Wo ein Wille ist - Da gibt es Widerstand - Der Kampf gegen das dritte Team

17. Spieltag der 3.Liga in der Saison 2015/2016: SG Sonnenhof Großaspach gegen 1.FC Magdeburg 1:0 (0:0)

Wo ein Wille ist - Da gibt es Widerstand - Der Kampf gegen das dritte Team

21.11.2015von Nicole OtrembaFußball
Wo ein Wille ist - Da gibt es Widerstand - Der Kampf gegen das dritte Team

Wir provozieren heute mal absichtlich. Wir müssen es mal tun. Es frisst uns nämlich auf.

Ja, es war ein klarer Elfmeter, den die Großaspacher zu ihrer Siegchance nutzten und am Ende das Spiel auch gewannen. Verdient? Aus Magdeburger Sicht ... NEIN! Unentschieden? JA. Aber keine Niederlage. Schon gar nicht SO.

Ungefähr 700 Magdeburger Fanseelen nahmen den weiten Weg auf sich und fuhren in den Süden, um ihren 1.FCM siegen zu sehen. Wir waren alle fest davon überzeugt, daß wir den Auswärtsbock endlich umstoßen und endlich den ersten Auswärtsdreier mit nach Hause nehmen. Ganz fest waren wir davon überzeugt. Doch es wurde leider wieder nichts. Die Ursache? Tja ... die Ursache liegt nicht an unserem Spiel und unserer Mentalität. Es liegt vielmehr daran, daß man unser Spiel u.a. kaputtpfeift.

Das haben wir in Köln erleben müssen und zwei Schwerverletzte nach Hause bringen dürfen. Das haben wir zu Hause gegen Aalen gesehen und frustriert feststellen müssen, daß gut spielen allein nicht reicht. Wenn man noch jemanden, außer der gegnerischen Mannschaft, auf dem Spielfeld gegen sich hat, dann wird es schwer. Man spielt gegen Windmühlen, die auf Windstärke 10 gestellt werden. 

Leider auch heute. An diesem Samstag. Die Jungs auf dem Feld gaben ALLES, die Ränge gaben ALLES ... und leider gab, neben Großaspach, auch das dritte Team ALLES. Nämlich gelbe Karten und falsche Fahnenschwenkrichtungen bei Einwürfen oder die Pfeife war bei sichtlichen Foulspielen still und die Fahne unten. Ja, wir sind frustriert. Ziemlich dolle sogar und es ist ärgerlich, daß wir machtlos dem gegenüberstehen.

Das Spiel war heute von Kampf geprägt. Der Kampf gegen die Witterungsbedingungen und der Kampf um die Punkte. Es regnete in Strömen vom Himmel und es regnete gelbe Karten. Das lähmte unsere Spieler sichtlich. Zu groß die Angst, hier mit gelb-rot dem Team gänzlich zu fehlen und das Spiel noch in Unterzahl zu beenden. Von daher zogen die Spieler bei Zweikämpfen immer mehr und mehr zurück. Großaspach nahm dieses Geschenk natürlich dankend an, schob sich mehr und mehr in Richtung FCM-Tor. Sie holten geschickt Freistöße heraus, der Schiedsrichter ahndete diese auch und letztendlich entschied erneut ein Elfmeter ein Auswärtsspiel.

Das ist so unfassbar ärgerlich auf der einen Seite. Auf der anderen Seite machen wir dann auch noch Schlagzeilen der "unschönen" Art. Nach dem Siegestreffer von Großaspach sprang plötzlich das Tor im Gästeblock auf und einige Männer rannte den Ordnern hinterher. Das Spiel wurde unterbrochen und die Spieler selbst beruhigten die Lage relativ schnell wieder. Wir möchten hierzu aber nichts weiter schreiben und hoffen, daß die Ursache selbst auch herausgefunden wird. Wir können es nur erahnen ...

Jens Härtel war nach dem Spiel sichtlich bedient. Die Spieler auch. Auch sie zogen frustriert vom Rasen und in ihre Kabine. Unserer Mannschaft ist keinerlei Vorwurf zu machen ... sie geben wirklich ALLES. SPIEL für SPIEL und MINUTE für MINUTE. Danke dafür!

"Wenn wir einen Wunsch frei hätten" ... Dann wünschen wir uns für die kommenden Spiele, daß das "dritte Team" keine entscheidende Rolle spielt. 

Punkt.

Mehr möchten, können und wollen wir hier nicht mehr schreiben. Das Spiel muss schnell abgehakt werden. Es war ein intensives und gutes Spiel zweier Mannschaften, die zu Recht in der oberer Hälfte stehen.

Wir fahren nun wieder nach Hause. Ohne Punkte. Ja, auch schlechter Laune. Der Frust sitzt einfach tief. Dennoch ein Gruß an die Mannschaft: Macht einfach weiter, Jungs. Ihr rockt das. Den Rest müssen wir mit uns selbst ausmachen.

Sport Frei!