Wieder nur ein Punkt – FCM vergibt Sieg gegen Duisburg

7. Spieltag, 2. Bundesliga _ Saison 2018/2019: 1. FC Magdeburg gegen MSV Duisburg 3:3 (0:1)

Wieder nur ein Punkt – FCM vergibt Sieg gegen Duisburg

26.09.2018von sportfotos-MDFußball
Wieder nur ein Punkt – FCM vergibt Sieg gegen Duisburg

In der 87. Minute herrschte blankes Entsetzen im HKS. Rother hatte soeben Handke nach einer Duisburger Freistoßflanke aus kurzer Distanz im eigenen Strafraum angeköpft. Der Flipperball fiel dem eingewechselten Daschner vor die Füße - das Duisburger Nachwuchstalent bugsierte den Ball zum 3:3 in die Maschen. Es war für 10 Sekunden mucksmäuschenstill. Der Club hatte zuvor ein 0:1 zur Halbzeit in eine 3:2 Führung gedreht. Handke schraubte sich nach einer Butzen-Ecke 6 Minuten vor dem Ende in die Höhe und nickte ein. Endlich, wir waren dem ersten Dreier im deutschen Unterhaus der Bundesliga so nah. Wie eine Fata Morgana – so nah und doch so fern. Die Führung hielt nur 3 Minuten der schon erwähnte Daschner traf zum Endstand.

Kein Beck, kein Türpitz , kein Erdmann

Härtel ließ Türpitz nach seinem Ausgleichstor in der Nachspielzeit in Paderborn zunächst auf der Bank. Stattdessen begannen Handke, Rother und Lohkemper für Müller, Ignovski und Beck, der wenige Stunden vor der Partie Vater einer Tochter wurde. Das Spiel zwischen den bisher sieglosen Teams begann schleppend – völliges Kontrastprogramm zur Vorwoche. Dafür gab es auf beiden Seiten Fehlpässe, Ungenauigkeiten und Missverständnisse zu sehen. Eines davon führte zur Führung der Zebras. Butzen wollte an der Seitenlinie den Ball im Fallen zu Costly spielen. Das Leder landete leider bei Wolze, der direkt Iljutcenko in der Box bediente. Brustannahme – Abschluss – Rückstand für Blau-Weiß (19.). Acht Minuten später war der Club erstmals richtig gefährlich. Bülter brach bis zur Grundlinie durch und servierte für den in der Zentrale kreuzenden Butzen – unser Kapitän versiebte den 100 prozentigen Ausgleich. Duisburg stand kompakt und griff die Hausherren erst ab der Mittellinie an. Auch Niemeyer (38.), Rother (42.) und Costly versemmelten beste Ausgleichsgelegenheiten.

Verrückte Minuten ab der 60.

Zur Pause regierte Härtel und brachte Christian Beck für Felix Lohkemper. Der bis dato in der Zentrale spielende Bülter, wechselte auf den Flügel auf dem er seine Stärken in der Folge deutlich besser ausspielen konnte. Die zweite Hälfte begann dennoch eher ereignisarm. In der letzten haben Stunde war dann wieder Spektakel angesagt – im 120 Sekunden Rhythmus klingelte es dreimal. Zunächst schaltete der Balljunge blitzschnell  und warf dem zuvor eingewechselten Türpitz das Spielgerät zu – 25 Prozent des Ausgleiches gehörten ihm. Torpedo schickte Bülter in den Sechzehner und Papa Beck brauchte in der Mitte nur noch den Fuß reinzuhalten – 1:1 (62.). Zwei Minuten später schnibbelte Türpitz einen Freistoß aus 20 Metern in die kurze Ecke und das Match war gedreht. Die Freude währte nur kurz: Duisburgs Wolze machte ebenfalls mit einem ruhenden Ball den Ausgleich (66. / 2:2). Handke und Daschner waren wie eingangs erwähnt für den Endstand zuständig.

Am Sonntag geht es nach Sandhausen. Im achten Anlauf soll dann endlich der erste Zweitligadreier eingefahren und die Fata Morgana zur Realität werden.

Sport frei.