der Club braucht Punkte. Wir brauchen Punkte für die Seele. Wir brauchen Punkte, um die Schwarzredner mundtot zu machen.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Aussagen, die uns entgegenschlugen, dass die Mannschaft so nicht weiterkommt und dass es schwer wird die Liga zu halten, blenden wir mittlerweile gekonnt aus. Es wird nett gelächelt. Egal was wir sagen, es wird eh negativ gekontert. Also sagen wir nichts und schweigen. Wir denken uns unseren Teil.

"Das Unentschieden war viel zu wenig. Da hätte man mehr drauß machen müssen" - Was sollen wir darauf antworten? "Nein. Natürlich nicht. Eine Niederlage würde uns viel besser zu Gesicht stehen. Wer will denn schon im Mittelfeld der Tabelle stehen? Schauen wir uns lieber die Tabelle von unten an." Hallo? Natürlich hätten wir drei Punkte verdient gehabt. Aber das wissen nicht nur wir Fans auf den Rängen, dass wissen auch die Spieler. Das weiß auch der Trainer. Dem braucht man das nicht noch zehnmal sagen und danach die offene Frage im Raum stehen zu lassen "Na, ob das noch lange gut geht?".

Ein Deja-vu zieht in meinem Inneren vorbei. Die gleichen Diskussionen hatten wir damals bei Jens Härtel. Jens Härtel kam, brachte seine Spielphilosophie mit und keiner setzte es sofort um. Die Spiele gingen verloren. Der Trainer war bereits auf dem Abstellgleis bei einigen Fans und doch hielt man an ihm fest und installierte so einen Trainer, der den Erfolg wieder nach Magdeburg zurückholte.

Zeit

Die vielen neuen Spieler brauchen Zeit. Der Trainer braucht Zeit. Keiner kannte sich so richtig vorher. Jeder spielte mit einem anderen Fussballer und jeder Trainer hatte seine eigene Philosophie. Wer denkt, dass Fußball heutzutage nur daraus besteht, den Ball von links nach rechts zu schlagen, der irrt gewaltig. Die Taktik ist entscheidend und braucht helle Köpfchen auf dem Feld. Schnelle Taktikänderungen müssen sofort umgesetzt werden und nicht erst nach zwei weiteren Gegentoren.Wer alle drei Spiele genauestens beobachtet hat, der sieht eine Verbesserung im Spiel. Das Einspielen des Teams hat begonnen. Genau deshalb hält der Trainer auch am Großteil der Startelf fest. Genau das ist es, was ein Spieler braucht. Vertrauen. Wir sind nicht alle jeden Tag gleich und können jeden Tag genau die gleiche, natürlich für Andere beste Leistung, abrufen. Der Spieler und wir sind Menschen, keine Maschinen.

Wir haben den 4. Spieltag vor Augen und der Trainer muss aufgrund von schwerwiegenden Verletzungen umstellen. Darüber sollten wir uns Gedanken machen. Uns gehen die Spieler aus. Die Abwehrspieler. Keiner möchte nun in der Haut vom Trainerstab stecken. Wir wissen, dass alle mit einem gesunden Optimismus in das Spiel gehen und dieses gewinnen wollen. Ja. Sie wollen drei Punkte holen. Keiner denkt schon jetzt daran, dass wir da verlieren werden oder nur einen Punkt mitnehmen. Nein. Wir wollen gewinnen.

Positiv denken - sonst hast du schon von Beginn verloren

Es ist wie im wahren Leben. Je älter wir werden, umso mehr ärgern wir uns über die Dinge, die noch gar nicht eingetreten sind. Die Erfahrungen leiten uns. Wir regen uns schon vor Anpfiff auf. Der Puls steigt und wir geniessen den Moment, wenn unsere negativen Gedanken wahr werden. "Hab ich doch gleich gesagt" - ist ein typischer Satz, der dann folgt. Warum tun wir das?

Lasst uns positiv ins neue Spiel gehen. Es beginnt bei einem 0:0 und die Chance, in Meppen einen Dreier zu holen, ist auf alle Fälle gegeben. Warum denn auch nicht? Die Spieler lechzen doch nur danach, nach einem Tor in die Kurve zu rennen und sich feiern zu lassen. Genau deshalb haben sie ihr Hobby zum Beruf gemacht. Das ist ihr Ziel. Sie wollen mit den Fans feiern und sich feiern lassen. Dann ist das Ego eines Fußballers gestillt. 

Meppen.

Meppen hat einen positiven Dreh seit Beginn hinbekommen. Nach der Auftaktniederlage zu Hause gegen Zwickau am ersten Spieltag, folgte ein Unentschieden und im letzten Spiel ein Sieg gegen Chemnitz. Der ehemalige Magdeburger Spieler Steffen Puttkammer ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Teams und nun haben sie auch noch Julius Düker ins Emsland geholt. Da werden wieder Erinnerungen wach. Eines wollen wir allerdings nicht. Ein Tor gegen uns von ihm. Soviel ist doch klar.

Wir haben uns natürlich auch wieder Gedanken um die Aufstellung gemacht. Hier unser Tipp zum 4. Spieltag (ohne Gewähr):

 

Auf gehts! Wer nicht spielt, kann nicht gewinnen.

In diesem Sinne! Sport Frei!