SCM mit Zitterpartie zum Remis

11.04.2012von www.handball-world.comHandball
SCM mit Zitterpartie zum Remis

Mit 26:20 hatte Balingen-Weilstetten in Magdeburg geführt - um am Ende doch noch mit einem 26:26 aus der Halle gehen zu müssen, nach dem Spielverlauf eine Enttäuschung für den HBW: Die Gäste hatten weite Strecken trotz ihrer Verletzungsprobleme geführt und den ebenfalls ersatzgeschwächten SCM eiskalt erwischt. Zum Seitenwechsel stand es 11:19 aus Sicht der indisponierten Gastgeber, die keine Mittel gegen die Abwehr der Balinger fanden und sich reihenweise technische Fehler leisteten.

Der SC Magdeburg ist in der Handball-Bundesliga nur knapp an einer Blamage vorbei geschrammt. Ein Treffer von Junioren-Nationalspieler Philipp Weber vier Sekunden vor Schluss bewahrte den Gastgeber vor der zwölften Saisonpleite. So bleibt der SCM weiter auf Platz sechs und Europacup-Kurs. Dabei trauten, elf Tage nach dem 27:23-Triumph gegen den deutschen Meister HSV Hamburg die 4.500 Zuschauer in der GETEC Arena ihren Augen nicht.

Nach der 1:0-Führung durch Stian Tönnesen gelang dem SCM nur noch wenig - dem 2:1 durch Rojewski folgte ein folgte ein 2:9 und 3:11 (16. Minute). Balingen verteidigte stark, setzte die Magdeburger Rückraumspieler früh unter Druck und stellte den Kreis komplett zu. So häuften sich die Fehler beim Gastgeber, der kein Mittel fand, um die aggressive Balinger Defensive zu knacken. Schritte, Fehlpass, Fehlwurf - der SCM war nicht wieder zu erkennen.

Dass der HBW ohne Alvanos und Häfner, mithin den beiden Rückraumrechten auflief, das fiel weniger auf als das Fehlen der Magdeburg van Olphen und Natek - die aber hatten ja auch gegen den HSV gefehlt. So wendete sich die Stimmungslage in Magdeburg zusehends, der zwischenzeitliche kleine Hoffnungslauf zum 7:12 (20.) brachte auch keine echte Wende. Balingen konterte erfolgreich, düpierte mit der bekannten Maßnahme des "siebten Feldspielers" immer wieder den SCM, der wieder den Anschluss verlor.

Sascha Illitsch traf zum 8:14 und dann wenig später zum 9:17, Balingen dominierte klar. Auch die Abwehr der Magdeburger war löchrig, auch die beiden Torhüter hielten kaum einen Ball. Im Angriff leistete sich der SCM weiter haarsträubende Fehler. Der SCM bekam in Halbzeit eins kein Bein auf den Boden, das kollektive Versagen der Mannschaft quittierten die Zuschauer mit Pfiffen. Einige gingen gar schon zur Halbzeit nach Hause, zum Seitenwechsel stand es 11:19. Sie verpassten aber eine spannende Aufholjagd in den letzten Minuten des Spieles.

Der SCM kam aggressiver aus der Kabine. Die Abwehr hatte endlich Körperkontakt zu den Balinger Werfern, Gerrie Eijlers im Tor hielt wichtige Bälle. Beim 16:20 durch Pajovic (40.) war auch die Halle als Rückhalt wieder da, lebte die Hoffnung auf. Nur im Angriff tat sich der SCM weiter schwer. So konnte Magdeburg den Abstand nicht entscheidend verkürzen. Frank Carstens schickte nun den nachverpflichteten Holmgeirsson ins Spiel, der Isländer traf allerdings genauso wenig ins Tor wie seine Kollegen. Beim 19:25 durch Schlinger fünf Minuten vor Ende schienen die Punkte für den SCM verloren.

Dann aber sollte das 20:26 durch Wolfgang Strobel das letzte Tor der Balinger gewesen sein - fünf Minuten vor dem Ende. Balingen zeigte nun deutlich den Kräfteverschleiß, Magdeburg kam heran. Eijlers hielt nun besser als in den 55 Minuten zuvor, Landsberg traf, Felix König ging auf die Strafbank. Wieder Landsberg, dann Robert Weber. Der ging nach einer Rangelei mit Daniel Sauer gemeinsam mit dem Balinger auf die Strafbank, Rojewski und Jurecki warfen Magdeburg auf 25:26, 45 Sekunden vor dem Ende. Und tatsächlich scheiterte Schlinger im letzten Balinger Angriff an Eijlers, vorne ging Strobel auf die Strafbank und Sekundenbruchteile vor dem Schlusspfiff sorgte Youngster Phillip Weber noch für den Ausgleich. 

 

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Quelle: www.Handball-World.com